Herausforderung Inselflughafen

Fahrzeuge für 14 griechische Airports

2015 wurde der weltweit agierende Flughafenbetreiber Fraport AG für den Zeitraum von 40 Jahren zum offiziellen Pächter von 14 griechischen Flughäfen. Zu diesen gehören neben dem Festland-Airport Thessaloniki überwiegend Flughäfen auf Ferieninseln in der Ägäis.

BUFFALO Herde im Ferienparadies

Die Fraport AG hat sich verpflichtet, bis 2021 400 Millionen Euro in diese 14 Flughäfen zu investieren. Eine Modernisierung der für den Flugbetrieb notwendigen Fahrzeugflotte ist Teil dieser Agenda. So kam es, dass 2017 der erste Auftrag für Flughafenlöschfahrzeuge ausgeschrieben wurden. Rosenbauer erhielt den Zuschlag und lieferte 2018 zunächst 10 Fahrzeuge vom Typ BUFFALO und weitere fünf 2019.

Bei den ersten zehn Fahrzeugen handelte es sich zunächst um Aufbauten auf Basis eines Scania P490. Bei den zuletzt ausgelieferten Exemplaren wurde auf das P500 Chassis mit Abgasnorm Euro 6 des schwedischen Herstellers zurückgegriffen. Konkret heißt das: 3 Achsen, 500 PS, 6-Gang-Vollwandler Automatikgetriebe und eine Doppelkabine mit Platz für fünf Personen.

Lösch- und Lichttechnik

An Löschtechnik warten die BUFFALO Modelle mit einer Pumpe vom Typ R600, einem Front- (RM15) und Dachwerfer (RM35), einem Schaumzumischsystem (RVMA) und einem 7.000-Liter-Wassertank auf. Darüber kann Wasser mit einer Förderrate von bis zu 6.500 Liter pro Minute ausgebracht werden. Außerdem sind ein 860 Liter fassender Schaumtank und ein 250 kg-Pulversystem an Bord. Für ausreichende Beleuchtung sorgt ein FLEXILIGHT Lichtmast.

Trotz des Gesamtgewichts von 30 Tonnen beschleunigen die zuletzt gelieferten BUFFALO Fahrzeuge in nur 29 Sekunden von 0 auf 80 km/h – dem gewaltigen 13-Liter-Motor mit beeindruckenden 2.550 Nm sei Dank.

5 Jahre Garantie gefordert

Auch wenn die BUFFALO natürlich über eine gewaltige Lösch- und starke Fahrleistungen verfügen: „Das Fahrzeug ist hier nicht die eigentliche Herausforderung“, gibt Marko Grabner, der Verkaufsverantwortliche für den Bereich Südosteuropa, zu bedenken. „Es ist der Service.“

Von Fraport verlangt wurden nämlich fünf Jahre Garantie, und diese sind bei isolierten Fahrzeugstandorten, die nur per Flugzeug und Fähre zu erreichen sind, eine logistische Herausforderung. Rosenbauer arbeitet in Griechenland mit Servicepartner Temax zusammen und lagert in Athen auch Ersatzteile. Dennoch kann es vorkommen, dass bestimmte Ersatzteile dringend von anderen Orten herbeigeschafft werden müssen. Die rund um die Uhr verfügbare Service-Hotline zögert zudem nicht, auch die sogenannten Flying Engineers zum Kunden zu schicken, wenn Experten vor Ort benötigt werden. „Denn im Schadensfall muss das Fahrzeug so schnell wie möglich wieder einsatzbereit sein. Dies ist für den ungestörten Flugbetrieb unbedingt erforderlich. Wir sind deshalb nach dem Verkauf genauso für unsere Kunden da wie vor dem Verkauf.“ Uneingeschränkte Funktionsfähigkeit ist also oberste Prämisse, und dafür bedarf eines weiten, kompetenten und handlungsschnellen Service-Netzes.

Fraport und Rosenbauer

Bei Fraport im Einsatz sind aber nicht nur Fahrzeuge von Rosenbauer, sondern auch Trainingsgeräte: Im unternehmenseigenen Schulungscenter des Fraport-Flughafens in Lljubljana, der sogenannte „Academy“, ist neben dem echten PANTHER auch ein PANTHER Taktiksimulator in Verwendung.

Die Bilder zeigen einen Rosenbauer BUFFALO auf dem Flughafen „Dionysios Solomos“ auf der Insel Zakynthos. 2017 starteten und landeten hier mehr als 12.000 Flugzeuge mit insgesamt knapp 1,7 Millionen Fluggästen an Bord.