Der AT: Seit 20 Jahren unverzichtbar

Vor mittlerweile mehr als 20 Jahren wurde der erste AT ausgeliefert. Und er steht immer noch im Dienst. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Mühllacken (Oberösterreich) überzeugt das Rüstlöschfahrzeug nach wie vor bei verschiedensten Einsätzen – vom wochenlangen Dauereinsatz bei Hochwasser bis hin zu Bränden und Verkehrsunfällen.

 

Großbrände, Hochwasser, Verkehrsunfälle. Der allererste  AT von Rosenbauer hat seit seiner Indienststellung vor mehr als 20 Jahren viel erlebt. Und er hat sich dabei vom ersten Tag bis heute bewährt. Es war das revolutionäre Gesamtkonzept, das die Verantwortlichen der Feuerwehr Bad Mühllacken damals (im Jahr 1994) vom AT überzeugte. Die Technik und die Ausführung des Fahrzeugs setzten neue Maßstäbe. Erstmals konnte eine abgekapselte Pumpenanlage eingebaut werden. Die umfassenden Beladungsmöglichkeiten spielten bei der Kaufentscheidung ebenso eine wichtige Rolle wie die kompakte Bauweise und das gute Fahrverhalten. Und auch die Mannschaftskabine mit den Halterungen für die Pressluftatmer und die ausklappbaren Aufstiegstreppen brachten für die Einsatzkräfte einen bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Komfort.

Gerüstet für alle Fälle

Die Feuerwehr Bad Mühllacken wird pro Jahr etwa 90 Mal alarmiert. Die umfassende Ausrüstung macht es möglich, dass mit dem Rüstlöschfahrzeug (RLFA 2000) fast alle der anfallenden Einsätze bewältigt werden können. Sowohl für Brandeinsätze als auch für technische Einsätze ist man mit dem AT sehr gut gerüstet. Im Einsatzbereich der Feuerwehr Bad Mühllacken spielt auch die kompakte Bauweise eine wichtige Rolle. Es gibt viele Engstellen und Güterwege, die aber mit dem AT problemlos befahren werden können. „Am meisten schätzen wir die einfache Bedienung des Fahrzeugs und vor allem der Einbaupumpe. Durch die automatisierte Anlage können sich unsere Maschinisten auch um andere Tätigkeiten während des Einsatzes kümmern, was in Zeiten von Personalknappheit einen enormen Vorteil bedeutet“, sagt DI (FH) Thomas Poxrucker, Gerätewart der Feuerwehr Bad Mühllacken.

Viel Leistung und viel Ausrüstung

Bei Brandeinsätzen hat sich die eingebaute Löschtechnik schon oft bewährt. Die 80 bzw. 60 m Schnellangriffseinrichtungen leisten bei Klein- und Entstehungsbränden wertvolle Dienste. „Bei Großbränden von landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben sind die große Pumpenleistung und die Schaum-Schnellangriffsleitung unverzichtbar“, beschreibt Rudolf Gattringer, Kommandant der Feuerwehr Bad Mühllacken. Auch bei Brandeinsätzen in einem großen Abfallverwertungsbetrieb konnte der AT mit seiner Leistungsfähigkeit zeigen, warum er auf der ganzen Welt zu den beliebtesten Feuerwehrfahrzeugen gehört. Bei technischen Einsätzen greifen die Feuerwehrleute von Bad Mühllacken oft auf die Seilwinde zurück. Das RLFA 2000 bietet leistungsstarke Löschtechnik gepaart mit umfangreicher Ausstattung. Für die Feuerwehr Bad Mühllacken ist das Fahrzeug rasch unverzichtbar geworden.

Ein Monat im Dauereinsatz

Der wohl schwierigste und aufwändigste Einsatz in der Geschichte der Feuerwehr Bad Mühllacken war auch ein Härtetest für den AT: Während des Hochwassers im Jahr 2002 stand das RLFA 2000 über ein Monat lang tagtäglich mehr als zwölf Stunden im Dauereinsatzund hat unter schwierigsten Bedingungen äußerst wertvolle Dienste geleistet. „Wir konnten uns damals und auch heute auf die Qualität von Rosenbauer verlassen“, so Kommandant Rudolf Gattringer.

 

Die Anschaffung des ersten AT, der nunmehr seit über 20 Jahren seinen Dienst versieht, war nicht nur für die Feuerwehr Bad Mühllacken ein Meilenstein. Mit dem revolutionären Konzept des AT hat Rosenbauer ein multifunktionales Fahrzeug entwickelt, dessen Erfolgsgeschichte der beste Beweis für die Qualität und die Einsatztauglichkeit ist. Bis der AT serienmäßig produziert werden konnte, war natürlich viel Entwicklungsarbeit nötig. Wie man von der ersten Idee zur Serienreife gelangt ist, gibt es im nächsten Newsletter zum Nachlesen: Nämlich in Form eines Interviews mit einem Mitarbeiter von Rosenbauer, der bei der Produktion des ersten  AT maßgeblich beteiligt war.