Zehn Feuerwehren – ein System: Einsatzmanagement mit EMEREC

Aurich ist auf den ersten Blick eine ganz normale niedersächsische Kreisstadt. In punkto Feuerwehrwesen unterscheidet sie sich aber von vielen anderen Städten dieser Größe: Während es in diesen oft nur eine große, zentral gelegene Feuerwache gibt, übernehmen in Aurich gleich zehn Ortsfeuerwehren die Aufgabe des Brandschutzes. Bei der Koordination der Einsätze spielt dabei das mobile Einsatzmanagementsystem EMEREC eine entscheidende Rolle.

 

Auf fast 200 km² Fläche erstreckt sich die Stadt Aurich in Niedersachsen - dementsprechend groß sind die Entfernungen zwischen den einzelnen Stadtteilen. Auch von den zentral gelegenen Vierteln bräuchte die Feuerwehr mehr als 15 Minuten zu Einsätzen in den Außenbezirken. Zu lange für Personen, die sich in akuter Gefahr befinden.

 Eine Stadt, viele Feuerwehren

Seit 2008 verfolgt man in Aurich einen neuen Weg: Über die 21 Ortsteile sind zehn Feuerwehren verteilt, um jede Stelle der Stadt binnen weniger Minuten erreichen zu können. Dabei ist jede Ortsfeuerwehr so ausgerüstet, dass sie kleinere Einsätze alleine bewältigen kann. Bei größeren Herausforderungen können andere Ortsfeuerwehren nachalarmiert werden. Auch spezielle Fahrzeuge und Ausrüstung sind auf die verschiedenen Wachen im Stadtgebiet verteilt. Bei der Alarmierung spielt das Einsatzmanagementsystem EMEREC von Rosenbauer eine wichtige Rolle.

 Alle Infos auf einen Blick

Wenn die Feuerwehr zum Einsatz eilt, hat sie in der Feuerwache dank des EMEREC Alarm Monitors (EAM) gleich alle Infos zur Verfügung: Um welchen Einsatz handelt es sich? Wo befindet sich der Einsatzort? Ein Blick auf den EAM genügt, um diese und andere Fragen beantworten zu können. Besonders praktisch ist der EAM auch für den Einsatzleiter: Per EMEREC-App für Smartphones kann man sich für einen Einsatz an- oder abmelden. Die Kameraden wissen dann, wer kommt und vor allem, wie viele Kräfte überhaupt ausrücken können. Der Einsatzleiter kann so rasch entscheiden, ob er weitere Ortsfeuerwehren nachalarmieren muss. Die Hauptalarmierung erfolgt nach wie vor per Sirene und Pager, zusätzlich können die Feuerwehrmitglieder aber auch per EMEREC-App benachrichtigt werden.

 Vernetztes Arbeiten zwischen den Feuerwehren

Gerade bei größeren Einsätzen kommen die Vorzüge von EMEREC voll zum Tragen. Durch die Vernetzung stehen allen alarmierten Ortsfeuerwehren jederzeit die gleichen aktuellen Informationen zum Einsatz zur Verfügung. Das vereinfacht die Zusammenarbeit mehrerer Einheiten enorm und auch für den Einsatzleiter bietet EMEREC eine enorme Arbeitserleichterung: In Sekundenschnelle sind Brandschutzpläne zur Hand, die KFZ-Rettungskarten-Datenbank kann geöffnet oder Informationen zu gefährlichen Gütern beschafft werden.

 Großbrände, Gasaustritte und Gefahrguteinsätze

Aurich hat als eine der ersten Feuerwehren Deutschlands bereits 2010 auf EMEREC gesetzt. Seither hat sich das mobile Einsatzmanagementsystem oftmals bewährt. Etwa 450 Mal rücken die Ortsfeuerwehren pro Jahr aus - der Großteil entfällt auf technische Einsätze. Eine besondere Herausforderung für die Feuerwehren stellen die beiden großen Industriebetriebe im Norden und Süden der Stadt dar. Im 80 Hektar großen Industriegebiet Nord sind nicht nur Chemieunternehmen und metallverarbeitende Produktionsbetriebe, sondern auch der größte deutsche Windkraftanlagen-Hersteller ENERCON mit weltweit über 18.000 Mitarbeitern angesiedelt. Und auch im Süden der Stadt gibt es viele Produktionsbetriebe, u.a. aus der Chemie-Branche.

 

Neben Einsätzen wie kleineren Bränden oder Verkehrsunfällen werden die verschiedenen Ortsfeuerwehren von Aurich auch immer wieder zu herausfordernden und schwierigen Einsätzen ausrücken. Großbrände, Gefahrgutaustritte in den Industriebetrieben oder ein Gasaustritt in einer Schule sind nur einige Beispiele dafür. Hierbei konnte sich EMEREC schon oft bewähren - sei es für die unkomplizierte Informationsbeschaffung oder die Koordination der verschiedenen Feuerwehren bei Großeinsätzen.