Informationsvorsprung bei der technischen Rettung mit EMEREC

Fahrzeuge werden immer robuster, sicherer und komplizierter. Bei einem Unfall kann jedoch genau das den Einsatzkräften Schwierigkeiten bereiten. Deshalb brauchen sie zusätzliches Wissen und Erfahrung, um effizient arbeiten zu können. Das Einsatzmanagementsystem EMEREC leistet dazu einen wertvollen Beitrag.

 

Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet jede Weiterentwicklung ein Stück mehr Sicherheit. Neue, hochfeste Materialien kommen zum Einsatz. Assistenzsysteme greifen oft schon ein, bevor ein Unfall überhaupt passiert. Neue Antriebssysteme sollen energieeffizienter arbeiten und dadurch Klima und Umwelt schützen. Das sind sehr positive Entwicklungen, welche aber andererseits von den Einsatzorganisationen mehr Wissen mit deren Umgang abverlangen. Sie müssen bei der Rettung von verunfallten Personen zum Teil diese Sicherheitssysteme überwinden und daher gezielter als früher arbeiten. Zudem stellen diese Systeme zum Schutz der Fahrzeuginsassen auch neue Sicherheitsrisiken für die Feuerwehr dar, die im Einsatz zu berücksichtigen sind.

Jede Minute zählt

Bei der Rettung von verunfallten Personen zählt jede Minute. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der sogenannten „golden hour“ – also der goldenen Stunde, die über Leben und Tod entscheiden kann. Jene medizinischen Maßnahmen, die in der ersten Stunde nach einem Unfall gesetzt werden können, sind wissenschaftlichen Studien zufolge die wichtigsten. Genau deshalb ist es auch so entscheidend, dass bei der Rettung einer Person aus einem Autowrack jeder Handgriff sitzt und die verletzte Person so schnell wie möglich in ein Krankenhaus kommt.

Die erhöhte Sicherheit der Autofahrer durch moderne Systeme und neue Materialien kann nämlich auch zum Bumerang werden: Denn wenn die notwendigen Informationen darüber nicht verfügbar sind, kann die Rettung aus einem modernen Auto heute viel länger dauern als aus einem älteren Modell. Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Autotypen ist es unmöglich, an jedem davon ausgebildet zu werden. Dank EMEREC gibt es aber eine Möglichkeit, rasch alle notwendigen Informationen zu erhalten.

Detaillierte Infos zu zehntausenden Fahrzeugen

EMEREC ermöglicht von überall aus Zugriff auf das Crash Recovery System (CRS) von Moditech. Dieses System enthält zehntausende Datenblätter mit detaillierten Informationen zu den verschiedensten Fahrzeugtypen – vom Bus und LKW bis hin zum Auto. Alle zu beachtenden technischen Sachverhalte – Antriebssystem, Lage der Airbags, Versteifungen im Chassis und vieles mehr – lassen sich daraus ablesen. Die Daten sind direkt auf dem jeweiligen EMEREC-Endgerät verfügbar – auch ohne Internetverbindung. So hat man in wenigen Augenblicken die nötigen Informationen direkt an der Einsatzstelle zur Verfügung, um eine rasche Rettung durchführen zu können.

Risiko minimieren durch genaue Informationen

Vor allem bei Fahrzeugen mit alternativen Antriebssystemen gibt es für die Einsatzkräfte ein erhöhtes Risiko, man denke nur an Stromschläge oder einen lecken Gastank. Bevor mit der Rettung einer Person begonnen wird, steht die eigene Sicherheit an erster Stelle. Wie kann das Antriebssystem deaktiviert werden,  wie kann das Auto stromlos gemacht werden wo befinden sich Airbags bzw. die Treibstofftanks? Die CRS-Datenblätter liefern all diese Informationen, die man dank EMEREC direkt an der Einsatzstelle zur Verfügung hat.

Rasche Fahrzeugidentifizierung dank Kennzeichenabfrage

In Ländern wie z.B.: Deutschland, Norwegen, Schweden oder den USA ist es bereits jetzt möglich, mittels Kennzeichenabfrage den genauen Typ des Unfallfahrzeuges zu identifizieren. Sobald die Leitstelle diese Fahrzeuginformationen an den Einsatzort weitergibt, stehen auf schnellem Weg alle Infos dazu über EMEREC bereit. Dies ist ein weiterer Puzzleteil zu einer raschen und effizienten Rettung.
Die technische Rettung aus verunfallten Fahrzeugen erfordert neben der entsprechenden Ausrüstung eine umfassende Ausbildung, Erfahrung und viel Wissen. Dank EMEREC steht ein modernes Informationssystem zur Verfügung, das die Einsatzkräfte im Bedarfsfall mit umfangreichen Informationen unterstützt und so einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen und sicheren Abwicklung eines Einsatzes leistet.