Praxistipp: Wespennest-Entfernung mit der Drehleiter

Sie sind weder auf der Terrasse, noch auf dem Balkon gern gesehene Gäste: Wespen. Ein Wespennest in der Nähe kann nicht nur lästig werden, es birgt auch Gefahren – vor allem für Kinder und Allergiker. Die Entfernung von Wespennestern ist oft Aufgabe der Feuerwehr. Dazu ist manchmal der Einsatz einer Drehleiter notwendig. Hier ein paar wichtige Tipps zur sicheren Bewältigung solcher Einsätze.

 

In Rolllädenkästen, unter dem Dachvorsprung oder unter den Dachziegeln – Wespen bauen ihre Nester zumeist an nicht ganz einfach zugänglichen Stellen. Wenn man mit der Drehleiter zur Nestentfernung ausrückt, dann sollten einige wesentliche Dinge unbedingt beachtet werden.

  • Wie bei jedem Einsatz mit der Drehleiter muss vor dem Aufstellen der Untergrund genau beurteilt werden. Prekäre Untergründe wie z.B. Wiesen sind grundsätzlich nicht für das Aufstellen von Hubrettungsgeräten geeignet. Sie müssen im Einzelfall vom Maschinisten beurteilt werden. Auf alle Fälle sind auf solchen Flächen Unterlegplatten zur Bodendruckminderung zu nutzen.
  • Für die Entfernung von Wespennestern ist das Tragen einer Schutzausrüstung (Imker-Schutzkleidung) unerlässlich. Ist bei der Feuerwehr so etwas nicht vorhanden, sollte der Kontakt zu Imkern oder Schädlingsbekämpfern aufgenommen werden. Diese können nicht nur mit professioneller Ausrüstung, sondern oft auch mit fachlichem Rat zur Seite stehen.
  • Bei der Entfernung von Insektennestern sind die nationalen Tierschutzgesetze zu beachten. Je nach Gesetzeslage kann es sein, dass die Nester nicht oder nur auf gewisse Art und Weise entfernt werden dürfen.
  • Der Maschinist muss sich bei der Steuerung innerhalb der freigegebenen Grenzen des Hubrettungsgerätes bewegen. Ein Überfahren von Sicherheitseinrichtungen ist grundsätzlich nicht erlaubt und gerade bei solchen Einsätzen, wie der Entfernung eines Wespennests, erst recht nicht angebracht.
  • Der Maschinist sollte den Korb mit sachten und langsamen Bewegungen bewegen, um die Insekten nicht aufzuschrecken.
  • Das benötigte Werkzeug und andere Materialien zur Entfernung eines Nests sollten im Korb mitgeführt werden, um ohne Unterbrechungen arbeiten zu können. Alle Gegenstände müssen ebenso gegen Herunterfallen gesichert sein, um am Boden arbeitende Kameraden nicht zu gefährden.
  • Bei der Entfernung des Nests können die Wespen (und andere Insekten) aufgeschreckt werden. Dadurch kann sich auch der Gefahrenbereich vergrößern. Dementsprechend sollten Vorkehrungen für den Schutz der Mannschaft und anderer Personen im Einsatzbereich getroffen werden.
  • Ist das Nest einmal entfernt und die Wespen (oder andere Insekten) gefangen, muss entsprechend der nationalen Tierschutzvorschriften gehandelt werden. In manchen Ländern werden die Insekten zum Beispiel an anderen Orten wieder ausgesetzt.

Optimales Arbeiten auch an schwer zugänglichen Stellen

Auch bei solchen Einsätzen, wie der Entfernung eines Wespennests, kann die Drehleiter L32A-XS 2.0 von Rosenbauer ihre Vorzüge ausspielen. Ein großer Vorteil ist etwa, dass die gesamte Front des Arbeitskorbs entfernt werden kann, um ein ungehindertes Arbeiten zu ermöglichen. Die Kameraden im Korb müssen sich in diesem Fall gegen einen Absturz sichern. Mit der L32A-XS 2.0 lassen sich dank des Gelenkteils im Leitersatz auch schwierig zu erreichende Stellen ansteuern. Während andere Drehleitern vor allem bei niedrigen Rettungshöhen im ersten oder zweiten Stock oder bei Einsätzen in engen Altstadtbereichen oft an ihre Grenzen stoßen, kann die L32A-XS 2.0 auch in solchen Situationen dank des Gelenkteils am Leitersatz mit ihrer Beweglichkeit und dem geringen Platzbedarf punkten.

 

Bei vielen Feuerwehren sind Entfernungen von Insektennestern Routineeinsätze. Dennoch sollten die Gefahren (z.B. Einsätze in großer Höhe, Insektenstiche etc.) nicht unterschätzt werden. Nachdem von den Nestern selten akute Gefahr ausgeht, sollte man sich genügend Zeit nehmen, um alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Der Eigenschutz und der Schutz der Kameraden sollte oberste Priorität genießen, um aus einem Routineeinsatz keine gefährliche Situation werden zu lassen.