Aufbruch in ein neues Zeitalter

Besserer Eigenschutz für die Mannschaft und effizientere Hilfe im Ernstfall: Für die Feuerwehr Roggden-Hettlingen (Bayern) ist das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) der Aufbruch in ein neues Zeitalter. Ein über 30 Jahre altes TSF wurde durch ein neues Fahrzeug der Compact Line von Rosenbauer ersetzt, das den Anforderungen im Einsatzgebiet entsprechend ausgestattet wurde.

 

Unfälle, Überschwemmungen, technische Einsätze und Brände: Die Feuerwehr Roggden-Hettlingen (Bayern) ist mit verschiedensten Herausforderungen konfrontiert. Doch das vorhandene Fahrzeug war nicht nur vom technischen Zustand und der Ausrüstung her nicht mehr zeitgemäß, es verschlang durch die steigenden Unterhalts- und Reparaturkosten auch immer mehr Geld. Durch die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs sollten diese Missstände beseitigt werden. Bei der Auswahl überließ man nichts dem Zufall. Ein eigenes Gutachten wurde in Auftrag gegeben, das den idealen Fahrzeugtyp für die vorherrschenden Szenarien im Einsatzgebiet finden sollte. Das Ergebnis: Ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser, das durch entsprechende Ausrüstung für die Bewältigung verschiedenster Einsätze geeignet ist.

 

Niedrige Entnahmehöhen für viel Bedienerfreundlichkeit

Die Wahl fiel auf ein Fahrzeug der Compact Line von Rosenbauer, deren Vorzüge die Kameraden der Feuerwehr Roggden-Hettlingen überzeugten. Aufbau, Beladung und Löschanlage sind genau auf die örtlichen Anforderungen abgestimmt. Besonders wichtig war Kommandant Christian Mayrböck eine übersichtliche Einteilung und bedienerfreundliche Entnahme der verschiedenen Ausrüstungsgegenstände. Der Aufbau der Compact Line bietet mit den niedrigen Entnahmehöhen den Vorteil, dass viele Gegenstände ganz bequem vom Boden aus entnommen werden können. „Bei uns gibt es auch einige Feuerwehrfrauen. Die niedrigen Entnahmehöhen kommen aber nicht nur ihnen, sondern allen Kameraden entgegen“, sagt Mayrböck. Dank eines Wechselmoduls kann man je nach Einsatz wichtige Spezialausrüstung mitnehmen: Stromerzeuger, Lüfter, Schaumerzeuger oder der Verkehrstrolly werden dann rasch an den dafür vorgesehenen Platz im Fahrzeug gebracht.

 

Mehr Platz – mehr Ausrüstung – mehr Einsatzkräfte

Im alten Fahrzeug der Feuerwehr Roggden-Hettlingen hatten nur drei Personen Platz, was das taktische Vorgehen im Einsatz enorm erschwerte. Im neuen TSF-W kann eine ganze Staffel (sechs Personen) untergebracht werden, zwei Sitze sind zudem mit einem Pressluftatmer-Halter ausgerüstet, zwei weitere Atemschutzausrüstungen sind ebenfalls im Fahrzeug vorhanden. Dank einer Wärmebildkamera können nicht nur Brandherde schneller lokalisiert werden, auch die Sicherheit der Einsatzkräfte wird dadurch verbessert.

 

Im Heck des Fahrzeugs ist die Löschanlage untergebracht. Wie bei einem TSF-W üblich, kommt eine Tragkraftspritze zum Einsatz. Die FOX III kann sowohl im Fahrzeug betrieben, als auch bei Bedarf entnommen werden. Sie ist auf einem Schrägaufzug gelagert und standardmäßig direkt an den 600-Liter-Wassertank angeschlossen. Im Geräteraum gibt es zudem einen C-Druckabgang für den Schnellangriff.

 

Ein wichtiges Anliegen der Verantwortlichen der Feuerwehr Roggden-Hettlingen war auch die Beleuchtung des Fahrzeugs. Gerade bei Einsätzen auf der Staatsstraße ist sowohl die Verkehrswarneinrichtung als auch die Umfeldbeleuchtung samt pneumatisch ausfahrbarem Lichtmast ein großer Gewinn – sowohl in punkto Sicherheit als auch für das Arbeiten an der Einsatzstelle. Trotz der umfangreichen Ausstattung des Fahrzeugs ist das auf einem MAN TGL Fahrgestell aufgebaute TSF-W mit 2,35 Metern Breite ein sehr kompaktes Fahrzeug, das mit hoher Wendigkeit besticht und auch mit engen Gassen oder schmalen Straßen keine Probleme hat.

 

Mit dem neuen TSF-W der Compact Line von Rosenbauer hat man in Roggden ein Fahrzeug mit einem breiten Einsatzspektrum, das zusätzlich den Einsatzkräften viel Komfort bietet. „Das Fahrzeug und die Ausrüstung bietet zum einen bestmöglichen Schutz für die Mannschaft, zum anderen können wir im Ernstfall der Bevölkerung schneller und effektiver helfen“, zeigt sich Kommandant Christian Mayrböck hochzufrieden mit dem neuen Fahrzeug.