Luft und Sicht statt Rauch und Blindflug

Mit Rosenbauer Großlüftern mehr Sicherheit und Effizienz im Brandeinsatz.

Es ist eine Binsenweisheit: Nicht das Feuer ist die größte Gefahr für den Menschen, sondern dessen Nebenprodukte: heiße Brandgase, Rauch und Qualm. Sie sind hoch toxisch und für die meisten Todesfälle bei Brandereignissen verantwortlich. Eine der vordringlichsten Aufgaben der Feuerwehren, die zu einem Löscheinsatz gerufen werden, ist es daher, den Rauch so rasch wie möglich aus dem Gebäude zu bekommen. Das entsprechende taktische Vorgehen heißt Überdruckbelüftung, zum Einsatz kommen dabei Hochleistungslüfter, wie sie Rosenbauer mit der FANERGY-Baureihe speziell für den Feuerwehreinsatz entwickelt hat und in unterschiedlichen Leistungsklassen anbietet.

 

Mehr Sicherheit

Durch den Lüftereinsatz wird der Rauchabzug aus einem Gebäude beschleunigt und die Sicht der „mit dem Wind im Rücken“ vordringenden Einsatzkräfte verbessert. Einsatzstellen können dadurch schneller erreicht, Lösch- und Rettungseinsätze früher begonnen und eingeschlossene Personen rascher lokalisiert und evakuiert werden. Darüber hinaus wird die Hitzebelastung des Angriffstrupps verringert und der Wasserdampf abgeführt. Das alles bringt mehr Sicherheit im Einsatz. Auf dieses Mehr an Sicherheit will auch die Feuerwehr Wallinghausen in Niedersachsen nicht verzichten. Sie ist eine von zehn Ortsfeuerwehren der Stadt Aurich und kann bei Großschadenereignissen mit alarmiert werden. Wird sie künftig zu einem Brandereignis in einem der großen Industriebetriebe rund um Aurich, in einem Tunnel oder einer größeren Tiefgarage gerufen, rückt sie mit ihrem neuen Gerätewagen (GW) Großlüfter aus. Das Fahrzeug ist mit einem Trupp besetzt und wird als eigenständige taktische Einheit betrieben.

 

Maximaler Schub

Aufgebaut wurde der GW Großlüfter von Rosenbauer und Hensel Fahrzeugtechnik, Deutschland. Das Fahrzeug transportiert im Heck einen dreh- und schwenkbaren Großlüfter FANERGY XL63S sowie in den vorderen Geräteräumen vier mobile Hochleistungslüfter samt Stromerzeuger und weiterem technischen Gerät. Der Antrieb des Großlüfters erfolgt hydraulisch über den Nebenabtrieb des Chassis. Der Großlüfter erzeugt einen Axialschub von 2.500 N und einen Volumenstrom von über 213.000 m3 Luft in der Stunde bei einer Ausblasgeschwindigkeit von ca. 133 km/h. Damit ist die Feuerwehr in der Lage, ganze Industriehallen oder Tiefgaragen innerhalb kürzester Zeit freizublasen.

 

Richtig dimensioniert

Rosenbauer hat bei der Entwicklung der FANERGY Großlüfterbaureihe mit dem Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz zusammengearbeitet. Neben simulierten Brandszenarien zur Ermittlung der Konstruktionsparameter flossen auch detaillierte Messungen aus Realbrandversuchen in die Entwicklung mit ein. Auch die Feuerwehr Wallinghausen hat eine Vergleichsvorführung gemacht, bevor sie sich für den FANERGY XL63S entschied. Ausschlaggebend waren Größe und Leistung des Geräts, aber auch das einfache Bedienkonzept und die Möglichkeit, den Lüfter mit Zubehör auszustatten, um mit dem Luftstrom auch Wasser ausbringen zu können.


Gerätewagen Großlüfter

- Fahrgestell: MAN TGL 10.220
- Fahrzeug- und Geräteaufbau: Hensel Fahrzeugbau
- Lüfter und Lüfteraufbau: Rosenbauer - Lüfter: FANERGY XL63S
- Lüfterleistung: Axialschub 2.500 N
- Ausblasgeschwindigkeit: ca. 133 km/h
- Volumenstrom: ca. 213.000 m3 Luft/h
- Durchmesser: 1.600 mm (= 63“)
- Antrieb: Nebenabtrieb des Chassis
- Zubehör: Wasserring