Die härtesten zwei Minuten

In voller Schutzbekleidung und mit Atemschutz kommt man schnell ins Schwitzen. Mit der gesamten Ausrüstung auch noch kilometerweit zu laufen mag für viele unvorstellbar sein. Doch genau das machen der Südafrikaner Henco Swart und seine Kollegen. Sie bereiten sich damit auf die „härtesten zwei Minuten“ vor: dem Wettbewerb zum „Toughest firefighter alive“.


Bei Laufveranstaltungen in der südafrikanischen Provinz Gauteng rund um Johannesburg erregen sie immer wieder großes Aufsehen: Wenn Henco Swart, Dewald Meintjes, Gary Kaufmann, Marco van Vuuren und Scott Liebenberg in der kompletten persönlichen Schutzausrüstung (PSA) an der Startlinie stehen, sind meistens alle Blicke auf sie gerichtet. Wenn sie gefragt werden, warum sie sich das antun, haben sie schnell die Antwort parat: Als Vorbereitung für einen der härtesten Wettkämpfe der Welt.

Das Rosenbauer Performance Team South Africa

Henco Swart und seine Kollegen bilden das „Rosenbauer Performance Team South Africa“. Sie nehmen an Feuerwehrwettkämpfen teil – und das mit großem Erfolg. Beim größten und prestigeträchtigsten Bewerb in Südafrika – dem „Toughest firefighter alive“ in Kapstadt – hat das Team letztes Jahr den zweiten Platz belegt. Heuer soll der Sieg her. Und dafür wird hart trainiert.


Bei den Bewerben müssen die fünf Männer, die zum Teil hauptberuflich und zum Teil ehrenamtlich Feuerwehrmänner sind, härteste Aufgaben bewältigen. Die Teilnahme an Laufbewerben soll die Körper auf die Belastung vorbereiten. „Man muss sich an das Laufen in kompletter Ausrüstung gewöhnen. Man schwitzt viel stärker und manche Körperteile – etwa der Nacken – werden durch das Tragen von Helm und Pressluftatmer ganz anders belastet“, sagt Henco Swart. Die fünf Feuerwehrmänner stählen ihre Körper auch mit regelmäßigem Krafttraining und nicht zuletzt bei Einsätzen und Übungen mit ihren Feuerwehren.

 

Fünf fordernde Aufgaben

Die Wettkämpfe verlangen den Männern alles ab: Zuerst müssen die Stufen eines fünfstöckigen Turms mit einem Schlauch am Rücken hinaufgelaufen werden. Dann muss ein aufgerollter Schlauch per Seil hinaufgezogen werden. Nachdem man vom Turm wieder hinuntergelaufen ist, nimmt man einen Vorschlaghammer. Mit diesem muss ein stählerner I-Träger mit einem Meter Länge Schlag für Schlag einen halben Meter weit bewegt werden. Wurde diese Aufgabe bewältigt, muss man mit einem gefüllten Schlauch 30 m weit laufen und auf ein Ziel spritzen. Zu guter Letzt wartet eine 90 kg schwere Puppe, die vom Feuerwehrmann 30 m weit bis zur Ziellinie gezogen werden muss.

 

Und wären diese Aufgaben nicht schon herausfordernd genug, müssen sie auch noch in der kompletten PSA inklusive angeschlossenem Pressluftatmer bewältigt werden. Nicht nur der Körper, auch die Psyche wird dabei voll beansprucht: „Man muss seine persönlichen Grenzen überwinden und immer weitermachen, auch wenn dein ganzer Körper schon schmerzt“, beschreibt Henco Swart die enorme Herausforderung.

 

Ausrüstung ist nicht gleich Ausrüstung

Swart und seine Kollegen vertrauen auf die persönliche Schutzausrüstung von Rosenbauer. Möglichst wenig Gewicht und möglichst viel Bewegungsfreiheit – das sind für die fünf Männer die großen Vorteile der Rosenbauer Schutzausrüstung. „Unsere alte PSA war schwer und unbequem. Jetzt passen die Stiefel besser, der Helm sitzt, die Schutzbekleidung ist viel leichter und die Beweglichkeit eine ganz andere. Mit der PSA von Rosenbauer können wir uns schneller bewegen und mit höherem Tempo länger durchhalten“, ist Henco Swart von den Vorzügen der Schutzausrüstung überzeugt.

 

Das große Ziel: Die Interschutz 2020

Das Rosenbauer Performance Team verfolgt ehrgeizige Ziele. Nach dem letztjährigen zweiten Platz beim „Toughest firefighter alive“ in Kapstadt will man heuer den Sieg in der Teamwertung holen. In weiterer Folge wollen die fünf Feuerwehrmänner auch internationale Wettbewerbe bestreiten. Der große Traum: An Bewerben in den USA und bei der nächsten Interschutz im Jahr 2020 teilnehmen. Bis dahin wird man sie wohl noch oft an der Startlinie von Laufbewerben sehen – in kompletter Schutzausrüstung von Rosenbauer.