Maßgeschneiderte Fahrzeuge: Drenthe setzt auf den AT

Vom klassischen Tanklöschfahrzeug bis zur Spezialausrüstung für Wald- und Flurbrände: In der Provinz Drenthe im Nordosten der Niederlande hat man im Vorjahr insgesamt sieben Fahrzeuge aus der AT-Baureihe von Rosenbauer in Dienst gestellt – jedes maßgeschneidert für den jeweiligen Einsatzbereich.

 

Knapp 500.000 Einwohner zählt die Provinz Drenthe, 36 Feuerwehren sind unter anderem verantwortlich für Brandbekämpfung und technische Einsätze. Seit dem Vorjahr bestreiten einige der 700 freiwilligen und 50 hauptamtlichen Feuerwehrleute diese Einsätze mit einem neuen AT aus dem Hause Rosenbauer. Insgesamt sieben Fahrzeuge wurden ausgeliefert und erhöhen mit ihrer Hightech-Ausrüstung die Schlagkraft der „Brandweer Drenthe“ beträchtlich.

Holländische Besonderheiten

Die Fahrzeuge wurden selbstverständlich an die Standards in Holland angepasst. Nicht nur, dass die landestypischen blau-weißen Streifenmuster an Front und Heck vorhanden sind, auch das orange Sondersignal (zusätzlich zum Blaulicht) und der Suchscheinwerfer am Fahrerhausdach sind typisch bei holländischen Feuerwehrfahrzeugen.

 

In punkto Löschangriff setzt man in Holland verstärkt auf Hochdruck. Weniger Löschwasserschäden, weniger Wasserbrauch und effizientes Löschen sind die Hauptgründe dafür. Die neuen ATs sind deshalb mit kombinierten Einbaupumpen ausgestattet, die bis zu 250l/min bei 40 bar leisten. In den Geräteräumen sind zwei jeweils 100 Meter lange HD-Schnellangriffshaspeln verbaut, die dafür sorgen, dass nach der Ankunft am Einsatzort sofort mit dem Löschangriff begonnen werden kann.

Wenig Hydranten – viele Saugschläuche

Holland ist bekannt für seine Kanäle, Flüsse und Grachten. Diese werden auch zur Wasserversorgung herangezogen. Bei größeren Einsätzen wird mittels überlangen und groß dimensionierten Saugschläuchen das Wasser zur Einsatzstelle gebracht. Aufgrund der Tatsache, dass in Holland kein Trinkwasser als Löschwasser verwendet werden darf, werden Hydranten immer weniger genutzt. Stattdessen kommen große Tankwagen zum Einsatz, wenn die Wasserversorgung mittels Leitungen nicht hergestellt werden kann.

 

Die langen Saugschläuche werden übrigens ebenso wie die Leitern auf dem Dach der Fahrzeuge transportiert. Anstatt zum Be- und Entladen auf das Dach klettern zu müssen, reicht bei den neuen ATs in Drenthe ein Knopfdruck: Dann wird die gesamte Dachbox automatisch über das Heck abgesenkt und die Ausrüstung kann bequem entnommen werden.

Zusatzausstattung für Spezialeinsätze

Fast alle Feuerwehrfahrzeuge in Holland haben neben der Standard-Löschausrüstung auch eine Mindestausstattung für technische Einsätze an Bord. Dazu zählt etwa ein hydraulisches Rettungsgerät. Einige der sieben neuen ATs für die Provinz Drenthe sind aber für ganz spezielle Einsätze ausgestattet worden.

 

Der AT für die Feuerwehr Westerbork etwa ist mit einer Selbstschutz-Düsenanlage und einer Wasserleitung über dem Mannschaftsraum ausgerüstet. Der Grund: Das Fahrzeug kommt bei Flur- und Waldbränden zum Einsatz. Die Selbstschutz-Düsenanlage an der Front sorgt dafür, dass Fahrzeug und Mannschaft bei Fahrten über brennendes Terrain geschützt werden. Mit der Wasserleitung am Dach kann ein aufsteckbarer und von der Fahrerkabine aus bedienbarer Werfer versorgt werden, um Flurbrände zu löschen.

 

Modernste Feuerwehrtechnik, einfache Bedienung und die maßgeschneiderte Anpassung an die jeweiligen Anforderungen machen den AT zu einem Feuerwehrfahrzeug mit hoher Schlagkraft und unschätzbarem Einsatzwert. Auch die Feuerwehren der holländischen Region Drenthe wissen das zu schätzen und vertrauen auf den Klassiker der kommunalen Löschfahrzeuge aus dem Hause Rosenbauer.