mars 27, 2018

Reichweiten im Griff

Ausladung, Zuladung und ihre Grenzen

Je höher die gewählte Zuladungsgrenze, umso geringer die Ausladung des Leitersatzes.
Prinzipielle Darstellung der Ausladung einer 32 m-Leiter: 1 = max. Rettungshöhe, 2 = Zuladungsgrenze bei max. Zuladung, 3 bis 7 = Personen-Zuladungsgrenzen, 8 = Benutzungsgrenze (eine Person ohne Korb).
Aufbau der Bildschirmanzeige im Korb.

Das Wissen über die Zuladungsgrenzen von Drehleitern ist essentiell für den Einsatzerfolg. Vor allem bei der Lageerkundung braucht man ein sicheres Gespür für die Reichweite. Da sich die Fabrikate und Typen trotz Normbauweise leicht unterscheiden, ist es für die Übungspraxis hilfreich, die Zuladungsgrenzen des jeweiligen Geräts waagrecht abzufahren und am Boden zu markieren. Zuerst mit leerem Korb, dann mit einem und zwei Rettern im Korb. So bekommt man ein gutes Gefühl für die Ausladungswerte bei unterschiedlichen Lastzuständen.

 

Ein Wert genügt

In der Einsatzpraxis, wenn alles extrem schnell gehen muss, reicht in der Regel der Wert der höchsten Korbnutzlast, um die Drehleiter so aufstellen zu können, dass das Einsatzziel erreicht wird. Man merkt sich die 5-Personen-Zuladungsgrenze und weiß, jede Grenze darunter bringt rund einen Meter mehr Ausladung. Je nachdem, wie viele Personen zu retten sind: Knopfdruck genügt, und die richtige Ausladung wird automatisch eingestellt.

 

Hinterlegte Momente

Eine Besonderheit von Rosenbauer Drehleitern mit Metz Technology ist, dass jede voreingestellte Zuladungsgrenze mit einem Momentwert hinterlegt ist. Dieser wird beim Einwiegen des Fahrzeuges in der Steuerung gespeichert und permanent mit dem tatsächlichen Belastungszustand des Leitersatzes abgeglichen. Die Philosophie dahinter: Eine vorgewählte Zuladung, z.B. drei Personen, muss immer zuladbar sein, unabhängig von den bereits im Korb befindlichen Personen. Die Automatik stoppt den Leitersatz einfach entsprechend früher, wenn sich z.B. bereits zwei Personen im Korb befinden.

 

Anzeige in Kilogramm

Eine weitere Besonderheit ist die Anzeige der Lastreserve in Kilogramm. Auf dem Korbdisplay sehen die Retter nicht nur die voreingestellte Zuladungsgrenze, sondern auch die konkrete Lastreserve in Kilogramm. Egal in welcher Position sich die Drehleiter befindet, man weiß exakt, welches Personen-Äquivalent sich noch zuladen lässt.

 

Alternativen mitdenken

Sollte sich die Situation an der Anleiterstelle anders als erkundet darstellen und die Zuladung doch nicht ausreichen, kann der Einsatzerfolg trotzdem sichergestellt werden. Denn man hat immer noch die Option des Brückenbetriebes, sprich: alle steigen über den Leitersatz ab, oder die Möglichkeit, dass ein Retter ins Gebäude einsteigt und im Korb Platz macht, bzw. dass man immer nur eine Person mitnimmt.


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