Wenn der Wüstensand zur Falle wird

Einsatz mit dem Tugging Winch Vehicle in Saudi Arabien

Wer Saudi Arabien hört, der denkt wahrscheinlich an endlose Wüsten, Ölquellen oder Kamele – und eher nicht an Regen. Gerade Überschwemmungen sind aber für die nationale Zivilschutzorganisation Civil Defense regelmäßig eine große Herausforderung. Zwei kräftige Seilwinden, ein Kran und die Geländegängigkeit eines Abschlepp- und Bergefahrzeugs sorgen dafür, dass schwierige Einsätze in der Wüste gemeistert werden.

 

60.000 Mann und 5.500 Fahrzeuge aufgeteilt auf ca. 600 Feuerwehrstationen sind in Saudi Arabien für den Brand- und Zivilschutz verantwortlich. Ein Großteil der 2,1 Millionen km2  Landesfläche sind Wüste – und genau das ist auch eine große Herausforderung bei vielen Einsätzen. Schon bei Trockenheit ist der Wüstensand ein tückischer Untergrund. Bei Regen verwandelt sich der Sand aber in nahezu undurchdringlichen Schlamm. Durch die Klimaveränderung ist auch die Arabische Halbinsel seit einigen Jahren immer öfter von starken Regenfällen betroffen. In den letzten sechs Jahren hat es so viel geregnet wie in den vorangegangenen 50 Jahren zusammen. Immer wieder gibt es nach solchen Regenfällen auch großräumige Überflutungen. Die Civil Defense hat sich für diese Katastrophen gerüstet: Zur Menschenrettung sind hauptsächlich im Landesinneren mehr als 1.000 Zodiac Rettungsbote stationiert. Autos, LKWs und alles was sonst im Schlamm stecken bleibt, wird von den Abschlepp- und Bergefahrzeugen herausgezogen, nachdem sich das Wasser zurückgezogen hat.

Hervorragende Geländegängigkeit

Das Abschlepp- und Bergefahrzeug von Rosenbauer ist auf diese Herausforderung bestens vorbereitet: Der 8x8 Allradantrieb und die überbreiten Geländereifen sorgen für Vortrieb auch in unwegsamem Gelände. Wo andere Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen, sorgen die über 400 PS des Mercedes-Benz Motors noch für kräftigen Vortrieb. Und genau das ist auch notwendig für diese Einsätze. Wenn nach kräftigen Regenfällen LKWs und Fahrzeuge aus dem Schlamm gezogen werden müssen, dann zeigt das Abschlepp- und Bergefahrzeug seine Vorzüge.

Power-Paket

Mit dem Abschlepp- und Bergefahrzeug können auch echte Schwergewichte aus misslichen Lagen befreit werden. Eine Seilwinde mit 30 t und eine Winde mit 20 t Zugkapazität sorgen in Kombination mit dem extrem massiven Hubarm dafür, dass auch tonnenschwere Fahrzeuge wie zum Beispiel LKWs bewegt werden können. Der 15 mt Palfinger Kran erweitert zusätzlich die Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeugs. Bei der Civil Defense hat sich das Tugging Winch Vehicle bestens bewährt – und zwar so gut, dass bereits 150 dieser Fahrzeuge im Einsatz stehen und noch 88 weitere ausgeliefert werden.

Von Fahrzeugbergung bis Kamelrettung

Neben den Großeinsätzen nach Überschwemmungen spielt das Abschlepp- und Bergefahrzeug auch bei vielen alltäglichen Einsätzen seine Vorzüge aus. Immer wieder gibt es Abstürze in natürliche oder gegrabene Brunnenlöcher. Und auch wegen Kamelen wurden diese Fahrzeuge schon häufig alarmiert. Die „Wüstenschiffe“ brechen häufig durch Decken alter, desolater Gebäude und landen in darunterliegenden Abwasserbehältern oder Zisternen. Dank der Zugkraft des Abschlepp- und Bergefahrzeugs konnten schon viele Tiere gerettet werden. Mit dem Abschlepp- und Bergefahrzeug hat die Civil Defense ein vielseitig einsetzbares und äußerst geländegängiges Fahrzeug zur Verfügung, das auch härteste Einsätze bei Hitze, Staub und Schlamm souverän meistert.