Eine Erfolgsgeschichte: 300. STINGER wurde ausgeliefert


Sein Design: aufsehenerregend. Seine Löschwirkung: beeindruckend. Sein Erfolg: bezeichnend. Vor Kurzem ist das 300. Exemplar des von Rosenbauer entwickelten Löscharms STINGER auf einem PANTHER 8x8 für den Flughafen München ausgeliefert worden. Die Entwicklung des STINGER kann rückblickend als bahnbrechend bezeichnet werden. Im Jahr 2007 stellten die Ingenieure von Rosenbauer den neuen Löscharm vor, der speziell für die Flughafenlöschfahrzeuge PANTHER 6x6 und PANTHER 8x8 konstruiert worden war. Die erste Version war 16,5 Meter lang und aus Aluminium. Das geringe Gewicht sorgte trotz dieser Länge dafür, dass der Schwerpunkt des Fahrzeugs relativ niedrig gehalten werden konnte.

„Piercing Tool“ durchsticht Flugzeughüllen

Doch nicht nur der Löscharm selbst wurde gänzlich neu entwickelt, sondern auch der speziell für den STINGER entwickelte Werfer RM65 und das sogenannte „Piercing Tool“. Der Werfer hat in Ablage eine Kapazität von 6.000 Liter Wasser pro Minute. Außerdem kann auch Wasser-Schaummittel-Gemisch oder/und Löschpulver ausgebracht werden. Mit dem optionalen Piercing Tool kann man im Notfall ein Flugzeug anstechen, also die Außenhaut durchstoßen, um auch im Innenraum zu löschen und die Temperatur rasch zu senken, und damit den Einsatzkräften das Arbeiten im Innenraum zu ermöglich. Um das Piercing Tool auch von oben (z.B. vom Flugzeugdach her) oder von unten (z.B. Brand im Gepäckraum) anwenden zu können, ist es um bis zu 180° schwenkbar.

Vielseitiger Einsatz - einfache Bedienung

So vielseitig die Einsatzmöglichkeiten des STINGER sind, so einfach ist seine Bedienung. Die Ein-Hand-Bedienung ermöglicht es, das gesamte Fahrzeug inkl. Löscharm bei Bedarf auch mit nur einem Mann Besatzung zu steuern. Unterstützung bieten etwa drei unterschiedliche, vorprogrammierte Angriffspositionen, die auf Knopfdruck angefahren werden können. Eine weitere Bedienungserleichterung ist die automatische Ablagefunktion: Löscharm, Werfer und Piercing Tool werden von selbst wieder in Parkposition gebracht.

Industrie- und kommunale Variante

Der STINGER konnte bereits rasch nach seiner Einführung überzeugen. Und das nicht nur bei Flughafenfeuerwehren auf dem gesamten Globus, sondern auch in anderen Einsatzbereichen. Aufgrund der Nachfrage aus der Industrie entwickelte man eine Variante des Löscharms für die Verwendung auf Standard-Chassis – nicht ohne weitere, wesentliche Neuerungen. Die 360° Endlosdrehbarkeit des Löscharms und die mögliche Bedienung von außerhalb des Fahrzeugs mittels Funkfernsteuerung sorgten für noch mehr Flexibilität im Einsatz. Das Piercing Tool fand im Industriebereich ebenfalls Verwendung: etwa, um Container in großen Häfen durchdringen und löschen zu können.

Nicht nur das Einsatzgebiet des STINGER wuchs kontinuierlich, auch der Löscharm selbst. 2010 wurde eine neue, längere Variante entwickelt. Den STINGER66 mit einer Länge von 66 Fuß bzw. 20 Meter gibt es seither sowohl für den PANTHER als auch für die Verwendung auf Industrielöschfahrzeugen. 2016 wurde das Portfolio schließlich noch um eine kommunale Variante erweitert – der AT-STINGER wurde eingeführt.

Mit der Auslieferung des PANTHER 8x8 an den Flughafen München ist vor Kurzem der 300. STINGER in den Einsatz gegangen. Flughafen-, Betriebs- und kommunale Feuerwehren in 50 Ländern der Erde sind mittlerweile mit Fahrzeugen mit dem einzigartigen Löscharm von Rosenbauer ausgestattet. Und die ständige Weiterentwicklung wird mit Sicherheit dafür sorgen, dass man schon bald den nächsten Meilenstein und das nächste Jubiläum feiern kann.