Praxistipp: Einsatz bei winterlichen Verhältnissen

Schneeketten

In schneereichen Regionen sind bei vielen Feuerwehren die Schneeketten während des Winters sowieso immer an den Fahrzeugen angebracht. Aber auch in tiefergelegenen Regionen kann es Wintereinbrüche geben, deshalb ist es hilfreich die Schneeketten immer griffbereit zu haben. Von Vorteil ist es auch, den Wetterbericht zu verfolgen um auf Schnee und Eis vorbereitet zu sein.

Mit nur wenigen Schritten können Sie dem Wintereinbruch im Bezug auf Schneketten gelassen entgegen sehen:

  • Welche Ketten gehören zu welchen Fahrzeugen?
  • Passen die Schneeketten zur Bereifung? Das spielt vor allem bei neuen Reifen eine Rolle. Selbst wenn die gleiche Dimension verwendet wird, kann es bei anderen Fabrikaten sein, dass die Schneeketten nicht mehr passen
  • Gibt es fehlende Glieder? Sind Glieder bereits durchgewetzt oder knapp davor? Wenn ja: beim Fachhändler reparieren lassen oder neue Ketten ankaufen

Die Feuerwehrfahrzeuge sollten an der Antriebs- und der Lenkachse mit Schneeketten versehen werden und stehen so für den Einsatz sofort zur Verfügung. Wenn die Fahrzeuge über den Winter mit angelegten Schneeketten im Feuerwehrhaus stehen, ist ein Schutzbelag  oder ein ausgelegter Teppich sehr bodenschonend.

Aufstellen von Hubrettungsfahrzeugen

Hat der Maschinist das Hubrettungsfahrzeug sicher an den Einsatzort gebracht, erwartet ihn dort schon die nächste Herausforderung: Schnee und Eis beim Aufstellen und während des Einsatzes:

  • Die Flächen unter der Abstützung und der Vorderachse sollten schnee- und eisfrei sein. Bei Bedarf muss man mit einem Spaten o.ä. dafür sorgen. Gleichzeitig wird die Untergrundbeschaffenheit erkundet und geprüft ob das Hubrettungsfahrzeug auch dort sicher platziert werden kann. Es ist davon abzuraten auf der Fläche im Bereich der Abstützung Streugut auszubringen da es die Reibung erheblich herab setzt.
  • Wasser muss bei kalten Temperaturen immer in Bewegung bleiben. Wenn man die Leitung zum Rettungskorb nicht benutzt, soll die Leitung möglichst rasch nach unten entwässert werden. Bei Leitungen wo das nicht möglich ist (z.B. Versorgungsleitung zur Drehleiter), soll immer ein Wasserdurchfluss (sprich Bewegung) garantiert sein.
  • Wenn Löschwasser am Einsatzort austritt und dort gefriert, können sehr gefährliche glatte Stellen entstehen. Präventiv sollen zum Schutz der Feuerwehrleute diese Flächen mit Streumittel versehen werden. Streumittel oder Salz gehören deshalb im Winter zur fixen Ausstattung der Fahrzeuge. Ein guter und sicher verschließbarer Aufbewahrungsbehälter können alte, gut getrocknete Schaummittel-Kanister sein. So wird wirkungsvoll Korrosion im Aufbau verhindert und das Streumittel ist gut auszubringen.