„Der RT ist optimal an unsere Bedürfnisse angepasst“


Das Kürzel RT steht für „Revolutionary Technology“ – und diesem Begriff werden die hybriden Kommunalfahrzeuge von Rosenbauer vollauf gerecht. Bahnbrechende Neuerungen machen den RT zum modernsten Einsatzfahrzeug der Welt und bringen die Zukunft auf die Straße. Bei der Berliner Feuerwehr konnte man sich in den vergangenen Monaten davon eindrücklich überzeugen.

Seit September 2020 wurde das „Elektrische Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug“ (eLHF) von der Berliner Feuerwehr erprobt, seit Februar 2021 steht das durch EU-Fördermittel (EFRE) kofinanzierte eHLF im regulären Einsatzdienst: Seither hat sich der RT von Rosenbauer bei über 600 Einsätzen bewährt – von der technischen Hilfeleistung bis hin zum herausfordernden Brandeinsatz. „Die Alarmierungsstichworte waren – für Berlin typisch – sehr breit gefächert: Vom Fehlalarm über medizinische First Responder Einsätze bis hin zum anspruchsvollen, mehrstündigen Dachstuhlbrand“, schildert Jens Klink, Produktmanager für Löschfahrzeuge und Drehleitern bei der Berliner Feuerwehr.

Reibungsloser elektrischer Betrieb

Der Großteil dieser Einsätze konnte mit rein elektrischem Betrieb des Hybridfahrzeugs abgearbeitet werden. Das ist nicht nur umwelt- und ressourcenschonend, sondern auch eine Erleichterung für die Mannschaft: „Der sehr leise Betrieb des Fahrzeugs wird als besonders gut empfunden. Gerade der Pumpenbetrieb ist im Vergleich zu konventionellen Löschfahrzeugen deutlich ruhiger, was vor allem den Maschinisten zugutekommt“, sagt Jens Klink. Durch den geringeren Lärmpegel könne zudem das Stressniveau an der Einsatzstelle gesenkt werden.

Im rein elektrischen Betrieb beträgt die Reichweite des RT ca. 100 Kilometer. Je nach Stromverbrauch kann das Fahrzeug dann auch an der Einsatzstelle für ca. 60-90 Minuten elektrisch betrieben werden. Bei länger andauernden Einsätzen sorgt der Dieselmotor als Range Extender für die entsprechende Versorgung. „Der längste Einsatz, ein komplizierter Dachstuhlbrand, dauerte über vier Stunden. Dabei war die Feuerlöschkreiselpumpe mehr als zweieinhalb Stunden und die verbaute Druckluftschaumanlage eineinhalb Stunden durchgängig im Einsatz“, schildert Jens Klink. Auch nach fordernden Einsätzen wie diesem sind die Batterien des eLHF der Berliner Feuerwehr durch das leistungsstarke Schnellladesystem nach ca. 30 Minuten wieder voll geladen.

Revolutionäre Fahrzeugarchitektur

Doch nicht nur der reibungslos funktionierende elektrische Betrieb gefällt den Berliner Feuerwehrleuten sehr gut: Die revolutionäre Fahrzeugarchitektur stößt ebenfalls auf Begeisterung: „Das Fahrzeug ist sehr kompakt und erfüllt mit viel Bodenfreiheit und Allradantrieb auch unsere hohen Anforderungen an die Geländegängigkeit“, sagt Jens Klink. Dazu kommt noch die durchdachte Beladungsplanung: Dadurch konnte man auf Gerätetiefraumklappen ebenso verzichten wie auf eine Beladung auf dem Dach. Sämtliche Ausrüstung ist in den insgesamt sieben Geräteräumen (sechs seitlich, einer hinten) dank COMFORT Halterungssystem sicher fixiert und kann bequem und unkompliziert entnommen werden. Die Rollläden sind zudem elektrisch bedienbar.

Die Zusammenführung von Fahrer- und Mannschaftsraum zum vollintegrierten Crew-Cockpit wird von Jens Klink ebenso als gelungene Entwicklung gesehen: „Die Kommunikation während der Einsatzfahrt wird dadurch erheblich verbessert.“ Fahrer- und Kommandantensitz können bei Bedarf gedreht werden, dahinter befinden sich jeweils zwei Sitze an der Fahrzeugseite und ein Sitzplatz ist hinten in der Kabine. Dazu kommt noch der bequeme Eintritt: Mit lediglich 26 Zentimetern Abstand zwischen Straße und Kabinenboden war es noch nie so einfach, ein Tanklöschfahrzeug zu betreten oder zu verlassen. „Der Zugang ist äußerst komfortabel gestaltet. Das Ein- und Aussteigen ist für die Einsatzkräfte – die ja teils mit schwerem Atemschutz ausgestattet sind – sehr angenehm und sicher“, ist Jens Klink begeistert. Das eLHF der Berliner Feuerwehr hat die Feuertaufe in den vergangenen Monaten eindrucksvoll bestanden. Damit zeigt sich, dass Rosenbauer mit dem RT und seinen bahnbrechenden Neuerungen bereits große Schritte in Richtung Zukunft des kommunalen Feuerwehrwesens gegangen ist.