juin 20, 2018

Schwerlasteinsätze mit Drehleiter

Rettung aus Dachflächenfenster mit am Boden fixierter Krankentrageaufnahme.
Rettung aus Dachflächenfenster mit am Boden fixierter Krankentrageaufnahme.
Rettungskorb HR-MF mit Krankentrageaufnahme auf der Korbreling.
Rettungskorb HR-MF mit Rollstuhlaufnahme.
Rettungskorb HR-MF mit Rollstuhlaufnahme.

Schwere Zeiten

NOTF ADIP, immer öfter geht bei den Feuerwehr- und Rettungsorganisationen in Deutschland ein Alarm mit diesem Stichwort ein. Für die Einsatzkräfte heißt es dann Ausrücken zu einem Notfall mit einem Schwerlastpatienten. Bei 200 kg und mehr versagen allerdings normale Krankentragen und klassische Rettungswege, Treppenhäuser sind meist zu eng und/oder das Gewicht der Patienten zu hoch, um sie aus dem Gebäude tragen zu können. In 50 Prozent aller Schwerlasteinsätze braucht es daher neben der Zusammenarbeit mehrerer Helfer auch den Einsatz von Drehleitern. Die Rettung kann so aus Fenstern oder über Balkonbrüstungen erfolgen, der Patient dabei liegend und äußerst schonend zu Boden befördert werden.

 

500 kg Nutzlast

Entscheidend für eine erfolgreiche Rettung von XXL-Patienten mittels Hubrettungsgerät ist in erster Linie die Nutzlast des Rettungskorbes. Drehleitern älterer Bauart kommen hier oft nur auf 250 kg und gelangen bei Patienten mit einem Körpergewicht von über 150 kg rasch an ihre Grenzen. Nicht so die Rosenbauer Normdrehleitern der 32m-Klasse (L32, L32A-XS): Sie verfügen über einen Rettungskorb mit einer Nutzlast von bis zu 500 kg, was bedeutet, dass mit einem Patienten auf einer 300 kg-Schwerlasttrage auch noch zwei Retter, zum Beispiel ein Feuerwehrmann und ein Notfallmediziner, befördert werden können.

 

300 kg Aufnahme

Der Rosenbauer Rettungskorb HR-MF ist zudem so gestaltet, dass er mit wenigen Handgriffen für eine Schwerlastrettung vorbereitet werden kann. Um möglichst viel Platz zum Einsteigen bzw. für die Übernahme der Krankentrage zu schaffen, lässt sich die Vorderfront über die gesamte Korbbreite öffnen. Um die Trage im Korb sicher transportieren zu können, steht eine spezielle Krankentrageaufnahme mit einer Nutzlast von 300 kg zur Verfügung. Diese kann auf zwei verschiedene Arten befestigt werden: Zum einen lässt sie sich am Korbboden fixieren – so können XXL-Patienten auch aus Dachflächenfenstern sicher geborgen werden (Bild 1), zum anderen auf die Korbreling aufstecken und hier um 360° endlos drehen (Bild 2). In beiden Fällen bleibt ausreichend Platz im Korb, um während der Leiterfahrt zum Beispiel lebensrettende Maßnahmen fortzuführen.

 

Rollstuhlrettung

Auch für die Rollstuhlrettung gibt es eine eigene Aufnahme (Bild 3). Sie besteht aus einer klappbaren Rampe und einem Rollstuhlträger, der am Korbboden fixiert ist. Der Rollstuhl wird einfach über die Rampe auf den Träger geschoben und mit Spanngurten (4-Punkt-Haltesystem), die Person im Rollstuhl zusätzlich durch ein Halteband gesichert. Die Rampe lässt sich vorne hochklappen und gibt dem Patienten ein Gefühl der Sicherheit.

 

Ultima Ratio

Sollte es aus irgendeinem Grund nicht gelingen, eine adipöse Person in den Korb zu befördern, steht immer noch die Möglichkeit des Abseilens zur Verfügung. Rosenbauer Drehleitern sind dafür mit einer Lastöse an der Leiterspitze bzw. am Korbarm ausgestattet, die mit bis zu 650 kg belastet werden kann (bei abgehängtem Korb). Die zu rettende Person befindet sich in der Regel in einer Schleifkorbtrage und wird mittels Abseilgerät (Rollgliss) oder Flaschenzug zu Boden befördert.


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