19. Mai 2020

Presseaussendung

Zwischenmitteilung Q1/2020

  • Umsatz steigt im Periodenvergleich auf 232,9 Mio €, EBIT liegt bei 4,3 Mio €
  • Auftragseingang mit 282,3 Mio € deutlich über dem langjährigen Durchschnitt
  • Management rechnet dank voller Auftragsbücher mit Umsatz auf dem Niveau von 2019
KONZERNKENNZAHLEN Q1/2019Q1/2020
UmsatzerlöseMio €175,8232,9
EBITMio €2,14,3
PeriodenergebnisMio €0,62,2
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-56,6-45,7
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 27,8 %25,3 %
Gewinn je Aktie-0,3-0,1
Mitarbeiterstand zum 31. März 3.6903.986
Auftragsbestand zum 31. MärzMio €1.219,21.184,5
 

Der Rosenbauer Konzern hat mit einem Umsatz von 232,9 Mio € in den ersten drei Monaten 2020 (1-3/2019: 175,8 Mio €) das historisch stärkste erste Quartal in seiner Unternehmensgeschichte verzeichnet. Das Umsatzwachstum kam dabei aus allen Vertriebsregionen, allen voran der Area NISA, die ihr Geschäftsvolumen verdoppeln konnte. Einzig der Stationäre Brandschutz war wegen der Corona-bedingten vorübergehenden Einstellung der Montagetätigkeit rückläufig. Der Auftragseingang lag mit 282,3 Mio € unter dem enorm hohen Vorjahreswert (1-3/2019: 338,1 Mio €) aber deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Das EBIT ist auf 4,3 Mio € (1-3/2019: 2,1 Mio €) gestiegen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Rosenbauer-Vorstand für das Gesamtjahr dank voller Auftragsbücher mit einem Umsatz auf dem Niveau von 2019. Ein seriöser Ausblick auf das Jahresergebnis ist aufgrund der fortbestehenden Unsicherheiten derzeit noch nicht möglich.

Umsatz- und Ertragslage
Die COVID-19 Pandemie hat weltweit ernsthafte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität. Als Folge der Gesundheitskrise wird sich das globale Wirtschaftswachstum nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) heuer scharf einbremsen und die Wirtschaftsleistung um -3 % sinken. Das ist ein stärkerer Rückgang als zur Zeit der Weltfinanzkrise 2008/09. Die globale Feuerwehrbranche ist ein „Nachläufer“ des allgemeinen Konjunkturzyklus und hat in diesem Umfeld im ersten Quartal weiter eine stabile Nachfrage gezeigt.

Der Rosenbauer Konzern erzielte im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von insgesamt 232,9 Mio € (1-3/2019: 175,8 Mio €). Dieser verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Vertriebsregionen1 : 29 % Area CEEU, 14 % Area NISA, 9 % Area MENA, 13 % Area APAC, 33 % Area NOMA sowie 2 % auf das Segment Stationärer Brandschutz.

Im Einklang mit dem Konzernumsatz erhöhte sich das EBIT im ersten Quartal auf 4,3 Mio € (1–3/2019: 2,1 Mio €) und lag damit deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert. Dazu hat vor allem eine gestiegene Produktionsleistung mit höheren Kundenabrechnungen und die damit verbundene bessere Fixkostendeckung beigetragen. Die Aufwendungen für Personal- und Material sind entsprechend der sehr guten Auftragslage gestiegen.

Das Konzern-EBT in der Berichtsperiode betrug 2,7 Mio € (1–3/2019: 0,7 Mio €).

Der Auftragseingang lag mit 282,3 Mio € (1-3/2019: 338,1 Mio €) in den ersten drei Monaten unter dem enorm hohen Vorjahreswert aber deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Dabei präsentierte sich insbesondere die Nachfrage in Nordamerika und Westeuropa weiter dynamisch. Der Auftragsbestand zum 31. März 2020 betrug 1.184,5 Mio € (31. März 2019: 1.219,2 Mio €).

Finanz- und Vermögenslage
Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der starken Auslastung weist die Bilanzstruktur zum Quartalsende ein hohes Trade Working Capital aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Periodenvergleich auf 1.015,9 Mio € (31. März 2019: 849,4 Mio €), was insbesondere auf das gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2019 höhere kurzfristige Vermögen zurückzuführen ist.

Die größten Veränderungen weisen dabei die Vorräte und die kurzfristigen Forderungen aus: Die Vorräte sind auf 484,5 Mio € (31. März 2019: 430,0 Mio €) gestiegen. Die kurzfristigen Forderungen lagen mit 256,8 Mio € (31. März 2019: 213,9 Mio €) über dem Vorjahr.

Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) erhöhte sich im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode auf 393,3 Mio € (31. März 2019: 293,3 Mio €). Aufgrund des hohen Trade Working Capitals – bedingt durch den starken Aufbau von Vorräten – ist der Cashflow aus der operativen Tätigkeit unterjährig mit -45,7 Mio € (1–3/2019: -56,6 Mio €) noch negativ.

Ausblick
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat jüngst die Weltwirtschaftsprognose für 2020 grundlegend revidiert und eingeräumt, dass diese in einem extrem unsicheren Umfeld abgegeben wird. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie hängen von zahlreichen Faktoren ab, deren Zusammenspiel unklar ist. Die vielschichtigen nationalen Krisen reichen vom Zusammenbruch des Gesundheitssystems über Unterbrechungen in der Binnenwirtschaft und in der externen Nachfrage bis hin zur Umkehr von Kapitalflüssen und zum Kollaps von Rohstoffpreisen.

Die Feuerwehrbranche folgt der allgemeinen Konjunktur erfahrungsgemäß mit einem mehrmonatigen Abstand. Die Nachfrage nach Feuerwehrtechnik und -ausrüstung entwickelt sich weiter stabil, und der Sektor sollte sich im aktuell rückläufigen, wirtschaftlichen Umfeld behaupten können.


1) CEEU: Zentral- und Osteuropa; NISA: Nordeuropa, Iberien, Südamerika, Afrika; MENA: Mittlerer Osten und Nordafrika; APAC: Asien, Pazifik, Australien, China; NOMA: Nord- und Mittelamerika

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