17. November 2020

Presseaussendung

Zwischenmitteilung Q3/2020

  • Umsatz steigt im Periodenvergleich abermals um 16 % auf 713,9 Mio €
  • EBIT mit 25,4 Mio € ebenfalls deutlich über dem Vorjahr 
  • Rückläufige Aktivitäten in Asien bremsen Auftragseingang, der bei 660,0 Mio € liegt
  • Rosenbauer-Vorstand erwartet für 2020 basierend auf einem soliden Auftragsbestand einen Umsatz über dem Vorjahr, die EBIT-Marge soll um die 5 % liegen
  • Für 2021 rechnet das Management mit einer Seitwärtsbewegung des globalen Sektors und einem stabilen Umsatz der Gruppe
KONZERNKENNZAHLEN 1-9/20191-9/2020
UmsatzerlöseMio €614,5713,9
EBITMio €15,125,4
PeriodenergebnisMio €9,017,3
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-163,3-39,6
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 24,4 %25,9 %1
Gewinn je Aktie0,31,3
Mitarbeiterstand zum 30. September 3.7813.988
Auftragsbestand zum 30. SeptemberMio €1.223,81.074,4
 

Der Rosenbauer Konzern hat in den ersten drei Quartalen 2020 den Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie getrotzt und sein Geschäft weiter ausgebaut. Der Umsatz der Gruppe erreichte mit 713,9 Mio € und einem Plus von abermals 16 % (1-9/2019: 614,5 Mio €) eine neue Rekordmarke bezogen auf den Berichtszeitraum. Das Umsatzwachstum kam dabei aus allen Vertriebsregionen, insbesondere aus der Area MENA, der Area NISA und der Area CEEU. Die neuen Aufträge lagen hingegen mit 660,0 Mio € unter dem sehr guten Vorjahr (1-9/2019: 784,1 Mio €). Das EBIT erhöhte sich noch stärker als der Umsatz nämlich auf 25,4 Mio € (1-9/2019: 15,1 Mio €). Vor dem Hintergrund eines unverändert soliden Auftragsbestandes erwartet der Rosenbauer-Vorstand für das Gesamtjahr einen Umsatz über dem Vorjahr. Die EBIT-Marge soll um die 5 % liegen. 

Umsatz- und Ertragslage
Die Weltwirtschaft erholt sich mühevoll von den Auswirkungen des großen Lockdowns im April dieses Jahres. Während die Wirtschaft Chinas schneller als erwartet wieder Fahrt aufgenommen hat, bleibt die Rückkehr der übrigen Welt zu einem Aktivitätsniveau wie vor der COVID-19 Pandemie weiter anfällig für Rückschläge. Vor diesem Hintergrund hat der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober seinen globalen Konjunkturausblick für 2020 angepasst und von -4,9 % auf -4,4 % verbessert. Die Feuerwehrbranche ist ein typischer „Nachläufer“ des allgemeinen Konjunkturzyklus und sollte sich dank voller Auftragsbücher im weiter rückläufigen, wirtschaftlichen Umfeld behaupten können. Die Nachfrage nach Feuerwehrtechnik und -ausrüstung hat sich im 3. Quartal etwas stabilisiert.

Der Rosenbauer Konzern erzielte von Jänner bis September 2020 einen Konzernumsatz von 713,9 Mio € (1-9/2019: 614,5 Mio €). Die Gründe dafür sind das solide Orderbuch und eine somit weiter starke Produktionsleistung aller Standorte. Der Konzernumsatz verteilt sich aktuell wie folgt auf die verschiedenen Vertriebsregionen2: 33 % Area CEEU, 11 % Area NISA, 13 % Area MENA, 12 % Area APAC, 29 % Area NOMA sowie 2 % auf das Segment Stationärer Brandschutz.

Das EBIT lag in den ersten neun Monaten 2020 trotz nachteiliger Effekte der COVID-19 Pandemie mit 25,4 Mio € über dem Wert der entsprechenden Vorjahresperiode (1-9/2019: 15,1 Mio €). Das Konzern-EBT in der Berichtsperiode betrug folglich 21,6 Mio € (1-9/2019: 9,9 Mio €). 

Der Auftragseingang lag mit 660,0 Mio € in den ersten drei Quartalen 2020 unter dem sehr guten Vorjahreswert (1-9/2019: 784,1 Mio €), was vor allem auf eine rückläufige Entwicklung in der Area APAC und in der Area NISA zurückzuführen ist. Die Heimmärkte CEEU und NOMA haben sich trotz der COVID-19 Pandemie sehr positiv entwickelt. So konnte die Area CEEU etwa eine Ausschreibung des Landesamtes für innere Verwaltung des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern über 265 Tragkraftspritzenfahrzeuge (mit Wasser) für sich entscheiden. Der Auftragsbestand ist weiter solide und betrug 1.074,4 Mio € (1-9/2019: 1.223,8 Mio €).

Finanz- und Vermögenslage
Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der starken Auslastung weist die Bilanzstruktur zum Ende des dritten Quartals ein hohes Trade Working Capital aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Periodenvergleich auf 1.008,0 Mio € (30. September 2019: 954,2 Mio €), was insbesondere auf das gegenüber dem Vorjahreszeitraum höhere kurzfristige Vermögen zurückzuführen ist.

Im Periodenvergleich weisen die Vorräte und die kurzfristigen Forderungen die größten Veränderungen aus: Die Vorräte sind auf 479,1 Mio € (30. September 2019: 502,2 Mio €) gesunken. Die kurzfristigen Forderungen lagen mit 277,8 Mio € (30. September 2019: 224,1 Mio €) über dem Vorjahr. Aufgrund der Bemühungen zur Reduktion des Trade Working Capitals konnte die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) trotz höherem Umsatz unter das Niveau der Vorjahresperiode auf 407,3 Mio € (30. September 2019: 425,6 Mio €) reduziert werden.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr stark verbessert werden und liegt bei -39,6 Mio € (1-9/2019: -136,3 Mio €). Zum Jahresende wird von einer weiteren Verbesserung des Cashflows aus der operativen Tätigkeit ausgegangen.

Ausblick
Die Unsicherheit von Konjunkturprognosen ist weiter ungewöhnlich hoch, räumt der Internationale Währungsfonds (IWF) bei der jüngsten Aktualisierung seines weltwirtschaftlichen Ausblicks ein. Trotzdem könnte das Wachstum der Weltwirtschaft nächstes Jahr 5,2 % betragen. Die globale Wirtschaftsleistung würde dann mit 0,6 % moderat über dem Wert von 2019 liegen. Der Fortschritt bei der Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungsmethoden für COVID-19, die Anpassung von Arbeitsbedingungen und Konsumentenverhalten werden jedoch ausschlaggebend dafür sein, wie rasch die wirtschaftliche Aktivität wieder Vor-Krisen-Niveau erreicht.

Die Feuerwehrbranche folgt der allgemeinen Konjunktur erfahrungsgemäß mit einem mehrmonatigen Abstand und sollte sich dank voller Auftragsbücher im aktuell rückläufigen, wirtschaftlichen Umfeld behaupten können. Für 2021 rechnet der Rosenbauer-Vorstand mit einer Seitwärtsbewegung des globalen Sektors und einem stabilen Umsatz der Gruppe.


1 ) Ohne IFRS 16: 26,0 %
2 ) CEEU: Zentral- und Osteuropa; NISA: Nordeuropa, Iberien, Südamerika, Afrika; MENA: Mittlerer Osten und Nordafrika; APAC: Asia-Pazifik, Australien, China; NOMA: Nord- und Mittelamerika
Zu dieser Presseinformation steht folgendes Mediamaterial für Sie zur Verfügung:
Presseartikel pdf pdf