Presseaussendung, 28. Oktober 2020

Maximal individuell

Maßgeschneiderte Feuerwehrfahrzeuge in neuer Modular Technology (MT)

  • Individualisierbare Großtanklöschfahrzeuge für Kommunen, Industrie und Flughäfen
  • Modulares Aufbaukonzept mit vier Grundmodulen für maximale Variabilität
  • Bedienung von Löschsystemen, Aufbaukomponenten und Geräten über einheitliche Benutzerschnittstelle 

Alles modular! Das ist die Quintessenz eines maßgeschneiderten Feuerwehrfahrzeuges. Bei der neuen MT-Baureihe wird sie Realität. Rosenbauer fertigt in der Modular Technology Fahrzeuge für Kommunen, Industrie und Flughäfen exakt nach den einsatztaktischen Bedürfnissen der Feuerwehren und ihren spezifischen Anforderungen. Die Fahrzeuge sind hochgradig individualisierbar. Sie können auf 2-, 3- und 4-achsige Serienfahrgestelle aufgebaut, mit variablen Wasser-/Schaumtanks bis zu 20.000 l ausgeführt und mit allen Rosenbauer Löschsystemen ausgestattet werden: von der kompakten Einbaupumpe N25 bis zum Hochleistungsaggregat N130, vom Schaumvormischsystem FIXMIX bis zum Industrie-Druckzumischsystem HYDROMATIC, vom Frontwerfer RM15 bis zum fernsteuerbaren Dachwerfer RM130, mit Druckluftschaumanlage und mit dem Löscharm STINGER samt Piercing Tool. Alle löschtechnischen Komponenten harmonieren perfekt miteinander, weil sie Rosenbauer selbst entwickelt und produziert. Zudem können Pulver- und CO2-Löschanlagen in die Rosenbauer Systeme integriert werden. Kein anderes Fahrzeugkonzept bietet eine derart hohe Variabilität und Flexibilität wie die neue Modular Technology.

Das Markenzeichen
Der modulare Aufbau ist das Markenzeichen des MT. Die Basis bildet ein Hilfsrahmen als Verbindung zwischen Chassis und feuerwehrtechnischem Aufbau. Ein 100 mm-Raster sorgt dafür, dass die Aufbaumodule flexibel am Rahmen platziert werden können. Vier Module stehen zur Verfügung: 

  • ein Mannschaftsraummodul (Rosenbauer proCAB), welches in Größe, Sitzplatzanzahl und Ausführung (LED-Innen- und Griffbeleuchtung, PA-Halter, Einstiege ...) individuell konfiguriert und wahlweise als Stand-alone oder Andockkabine ausgeführt werden kann.
  • ein Geräteraummodul für die Aufnahme von technischer Ausrüstung, das in Längen von 650 bis 2.950 mm, mit oder ohne Auftritte, Gerätetiefräume und Auftrittsklappen gefertigt werden kann.
  • ein Tankmodul mit Löschmittelbehältern für Wasser und Schaum (auch kombiniert) und Volumen von 5.000 bis 20.000 l.
  • ein Pumpenraummodul, ebenfalls in variabler Größe, welches über eine Klappe oder über einen Rollladen verschlossen wird und wahlweise mit Tiefraumklappen oder Auftrittsbügel zur Entnahme der im Pumpenraum gehalterten Ausrüstung realisiert werden kann.

Alle Aufbaumodule sind made by Rosenbauer und werden aus Alu-Strangpressprofilen mit Alu-Verblechung gefertigt, dadurch wird der Aufbau versteift und extrem stabil. Die „intelligenten“ Profile können zudem je nach Kundenwunsch mit LED-Beleuchtung und flexiblen Befestigungskanälen für eine absolut individuelle Geräteraumgestaltung ausgeführt werden.

Der MT Airport BUFFALO
Neben klassischen Straßenchassis wird der MT auch auf das Zetros-Fahrgestell von Mercedes-Benz aufgebaut und damit ein extrem vielseitiges und hochgeländegängiges Flughafenlöschfahrzeug realisiert. Der MT Airport Buffalo verfügt über ein 6x6-Fahrwerk, einen 480-PS-Motor (350 kW) mit Allison Automatikgetriebe und hat ein Gesamtgewicht von 29 t. Die Löschtechnik besteht aus einer N35 (bis 3.500 l/min bei 10 bar) mit integriertem Schaumvormischsystem, einer Pulverlöschanlage, einem Front- und Dachwerfer, beide ferngesteuert, sowie Schnellangriffen für Wasser/Schaum und Pulver. Das Fahrzeug hat 6.100 l Wasser und 750 l Schaummittel an Bord, bietet eine Pump-and-Roll-Funktion und ist mit vier Mann besetzt. Rosenbauer ist übrigens der erste und bislang einzige Hersteller, der auf das neue Zetros-Fahrgestell ein Flughafenlöschfahrzeug aufgebaut hat. Aufgrund der außergewöhnlichen Offroad-Qualitäten ist es aber auch ideal geeignet für Waldbrand- und Industrielöschfahrzeuge, die in unwegsamen Terrain operieren müssen.

Leistungsstarke Löschtechnik
Speziell für den Einbau in Großtank- und Industrielöschfahrzeuge hat Rosenbauer das Pumpenportfolio nach oben erweitert und die N130 entwickelt. Sie fördert bis zu 13.000 l/min bei 10 bar und drei Metern Saughöhe und erreicht im Einspeisebetrieb bei einem Eingangsdruck von 4 bar eine maximale Abgabemenge von 20.000 l/min. Die N130 ist eine einstufige Normaldruckpumpe und wird in Leichtmetall und in Rotguss gebaut. Der Antrieb erfolgt entweder über einen starken Fahrzeug-Nebenabtrieb oder über ein im Fahrzeugantriebsstrang verbautes Split-Shaft-Getriebe, wodurch man die volle Antriebsleistung des Motors wahlweise auf die Pumpe oder den Fahrantrieb schalten kann. 

Die N130 wird idealerweise mit dem Druckzumischsystem HYDROMATIC1200 kombiniert, das bis zu 1.200 l/min Schaummittel dem Löschwasser zumischt und bei Bedarf jeden Druckabgang individuell versorgt. Alternativ kann auch das Vormischsystem FOAMATIC E und optional die Rosenbauer Hochdruckdruckpumpe H5 (bis 500 l/min bei 40 bar) verbaut werden. 

Mit MT-Fahrzeugen können auch mehrere Werfer genutzt werden. Die höchsten Abgabemenge kann mit dem bewährten RM130 erzielt werden. Über den fernsteuerbaren Dachwerfer können bis zu 15.000 l/min Wasser bzw. Wasser-Schaummittel-Gemisch ausgebracht werden, wobei Wurfweiten über 130 Meter bei Wasserbetrieb erreicht werden. Auch für den Einsatz von Löschpulver ist der RM130 geeignet, ausgestattet mit einer speziellen Chem-Core-Düse kann dieses sogar in den Wasserstrahl eingebracht werden.

Intuitive Bedienung
Die Bedienung des MT erfolgt über das neue Rosenbauer Bediensystem RBC LCS. Damit lassen sich alle im Fahrzeug verbauten Löschsysteme, elektronischen Aufbaukomponenten und feuerwehrtechnischen Geräte wie Generatoren oder Stromerzeuger steuern und die Betriebszustände auslesen. Der logische Aufbau des Logic Control System und die verständliche Menüführung mit farblich kodierten Funktionen erlauben eine intuitiv richtige und sichere Bedienung. Alle relevanten Informationen werden auf übersichtlichen Displays angezeigt, sodass jeder Benutzer auf Anhieb zurechtkommt. 

So wie alles am MT ist auch das Bediensystem modular aufgebaut und lässt sich individuell konfigurieren. Sowohl für die Pumpenbedienung im Heck als auch für das Fahrerhaus zur Bedienung von Fahrzeugbeleuchtung, Signalanlagen, Einbaugeneratoren etc. stehen zwei verschiedene Displays zur Verfügung: ein großes, hochauflösendes 10“-Display mit Tag-/Nachtumschaltung (automatisch und manuell) und einem Betrachtungswinkel von 85° sowie ein 3,5“-Display. Die Eingabe der Steuerbefehle erfolgt auf handschuhtauglichen Tastenfeldern oder optional via Touchscreen. Grundfunktionen der Pumpe können auch aus dem Fahrerhaus gesteuert und über einen Einsatzstellentaster mit einem Knopfdruck alle Funktionen aktiviert werden, um ein Fahrzeug vor dem Aussteigen abzusichern.

One Face to the Customer
Das neue Bediensystem RBC LCS kommt nicht nur im MT zum Einsatz, sondern in allen neuen Rosenbauer Fahrzeugen. Das unterstützt den reibungslosen Wechsel zwischen den unterschiedlichen Typen von Einsatzfahrzeugen und ist vor allem bei größeren Fuhrparks von Berufsfeuerwehren von Vorteil. Auch im Design sprechen die Rosenbauer Fahrzeuge nun eine gemeinsame Sprache. Beim MT zeigt sich das in einer klaren, funktionsorientierten und modernen Formensprache mit markanten Details wie der Tanksicke in Dreiecksform, den eckigen Kotflügeln, der Außentankanzeige oder der Dachgalerie mit LED-Bändern über die gesamte Fahrzeuglänge (zur Umfeldbeleuchtung und optional mit integriertem Blaulicht), um nur einige zu nennen. 

So wie Aufbau, Löschtechnik und Bedienung kann auch die Außengestaltung des MT nach Kundenwunsch realisiert werden. Das Design verbindet sich mit der Technologie zu einem modularen Ganzen für den Moment, wenn Feuerwehrtechnik genau die Funktionalitäten bieten soll, auf die es ankommt.

Zum MT

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