Mobiles Wasserkraftwerk

Man sieht es dieser Hubrettungsbühne so gar nicht an, dass ihr imposantes Äußeres von den inneren Werten noch übertroffen wird. Aber genau das ist bei der neuen ULF-TMB 4000 der Betriebsfeuerwehr Industriepark Schwechat der Fall. Die B42FA ist eine Kombination aus Universallöschfahrzeug und Teleskopmastbühne mit 4.000 l Löschmittel an Bord. Auf den ersten Blick ein reinrassiges Höhenrettungsgerät mit vierteiligem Hauptteleskop und einteiligem Korbarm, das voll aufgerichtet eine Höhe von 42 m und horizontal eine Reichweite von 22 m erreicht, jeweils bei voller Korblast. Schaut man etwas genauer hin und öffnet die vorderen Geräteraume, wird auf den zweiten Blick ein löschtechnisches Kraftwerk sichtbar, das es selbst mit den hohen Brandlasten von Raffinerien, Tanklagern und petrochemischen Industrieanlagen aufnehmen kann.

Löschen aus 42 m Höhe

Im Kern besteht die Löschtechnik der B42FA aus einer starken Feuerlöschpumpe und einem Industrie-Schaumzumischsystem mit gleicher Leistung. Insgesamt 8.000 l fördert die Einbaupumpe pro Minute und kann damit die beiden am Fahrzeug montierten Werfer – einer am Dach des Pumpenhauses, der andere an der Korbreling – mit jeweils rund 4.000 l/min Löschmittel versorgen. Über die Werfer kann Wasser und Schaum ausgebracht werden, der Korbwerfer lässt sich zudem fernsteuern (100 m Reichweite) und die gesamte Löschtechnik für den Dauereinsatz automatisieren. Für den handgeführten Löscheinsatz ist das Fahrzeug mit neun Druckabgängen, vier an jeder Fahrzeugseite und einer an der rechten Korbfront, sowie jeder Menge Schlauchmaterial und Armaturen ausgestattet.

Effizienter Erstangriff

Mächtige Wasserleitungen führen durch den feuerwehrtechnischen Aufbau, das Wasser hinauf zum Korb wird durch eine eigene Drehdurchführung im Drehgestell und ein Teleskoprohr entlang des Hauptarmes geführt. Die Wasserversorgung erfolgt über das Hydrantennetz des Industrieparks, die Saugeingänge befinden sich im Heck des Fahrzeuges sowie links und rechts in den vorderen Geräteräumen. Der 4.000 l fassende Schaummitteltank ist hinter dem Pumpenhaus montiert, die Menge an Bord reicht in der Regel aus, um einen massiven Erstangriff führen zu können, und verschafft ausreichend Zeit, bis Nachschub eintrifft.

Moderne Assistenten

Neben Hubrettungs- und Löschtechnik besticht an dem industriellen Einsatzfahrzeug nicht zuletzt auch die Ausstattung mit modernen Assistenzsystemen. Dazu gehören unter anderem ein Birdview-System mit vier Kameras, eine Rückfahrkamera samt akustischem Warner, Ultraschall-Abstandssensoren, die den Fahrer vor festen oder beweglichen Hindernissen in der Nähe des Fahrzeuges warnen, und das Ferndiagnose-System service4fire, das sämtliche Betriebs- und Verbrauchsdaten erfasst, analysiert und dokumentiert.