Nachhaltigkeit

Wir übernehmen Verantwortung

Mit den Produkten von Rosenbauer werden auf der ganzen Welt Brände gelöscht, Menschen gerettet und die Folgen von Elementarereignissen gemildert bzw. beseitigt. Der Verantwortung, die damit einhergeht, ist sich Rosenbauer bewusst und setzt daher auf eine langfristige, zukunftssichere Unternehmensentwicklung.
Der Konzern wird in der sechsten Generation von einem Mitglied der Familie geführt. Eine stabile Entwicklung sowie verantwortungsvolles, nachhaltiges Handeln gehören zu den obersten Prioritäten der Unternehmenspolitik. Dies drückt sich vor allem in der sozialen Grundhaltung, der Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern, der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und dem achtsamen Umgang mit der Umwelt aus.
2017 hat Rosenbauer erstmals einen eigenständigen, konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Damit werden die Bemühungen des Unternehmens rund um dieses Thema gebündelt an alle Stakeholder kommuniziert.Wertschöpfungskette und wesentliche Themen
Als Hersteller von Feuerwehrtechnik in der Spezial- bzw. Maschinenbaubranche hat Rosenbauer eine sehr weitreichende Wertschöpfung. Diese beginnt bei der Gewinnung der Hauptrohstoffe Stahl und Aluminium und reicht von der Produktion im Haus über die Anwendung der Produkte bei Feuerwehreinsätzen bis zur Wiederverwertung von verwendeten Materialien.

Im Rahmen der Analyse der Wertschöpfungskette hat Rosenbauer über 80 Themen identifiziert, die soziale und/oder ökologische Auswirkungen haben. In einem nächsten Schritt legte das oberste Management die wichtigsten Themen fest und bewertete sie hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Auf Basis dieser vorerst internen Bewertung wurden schließlich die zu erhebenden quantitativen und qualitativen Indikatoren festgelegt. Ende 2017 wurde eine Online-Umfrage zur Bewertung dieser wesentlichen Themen mit Kunden, Mitarbeitern, Eigentümern, Analysten, Lieferanten und weiteren Stakeholdern durchgeführt. Auf Basis dieser Online-Umfrage und der internen Bewertung wurden die Nachhaltigkeitsthemen in einer Wesentlichkeitsmatrix festgehalten.

Nachhaltigkeitsstrategie
Der Rosenbauer Konzern ist in der Basis seines unternehmerischen Handelns nachhaltig ausgerichtet. Kurzfristiges Denken in Quartalsergebnissen gehört nicht zur Grundhaltung der Unternehmensführung, vielmehr sollen langfristig orientierte Managemententscheidungen die nachhaltig positive Entwicklung des Konzerns sicherstellen. Die Identifizierung, Analyse und Darstellung der Wertschöpfungskette sowie die Festlegung der wesentlichen Themen anhand der sozialen und ökologischen Einflüsse des Unternehmens bildeten die Grundlage für die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie.

Compliance
Wir haben „zero tolerance“ gegenüber Compliance- und Business-Ethik-Verstößen.

Mitarbeiter
Wir sind ein Top-Arbeitgeber mit sicheren Arbeitsplatzen für gesunde und motivierte Mitarbeiter.

Produkte und Gesellschaft
Rosenbauer will als Technologieführer mit zukunftsorientierten Materialien sichere, ergonomische und langlebige Produkte erzeugen, die dem Kunden als effiziente, flexible und ökonomische Werkzeuge zum Schutz von Leben und Infrastruktur dienen.

Umwelt und Ressourcen
Wir lernen von den Besten und vereinheitlichen Strukturen und Umweltmanagement im Konzern. Rosenbauer wird Energie, aber auch Wasser, Abfall und Transport sparsam und effizient nutzen.

...für die Mitarbeiter

Als kundenorientiertes, innovationsstarkes Unternehmen hängt der Unternehmenserfolg von Rosenbauer stark vom Engagement und der Kompetenz der Mitarbeiter sowie deren Bereitschaft ab, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Deshalb investiert Rosenbauer in seine Mitarbeiter und bietet ihnen ein Arbeitsumfeld, das von Wertschätzung und Unterstützung geprägt ist.
Gleichzeitig spielt die Attraktivität des Arbeitgebers heute eine größere Rolle als früher und Mitarbeiter legen gesteigerten Wert auf Zusatzleistungen, die das Unternehmen neben dem Gehalt bietet: Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Modelle, die es ihnen ermöglichen, Berufliches und Privates gut miteinander zu vereinbaren, sowie Vielfalt und Chancengleichheit. Ebenso zahlen die Sicherheit am Arbeitsplatz und Maßnahmen zur Gesundheitsforderung zu ihren Anliegen.
Als weltweit tätiger Arbeitgeber hat Rosenbauer über 3.405 Mitarbeiter, 12,2 % davon sind Frauen. Rosenbauer unterteilt seine Mitarbeiter in Arbeiter und Angestellte: 61,3 % sind Arbeiter, die hauptsächlich in der Produktion, Montage und in der Reparatur tätig sind. 38,7 % sind Angestellte, die in Verwaltung, Entwicklung und im Vertrieb tätig sind. Der Anteil an weiblichen Arbeitern betragt 4,4 %, bei den Angestellten liegt der Frauenanteil bei 24,6 %.

 

Mitarbeiter nach GeschlechtAlle MitarbeiterArbeiterAngestellte
Frauen12,2%4164,4%9224,6%324
Männer87,8%2.93895,6%1.99275,4%991

 

Benefits und Work-Life-Balance für Mitarbeiter
Es ist der Anspruch von Rosenbauer, als attraktiver Arbeitgeber seinen Mitarbeitern unterschiedliche Benefits anzubieten. Besonders wird dabei auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Beschäftigten geachtet. Durch die Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll Überlastungen vorgebeugt und die Zufriedenheit erhöht werden. Konzernweit sind 4,4 % der Mitarbeiter in einem Teilzeitverhältnis tätig. Grundsätzlich unterstützt Rosenbauer flexible Arbeitszeiten und bietet neben Teilzeitmöglichkeiten auch Gleitzeitmodelle, teilweise sogar in der Produktion.
Ein eigenes Familienprogramm ermöglicht in Europa auch Männern, in Karenz zu gehen und ihren Familien mehr Zeit zu widmen. Um den Wiedereinstieg in den Berufsalltag einfacher zu gestalten, betreibt Rosenbauer in Kooperation mit den Unternehmen Silhouette und PEZ/Haas in Leonding eine eigene Krabbelstube. Diese Einrichtung erfreut sich großer Beliebtheit, da die Eltern über einen fixen Betreuungsplatz für ihre Kinder verfügen und so entsprechend den eigenen Vorstellungen aus der Karenz zurückkehren können.
Rosenbauer wurde für seine Bemühungen rund um Familien bereits mehrfach ausgezeichnet: unter anderem 2016 mit dem Staatspreis „Unternehmen für Familien“ sowie dem Landespreis „Felix Familia“.

 

Diversität und Chancengleichheit
Rosenbauer ist davon überzeugt, dass eine respektvolle und offene Unternehmenskultur die Vielfalt fördert und weiterentwickelt. Deshalb setzt sich das Unternehmen für ein Arbeitsumfeld ein, das frei von Vorurteilen und Diskriminierung jeglicher Art ist. Mitarbeiter werden unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung und Identität, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung gleichermaßen wertschätzend und tolerant behandelt. Um diese Haltung auch nach außen hin deutlich zu machen, hat das Unternehmen 2017 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet, eine Dialogplattform zur Förderung der Vielfalt in Unternehmen.

 

Ausbildungskonzept
Rosenbauer engagiert sich stark in der Ausbildung junger Menschen und bildet in über zehn verschiedenen Berufen aus: Das Spektrum reicht vom klassischen Büro-- und Industriekaufmann bis zum Metalltechniker oder Mechatroniker mit speziellen Zusatzqualifikationen. Damit sichert sich Rosenbauer schon früh einen Teil seiner zukünftigen Fachkräfte.
2017 standen insgesamt 130 Jugendliche in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz in einem Ausbildungsverhältnis, rund 70 % erlernten gewerblich-technische, 30 % kaufmännisch-administrative Berufe. Rosenbauer übernimmt die gewerblich-technisch ausgebildeten Lehrlinge jedes Jahr nahezu gänzlich und deckt so einen Großteil des Bedarfs an Fachkräften.

 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Rosenbauer legt sowohl in der Produktion als auch in der Administration größten Wert darauf, seinen Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld zu bieten, in dem sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten vor Risiken und Gefahren geschützt sind. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter dabei unterstützt werden, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu erhalten und zu fördern.
Arbeitssicherheit ist bei Rosenbauer organisatorisch und prozessual fest verankert: Die österreichischen (Leonding, Neidling) und deutschen (Karlsruhe, Luckenwalde) Standorte sowie der slowenische Standort (Radgona) sind nach OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) zertifiziert. Ab 2018 steigt Rosenbauer auf den neuen Standard für Arbeitssicherheit, die ISO 45001, um. An sämtlichen anderen Produktionsstandorten sind ebenso Sicherheitsteams vorhanden.
 

Unfälle GesamtAusfall bis zu 3 TagenAusfall über 3 TageRate der Ausfallstunden
Konzern17189820,4%

 

Prävention im Vordergrund
Viele Maßnahmen, die im Bereich Arbeitssicherheit ergriffen werden, zielen auf Prävention und eine konsequente Senkung der Unfallzahlen ab. Zum einen wird das Bewusstsein der Mitarbeiter für potenzielle Gefahren geschärft, zum anderen werden mögliche Gefahrenquellen von vorneherein identifiziert und ausgeschaltet.
2018 wird dazu eine verpflichtende Präventivschulung zum Thema Arbeitssicherheit für alle Produktionsmitarbeiter am Standort Leonding durchgeführt. Zusätzlich wurde auch die Prämie für Ideen zur Unfallvermeidung deutlich erhöht.
 

Durchschnittliche Krankenstandstage pro MitarbeiterTage
Gesamt10,3
Frauen9,7
Männer10,4
Arbeiter11,7
Angestellte8,1

 

...für Produkte und Gesellschaft

Die Produkte von Rosenbauer dienen den Feuerwehren zur Rettung von Menschen, Beseitigung von Katastrophenschäden und Erhaltung von Sachwerten. Damit leisten sie einen erheblichen Beitrag für die Gesellschaft. Rosenbauer berücksichtigt bereits von der Entwicklung eines Produktes wie auch über die Produktion hinweg bis hin zum After-Sales-Service nachhaltige Faktoren.

 

Technologie & Innovation
Rosenbauer beschäftigt sich ausführlich mit gesellschaftlichen Megatrends und den daraus abzuleitenden künftigen Anforderungen an die Einsatzkräfte. Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden Zukunftsthemen der Feuerwehren antizipiert und zu innovativen Produktlösungen weiterentwickelt. Die Sicherheit und Gesundheit der Einsatzkräfte ist das wichtigste Anliegen von Rosenbauer und seiner Stakeholder.
Einen sehr wichtigen Beitrag zur Innovationsstärke des Unternehmens leisten auch die Mitarbeiter, die in freiwilligen Feuerwehren engagiert sind und ihre Erfahrungen aus der Einsatzpraxis in die Produktentwicklung einbringen. Rosenbauer gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, aktiv am Innovationsprozess teilzunehmen, zum Beispiel über ein Innovationsforum oder das konzernweite INNO-Portal.
Da Feuerwehrtechnik unter härtesten Bedingungen sofort, zuverlässig und einwandfrei funktionieren muss, steht Qualität bei allen Produkten, Prozessen und in der Produktion an erster Stelle. Darüber hinaus sind Zuverlässigkeit und Langlebigkeit von großer Bedeutung, da die Feuerwehrfahrzeuge zudem meistens von der öffentlichen Hand finanziert werden.

 

Verbesserung der Umweltauswirkungen der Produkte
Darüber hinaus berücksichtigt Rosenbauer bei seinen Produkten Nachhaltigkeitsaspekte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg: So werden bereits bei der Designgebung allfällige Umweltauswirkungen berücksichtigt, bei der Produktentwicklung setzen die Konstrukteure auf leicht recycelbare Materialien und einfache Servicierung und darauf, dass die Produkte am Ende ihres Lebenszyklus wiederverwertbar sind. Der Einkauf achtet auf umweltschonende Rohstoffe, die Produktion auf die größtmögliche Vermeidung von Abfall und einen effizienten Ressourceneinsatz. Absolute Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im Einsatz ist das Ziel aller gebündelten Maßnahmen.

 

Refurbishment

Zur Nachhaltigkeit trägt auch das in den letzten Jahren forcierte Refurbishment, also die Generalüberholung von Feuerwehrfahrzeugen, bei. Vor allem Hubrettungsgeräte werden komplett überarbeitet und wieder auf den aktuellen Stand von Technik und Sicherheit gebracht. Denn bei vielen Feuerwehrfahrzeugen sind nach einigen Jahren die Fahrgestelle noch in einem guten Zustand, während die Aufbauten in der Regel abgenützt sind. Die Fahrzeuge werden bei Rosenbauer generalüberholt: Ihre löschtechnischen Einrichtungen und die Fahrzeugbeleuchtung werden meist komplett erneuert und bei Bedarf neue Aufbaumodule und Halterungssysteme verbaut. So kann Rosenbauer seinen Kunden nach dem Refurbishment wieder Fahrzeuge zur Verfügung stellen, die „so gut wie neu“ sind.

...für die Umwelt

Da es sich bei der Produktionstätigkeit von Rosenbauer überwiegend um Montage des Maschinen- und Spezialfahrzeugbaus bzw. um Metall- und Kunststoffverarbeitung handelt, ist die Umweltbelastung eher gering. Dennoch übernimmt Rosenbauer Verantwortung, um auch in diesem Bereich entsprechende Maßnahmen im Zusammenhang mit Umweltschutz und Ressourcenschonung zu ergreifen. Besonderes Augenmerk liegt daher auf der Reduktion des Heiz- und Treibstoffverbrauches sowie der Substitution energieintensiver durch energiesparende Arbeitsmittel (E-Werkzeuge statt Druckluftgeräte), der Senkung des Wasserverbrauchs sowie der Vermeidung von Abfällen sowie von gefährlichen Substanzen in der Produktion. Auch bei seinen Lieferanten legt Rosenbauer großen Wert auf Umweltschutz und bezieht diese aktiv in die Anstrengungen zum Schutz der Umwelt und zur Ressourcenschonung mit ein.
Ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 sowie ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 treiben den Umwelt- und Ressourcenschutz voran. Regelmäßige interne und externe Überprüfungen und Audits tragen zur Sicherstellung der Einhaltung der Standards bei.
Um ein effizientes Umweltmanagement zu gewährleisten, ist der engagierte Beitrag der Mitarbeiter unerlässlich. Daher werden sie regelmäßig dafür sensibilisiert. Produktionsmitarbeiter, die in sicherheits- oder umweltsensiblen Bereichen tätig sind, werden einmal jährlich zu den Themen Umwelt, Energie, Qualität und Arbeitssicherheit geschult.

 

Effizienter Ressourceneinsatz
Ziel von Rosenbauer ist es, seine Umweltauswirkungen so weit wie möglich zu reduzieren. Rosenbauer bietet eine große Auswahl an Löschanlagen sowie Hoch- und Höchstdruckpumpen, mit denen ein effizienter Löscheinsatz mit wenig Wasser möglich ist. Diese werden in der Produktion und im Rahmen der Qualitätssicherung umfassend getestet, auch deshalb ist der Wasserverbrauch der Rosenbauer Produkte ein wichtiger Faktor im Umweltschutz. Darüber hinaus ist es bei einem umweltzertifizierten Unternehmen wie Rosenbauer Ziel des Managements, das Abfallaufkommen nachhaltig zu verringern.

 

Energieverbrauch
Um seine Energiebilanz laufend zu optimieren, analysiert und gewichtet Rosenbauer alle relevanten Abläufe, maschinellen Einrichtungen, Gebäude und Prozesse nach ihrer Energieeffizienz und leitet entsprechende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ab. Die höchsten Bedarfe an Prozess- und Heizenergie haben Produktionsstandorte mit Lackieranlagen. Der meiste Treibstoff wird im Rahmen von Vertriebsaktivitäten, bei Montage- und Kundendiensteinsätzen verbraucht. Einen vergleichsweise hohen Strombezug weisen Standorte aus, deren Gebäude und Werkshallen ganzjährig gekühlt werden müssen.
Um den Gesamtenergieverbrauch zu senken, nutzt Rosenbauer die Abwärme aus der Produktion zu Heizzwecken in den Lackierungen. Seit 2016 ist der Standort Karlsruhe auf Fernwärme umgestellt. Das hat, zusammen mit der Erneuerung des Heizsystems, zu einer Einsparung im Jahr 2017 von 70.000 l Heizöl geführt.

 

EnergieverbrauchGesamtStromHeizenergieTreibstoffe
MWh62.995,714.664,630.718,217.572,8
kWh pro prod. Stunde21,6510,56

 

Treibhausgas-Emissionen (in t CO2eq)MarktbasiertLänderbasiert
Gesamt Scope 1 + Scope 213.76416.523
Direkte Emissionen (Scope 1)8.5458.545
Indirekte energiebedingte Emissionen (Scope 2)5.2497.978

 

Wassereinsatz in der Produktion
Um Wasser in der Produktion und beim Testen von Pumpen und Werfern einzusparen, hat Rosenbauer ein umfangreiches Maßnahmenpaket erstellt: An den Pumpenprüfständen, an denen jedes Aggregat von der kleinsten Tragkraftspritze bis zur volumenstärksten Einbaupumpe einen zweistündigen Dauerlauf absolvieren muss, wird das dafür benötigte Wasser im Kreislauf geführt. Das spart in jedem Prüfzyklus je nach Pumpenleistung zwischen 48 und 960 m3 Frischwasser, bei jährlich mehr als 1.800 getesteten Aggregaten entspricht das einer Wassermenge von 780.000 m3. Der Nutzwasserbezug des Rosenbauer Konzerns betrug im Berichtsjahr 72.521,7 m3, was einen Verbrauch von 24,8 Litern je produktiver Stunde ergibt. Knapp 42,6 % davon stammten aus eigenen Brunnen, der Rest aus kommunaler Versorgung.

 

Werfertests Neidling
Am Standort Neidling wurde 2017 eine einfache und zugleich hocheffiziente Vorrichtung gebaut, um den Wasserverbrauch beim Testen von Werfern zu reduzieren. Bisher wurden diese im Außenbereich des Werksgeländes überprüft, das Wasser versickerte über das Kanalsystem. Die neue Konstruktion besteht aus einem großen Kunststofftrichter, der das Wasser auffängt und für weitere Tests in einem Tank sammelt. Die Auffangeinrichtung sparte 2017 bei fast 60 getesteten Fahrzeugen knapp 400 m3 Wasser ein, was einer Verringerung um 80 % entspricht.

 

Abfallaufkommen
Das Abfallaufkommen im Rosenbauer Konzern summierte sich 2017 auf 5.199,2 t (1,8 kg pro produktiver Stunde), davon waren rund 3,7 % gefährliche Abfalle wie Lacke, Lösungsmittel, Batterien oder Altöle. 7,5 % des Abfalls war Restmüll, der entsorgt werden musste, alle anderen Altstoffe und Abfälle konnten einer Wiederverwertung zugeführt werden. Dazu gehörten insbesondere die Wertstoffe Aluminium, Stahl, recycelbare Kunststoffe und Kabelreste, Holz, Glas, Karton und Papier.