Praxistipp: Bereit für den Winter?

Ist der Fuhrpark wintertauglich?

Ein verkehrstüchtiges Fahrzeug ist natürlich das ganze Jahr über wichtig – im Winter kommen aber ein paar zusätzliche Faktoren hinzu, auf die man achten muss. Man sollte rechtzeitig kontrollieren, ob alle Flüssigkeiten (Wischwasser, Kühlmittel, Motoröl,…) auch für die tiefen Temperaturen des Winters geeignet sind. Auch die Bereifung der Feuerwehrfahrzeuge sollte man überprüfen. Passt der Reifendruck? Haben die Reifen noch genügend Profil? Haben sie die maximale Lebensdauer schon überschritten? Auch wenn das Profil noch ausreichend tief ist, müssen Reifen nach circa 10 Jahren getauscht werden. In manchen Ländern ist das auch gesetzlich vorgeschrieben.

Frostschäden vorbeugen – schmieren und einfetten

Um Frostschäden vorzubeugen und die Leichtgängigkeit aufrecht zu erhalten, sollten alle Gummilippen von Rollläden, Türen, Fenstern etc. mit Silikonspray, Glycerin oder Hirschtalg gepflegt werden. Es kann auch nicht schaden, wenn man die Schlösser am Fahrzeug  und Rollläden einölt, um sie vor dem Einfrieren zu bewahren. Ist eine Einbauseilwinde vorhanden, sollte man das Seilwindenseil mit einem speziellen Seilöl pflegen und blanke Teile der Seilwinde entsprechend einfetten, um sie vor Rost zu schützen. Auch die Umlenkrollen vertragen eine gute Portion mit der Fettpresse. Teleskop-Lichtmasten sollten ebenso mit Silikonspray behandelt werden, damit sie auch im Winter leichtgängig ein- und ausfahren – jedoch bitte nicht mit anderen Schmiermitteln behandeln, denn die Dichtungen sind gegen die meisten Additive sonstiger Schmiermittel nicht resistent.

Wasserführende Teile entleeren bzw. mit Frostschutz versehen

Frost und Wasser sind keine gute Kombination. Deshalb sollten alle wasserführenden Teile im Geräteraum entleert werden. Das gilt auch für die Tragkraftspritze. Außerdem gehören der Ölstand und die Batterie der Tragkraftspritze kontrolliert. Selbiges gilt auch für die vorhandenen Stromerzeuger. Bei einer Ausstattung mit dem Höchstdrucklöschsystem UHPS ausgestattet zu sein, sollte man darauf achten, dass der notwendige Frostschutz eingefüllt ist. Dieser muss nach Gebrauch immer wieder nachgefüllt werden.

Geräte kontrollieren

Im Winter ist leider auch erhöhte Unfallgefahr. Deshalb sollten alle hydraulischen Rettungsgeräte rechtzeitig darauf überprüft werden, ob sie funktionstauglich und mit einer gültigen Plakette versehen sind. Seilwinden müssen je nach landesspezifischer Vorgabe in regelmäßigen Abständen von einem fachkundigen Ziviltechniker geprüft werden. In diesem Fall kann man sich jederzeit an den Rosenbauer Servicetechniker wenden.

Ist das Fahrzeug mit einer Tankheizung ausgestattet, sollte man diese vor dem Wintereinbruch einmal aktivieren. Treten dabei Probleme auf, informieren Sie den Rosenbauer Kundendienst.
Beachten Sie, dass in der kalten Jahreszeit Winterdiesel für den Treibstofftank benötigt wird. Sorgen Sie rechtzeitig vor und denken Sie auch an (Reserve-)Kanister!

Auch die vorhandenen Motorsägen sollten vor dem Winter nochmals gewartet werden. Es könnte notwendig sein, ein Loch für die Tragkraftspritze in eine Eisdecke zu schneiden. Außerdem kommt es im Winter oftmals zu Situationen (Schneedruck, Eisregen, etc.), in denen Bäume aus dem Weg geschafft werden müssen.

Besonders wichtig im Winter: Die Beleuchtung

Besonders wichtig ist in der dunklen Jahreszeit die Beleuchtung. Das gilt sowohl für alle verkehrsrelevanten Lichter am Fahrzeug als auch für die Beleuchtung der Geräteräume und jene Beleuchtungsmittel, die zur Absicherung und Ausleuchtung einer Einsatzstelle benötigt werden. Deshalb ist es sinnvoll, alle Lampen zu kontrollieren und bei Bedarf auszutauschen. Unfälle in der Dämmerung und in den Nachtstunden sind im Winter keine Seltenheit. Dementsprechend oft werden auch die Gerätschaften zur Absicherung (Blitzlampen, Absperrband, Winkerkelle, etc.) benötigt. Auch hier lohnt es sich, alles auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen und fehlende Ausrüstung zeitgerecht zu ergänzen. Jeder sollte außerdem seine persönliche Schutzausrüstung überprüfen und wintertauglich machen: Ein warmes Paar Socken in den Stiefeln und eine Haube, die man unter dem Helm tragen kann, sind an kalten Wintertagen oft Gold wert.