Mehr Schlagkraft dank CAFS-Nachrüstung

Mehr Schlagkraft dank CAFS-Nachrüstung

Er war keinesfalls schlecht ausgerüstet: Jener AT, der in der italienischen Gemeinde Strigno in der Provinz Trentino seinen Dienst versehen hat. Doch jetzt präsentiert sich das Fahrzeug noch einmal mit deutlich mehr Schlagkraft in Löscheinsätzen. Dank der Nachrüstung mit einem CAFS-Druckluftschaumsystem stehen den Feuerwehrleuten noch mehr Möglichkeiten der effektiven Brandbekämpfung zur Verfügung.

Das Tanklöschfahrzeug mit Allradantrieb war bereits bei seiner Auslieferung bestens ausgerüstet: Eine NH35 Pumpenanlage mit Hochdruckvormischer und einem FIXMIX Vormischsystem sorgte in Kombination mit 3.000 l Wassertank, 200 l Schaummitteltank, 2 Haspeln und dem RM24 Wasserwerfer am Dach dafür, dass man bei Löscheinsätzen verschiedene Möglichkeiten und hohe Kapazitäten zur Verfügung hatte. Und auch abgesehen von der Löschtechnik ist das Fahrzeug bestens ausgestattet, etwa mit einer Verkehrsleiteinrichtung am Heck, einem pneumatischen Lichtmast, LED-Nahumfeldbeleuchtung und einer Rückfahrkamera. Die angemessene Motorisierung von 340 PS in Kombination mit dem Allradantrieb sorgt dafür, dass die 9 Mann Besatzung auch entlegenere Einsatzorte, die es in der bergigen Umgebung von Strigno zuhauf gibt, sicher erreichen können.

Aus sehr gut wird noch besser

Der Ausrüstungsplan für die Feuerwehr Strigno sah zum Zeitpunkt der Beschaffung kein Fahrzeug mit dem CAFS-System vor – ein Umstand, der sich in der Zwischenzeit geändert hatte. Die universellen Einsatzmöglichkeiten von CAFS veranlassten die Verantwortlichen der örtlichen Feuerwehr zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie ließen ihren AT mit CONTI CAFS 400 und dem elektrischen Schaum-Druckzumischsystem DIGIMATIC42 nachrüsten.

Perfekt geplanter Umbau

Die Techniker von Rosenbauer entwickelten unter anderem mit Hilfe von 3D-Modellen die perfekte Lösung für den geplanten Umbau. Zuerst wurden in Italien die für die neue Ausstattung benötigten Geräteräume entsprechend adaptiert, um Platz zu schaffen. Anschließend wurde der AT in eine für Feuerwehr-Umbauten spezialisierte und zertifizierte MAN Werkstätte nach Steyr gebracht, um die technischen Voraussetzungen für den Einbau des CAFS-Systems zu schaffen. Nach dem Einbau des zweiten Nebenantriebs, mit dem über ein Hydrauliksystem der Druckluft-Kompressor angetrieben wird, wurde das Fahrzeug in die Rosenbauer-Werkstatt nach Leonding überstellt.

Hier erfolgte schließlich die Nachrüstung des elektrischen Schaum-Druckzumischsystems DIGIMATIC42, der Kompressor-Einheit und der Mischkammer für die Verschäumung des Wasser-Schaummittel-Gemisches mit Druckluft. Auch die bestehende Pumpenverrohrung und die Fahrzeugelektronik wurden entsprechend angepasst. Im Anschluss an die Rücküberstellung nach Italien wurden die Geräteräume das Tanklöschfahrzeug wieder mit der entsprechenden Innenausrüstung versehen. Nach einer detaillierten Einschulung konnte das Fahrzeug wieder an die Feuerwehr Strigno übergeben werden.

Mehr Löschwirkung – mehr Löschmöglichkeiten

Der größte Vorteil des CAFS-Systems ist die deutlich erhöhte Löschwirkung und die neuen einsatztaktischen Möglichkeiten für die Feuerwehr Strigno. Ob nur mit Wasser, mit einem Hochdruck- bzw. Niederdruck-Wasser-Schaummittelgemisch oder mit CAF-Schaum: Man hat für verschiedenste Einsatzszenarien das passende Löschmittel, welche sogar kombiniert einsetzbar sind, was noch mehr taktische Möglichkeiten in der Brandbekämpfung bedeutet.
Die Feuertaufe hat das Fahrzeug mit dem neu eingebauten Löschsystem bereits bravourös gemeistert: Bei einem Dachstuhlbrand wurde CAFS erfolgreich zur schnellen und effektiven Brandbekämpfung eingesetzt.

Diese Vorteile des CONTI CAFS 400 Systems waren es, welche die Feuerwehr Strigno von der Sinnhaftigkeit der Nachrüstung überzeugt haben. Die Techniker von Rosenbauer machten es möglich, diesem Wunsch nachzukommen. Der reibungslose Ablauf der Umbauarbeiten und die erweiterten einsatztaktischen Möglichkeiten machen es sehr wahrscheinlich, dass auch weitere Feuerwehren dem Beispiel der Feuerwehr Strigno folgen werden.