12. November 2019

Presseaussendung

Zwischenmitteilung Q3/2019

  • Umsatz steigt im Periodenvergleich um 11% auf 614,5 Mio €
  • Auftragseingang liegt mit 784,1 Mio € auf Vorjahresniveau
  • EBIT wegen hohen Material- und Personalaufwandes trotz starker Betriebsleistung bei 15,1 Mio €
  • Management hebt das Umsatzziel auf über 980 Mio € für das Gesamtjahr an, EBIT-Marge von rund 5,1% erwartet
KONZERNKENNZAHLEN 1-9/20181-9/2019
UmsatzerlöseMio €552,0614,5
EBITMio €17,015,1
PeriodenergebnisMio €10,69,0
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-83,4-136,3
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 29,7 %24,4 %1
Gewinn je Aktie0,60,3
Mitarbeiterstand zum 30. September 3.5463.781
Auftragsbestand zum 30. SeptemberMio €1.093,61.223,8
 

Der Rosenbauer Konzern hat sein Geschäftsvolumen in den ersten neun Monaten 2019 deutlich ausgeweitet. So stieg der Umsatz der Gruppe im Periodenvergleich um plus 11% von 552,0 Mio € auf 614,5 Mio €. Dabei fielen insbesondere die Auslieferungen in Nordamerika, Zentraleuropa und Asien höher aus, während vor allem der Mittlere Osten, Nord- und Westeuropa Rückgänge verbuchten. Der Auftragseingang lag mit 784,1Mio € auf dem Niveau des Vorjahres (1-9/2018: 789,9 Mio €). Die Aufwendungen für Material und Personal waren produktionsbedingt hoch, sodass das EBIT trotz stärkerer Betriebsleistung lediglich 15,1 Mio € (1-9/2018: 17,0 Mio €) erreichte. Angesichts der sehr guten Auslastung der Produktionsstätten erhöht der Rosenbauer-Vorstand das Umsatzziel für 2019 auf mehr als 980 Mio €, die EBIT-Marge wird mit rund 5,1% erwartet.

Umsatz- und Ertragslage

Nach einer deutlichen Verlangsamung in den ersten drei Quartalen des Vorjahres hat die globale wirtschaftliche Aktivität auch 2019 geschwächelt. Insbesondere die Produktionstätigkeit hat Dynamik eingebüßt und ist auf Niveaus wie zur Zeit der Weltfinanzkrise gesunken. Verschärfte wirtschaftliche und geopolitische Auseinandersetzungen bremsen zusätzlich den Welthandel und trüben den Konjunkturoptimismus. Aus diesem Grund hat der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober ein weiteres Mal seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft zurückgenommen und im Vergleich zum April um 0,3 Prozentpunkte auf 3,0% 2019 reduziert. Die globale Feuerwehrbranche als ein typischer „Nachläufer“ verzeichnet in diesem Konjunkturumfeld eine weiter robuste Nachfrage.

Der Rosenbauer Konzern erzielte in den ersten neun Monaten 2019 einen Umsatz von insgesamt 614,5 Mio € (1-9/2018: 552,0 Mio €). Dieser verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Segmente2: 34% Area CEEU, 10% Area NISA, 8% Area MENA, 13% Area APAC, 32% Area NOMA sowie 3% auf den Stationären Brandschutz.

Eine ausgeprägte Saisonalität ist charakteristisch für die Feuerwehrindustrie. Dementsprechend baut sich in den ersten sechs Monaten eines Geschäftsjahres tendenziell Bestand auf, während der überwiegende Teil der Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte erfolgt. Das EBIT lag nach den ersten neun Monaten 2019 mit 15,1 Mio € unter dem entsprechenden Vorjahreswert (1-9/2018: 17,0 Mio €). Der Grund dafür sind die produktionsbedingt hohen Aufwendungen für Personal und Material, die die stärkere Betriebsleistung mehr als aufgehoben haben. Das Konzern-EBT in der Berichtsperiode betrug 9,9 Mio € (1-9/2018: 11,7 Mio €).

Der Auftragseingang erreichte mit 784,1 Mio € (1-9/2018: 789,9 Mio €) in den ersten neun Monaten wieder Vorjahresniveau. Das stärkste Plus im Periodenvergleich wiesen dabei mit Abstand die Area NISA und die Area CEEU aus. Der Auftragsbestand belief sich auf 1.223,8 Mio € (1-9/2018: 1.093,6 Mio €), was eine neue historische Rekordmarke ist.


Finanz- und Vermögenslage

Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der starken Auslastung weist die Bilanzstruktur zum Ende des dritten Quartals ein hohes Trade Working Capital aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Periodenvergleich auf 954,2 Mio € (30. September 2018: 756,3 Mio €), was insbesondere auf das gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2018 höhere kurzfristige Vermögen zurückzuführen ist. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hat 23,8 Mio € zur Verlängerung der Bilanzsumme beigetragen.

Die größten Veränderungen weisen die Vorräte und die kurzfristigen Forderungen aus: Die Vorräte sind auf 502,2 Mio € (30. September 2018: 366,3 Mio €) gestiegen, 66,9 Mio € davon sind auf die Umstellung auf IFRS 15 zurückzuführen. Die kurzfristigen Forderungen lagen mit 224,1 Mio € (30. September 2018: 185,7 Mio €) ebenfalls über dem Vorjahr. Aufgrund des folglich hohen Trade Working Capitals war der Cashflow aus der operativen Tätigkeit unterjährig mit -136,3 Mio € (1-9/2018: -83,4 Mio €) negativ. Zum Jahresende wird von einer deutlichen Verbesserung des Cashflows aus der operativen Tätigkeit ausgegangen.

Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahres-Berichtsperiode auf 425,6 Mio € (30. September 2018: 293,7 Mio €).


Ausblick

Der IWF hat jüngst seine globale Wachstumsprognose ein weiteres Mal gesenkt. Internationale Handelskonflikte und geopolitische Spannungen dämpfen den internationalen Warenaustausch und verzögern Investitionsentscheidungen. Nächstes Jahr sollte sich das Wachstum wieder stabilisieren und die Weltwirtschaft um 3,4% zulegen können.

Die Feuerwehrbranche folgt erfahrungsgemäß der allgemeinen Konjunktur mit einem mehrmonatigen Abstand. Die Nachfrage ist robust und der Sektor trotzt nicht zuletzt dank voller Auftragsbücher dem sich verlangsamenden Weltwirtschaftswachstum. Eine nach wie vor vitale Projektlandschaft sollte das weitere Marktwachstum unterstützen und die erfolgreiche Branchenentwicklung prolongieren. Vor allem Nordamerika und Europa sollten ihr Volumen noch stärker ausweiten können.

 


1) ohne IFRS 16: 25,0%

2) CEEU: Zentral- und Osteuropa; NISA: Nordeuropa, Iberien, Südamerika, Afrika; MENA: Mittlerer Osten und Nordafrika; APAC: Asien, Pazifik, Australien, China; NOMA: Nord- und Mittelamerika

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