Daimler setzt auf Rosenbauer

Eine echte Weltpremiere: Zum ersten Mal gibt es den AT auf dem dynamischen Mercedes Antos-Chassis. Konzipiert wurde diese Synthese aus österreichischer und deutscher Engineering-Excellence für die Werkfeuerwehr der Daimler AG. Sechs AT wurden als Hilfeleistungslöschfahrzeuge an die Werksstandorte Stuttgart-Untertürkheim und Sindelfingen nach Deutschland geliefert. Somit kam ein Teil des AT quasi ins Mutterschiff zurück.

Seit 2012 wird das LKW-Fahrgestell von Mercedes-Benz hergestellt. Die Entscheidung, den AT erstmals auf dem Antos-Chassis zu realisieren, traf Rosenbauer vor allem auch, um die spezifischen und individuellen Anforderungen der deutschen Feuerwehrleute optimal zu erfüllen. Das überzeugte die Daimler Werkfeuerwehr: „Sieben unserer 19 Einsatzfahrzeuge sind bereits von Rosenbauer. Die neuen AT bieten mit ihrer Fahrgestellvariante die Möglichkeit, äußerst variabel aufzubauen. Sehr wichtig war uns auch die Umsetzung der Abgasnorm Euro 6. Hinzu kommt, dass das Chassis mit seinem kleineren Führerhaus einen besseren Einstieg durch die schräg nach hinten verlaufenden Steigstufen hat. In Summe konnte mit dem Fahrgestell ein Optimum an Platz, Gewichtsverteilung und Fahrsicherheit erreicht werden.“

Der AT für Deutschland – noch flexibler, noch leistungsstärker, noch vielseitiger.

Vor allem bei technischen Einsätzen oder Brandsituationen sind die neuen AT auf den Mercedes Werksgeländen in Stuttgart-Untertürkheim und Sindelfingen gefordert. Damit sie den deutschen Hilfeleistungslöschfahrzeugen entsprechen, wurden sie mit einer deutlich über die Norm hinausgehenden Ausstattung versehen:

  • Leistungsstarke Löschtechnik: Die Feuerlöschpumpe N45 fördert bis zu 4.500 l/min. Damit haben die Fahrzeuge doppelte Löschleistung. Die Löschmitteltanks sind mit 2.500 l Wasser und 200 l Schaummittel größer dimensioniert als bei Normfahrzeugen. Für die Schaumerzeugung steht ein elektrisch angetriebenes und elektronisch geregeltes Additiv-Druckzumischsystem DIGIMATIC 42 mit großer Spreizung zur Verfügung. Die Fahrzeuge sind mit einem Wasser-/Schaumwerfer ausgestattet, der bis zu 3.000 l/min Wasser bei einer Wurfweite von bis zu 70 m ausbringt.
  • Moderne Beleuchtungstechnik: Von der Mannschaftsraum- über die Geräteraum- und Umfeld- Beleuchtung bis hin zu den Manövrierscheinwerfern an den Spiegeln ist die gesamte Lichttechnik in LED ausgeführt.
  • Hohe Beladekapazität: Beladen sind die Fahrzeuge mit umfangreicher Ausrüstung für Lösch- und technische Hilfeleistungseinsätze nach DIN 14530-27. Sie verfügen über Seilwinde, CAFS System, Einbaugenerator und Leiterabsenkvorrichtung. Darüber hinaus haben sie mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 t zusätzliche Beladekapazitäten zur Mitnahme spezifischer Spezialausrüstung.
  • Volle Power: Serienmäßiger Sechszylinder-Common-Rail-Dieselmotor (Euro-6-Abgasnorm) mit 315 kW (428 PS) bei 1.800 1/min. Die Kraftübertragung erfolgt über ein vollautomatisches Powershift-Getriebe mit 12 Gängen.

Rosenbauer und Mercedes-Benz – hier treffen führende Innovatoren ihrer Branchen zusammen. Die Premiumklasse der Hilfeleistungslöschfahrzeuge von Rosenbauer kombiniert mit dem LKW-Meilenstein von Mercedes ergibt einen maßgeschneiderten AT für die individuellen Ansprüche der deutschen Werkfeuerwehr. „Das absolute Highlight der neuen HLF sind für uns die zentrale Wasserachse, die mit einer ‚Schnellangriffseinrichtung Wasserversorgung‘ kombiniert wurde. Hier hat Rosenbauer eine, auf das Wasserversorgungssystem in unseren Werken perfekt abgestimmte, Lösung entwickelt.“ resümiert die Werkfeuerwehr der Daimler AG.