13. Mai 2019

Presseaussendung

Zwischenmitteilung Q1/2019

  • Umsatz steigt im ersten Quartal auf 175,8 Mio €, EBIT liegt bei 2,1 Mio €
  • Auftragseingang mit 338,1 Mio € deutlich über dem Vorjahreswert
  • Management trotz langsameren Wirtschaftswachstums optimistisch, volle Auftragsbücher sollten die Branche immunisieren
KONZERNKENNZAHLEN Q1/2018Q1/2019
UmsatzerlöseMio €162,4175,8
EBITMio €1,12,1
PeriodenergebnisMio €0,80,6
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-19,9-56,6
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 33,5 %27,8 %
Gewinn je Aktie-0,3-0,3
Mitarbeiterstand zum 31. Mätz 3.4903.690
Auftragsbestand zum 31. MärzMio €933,81.219,2
 

Der Rosenbauer Konzern konnte im 1. Quartal 2019 einen ungebrochen dynamischen Auftragseingang verbuchen. Mit insgesamt 338,1 Mio € lagen die neuen Order deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert (1-3/2018: 236,2 Mio €). Der Konzernumsatz stieg im Periodenvergleich von 162,4 Mio € auf 175,8 Mio € (+8,3%). Dabei waren die Auslieferungen in einige Länder des Nahen und Mittleren Ostens sowie Asien rückläufig, Europa, Nordamerika und der Stationäre Brandschutz wiesen hingegen höhere Volumina aus. Das EBIT ist ebenfalls auf 2,1 Mio € (1-3/2018: 1,1 Mio €) gestiegen und hat sich damit fast verdoppelt. Vor diesem Hintergrund ist der Rosenbauer-Vorstand optimistisch für das Gesamtjahr, sollten die vollen Auftragsbücher doch nicht nur für ausreichende Visibilität am Markt sorgen, sondern die Unternehmensgruppe auch im Hinblick auf die sich verlangsamende Konjunktur resilient machen.

Umsatz- und Ertragslage
Das globale Wirtschaftswachstum hat sich in den ersten drei Monaten 2019 weiter eingebremst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat aktuelle Produktionsdaten der Industrie und die Befragung von Einkaufsmanagern zum Anlass genommen, seine bereits im Jänner nach unten korrigierte Konjunkturprognose abermals zurückzunehmen und von plus 3,6% auf plus 3,3% für dieses Jahr zu senken. Die globale Feuerwehrbranche ist ein typischer „Nachläufer“ und hat in diesem Umfeld eine unverändert robuste Nachfrage verzeichnet.

Der Rosenbauer Konzern erzielte im ersten Quartal 2019 einen Umsatz von insgesamt 175,8 Mio € (1-3/2018: 162,4 Mio €). Dieser verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Vertriebsregionen1: 34% Area CEEU, 9% Area NISA, 8% Area MENA, 11% Area APAC, 35% Area NOMA sowie 3% auf das Segment Stationärer Brandschutz. Erfahrungsgemäß sind die ersten drei Monate eines Jahres das umsatz- und ergebnisschwächste Quartal, da der überwiegende Teil der Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte erfolgt.

Im Einklang mit dem Konzernumsatz stieg das EBIT auf 2,1 Mio € (1-3/2018: 1,1 Mio €). Dazu hat vor allem eine gestiegene Produktionsleistung mit einem hohen Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie die damit verbundene bessere Fixkostendeckung beigetragen. Das Konzern-EBT in der Berichtsperiode betrug als Folge eines negativen Finanzergebnisses 0,7 Mio € (1-3/2018: 0,9 Mio €).

Der Auftragseingang hat sich mit 338,1 Mio € (1-3/2018: 236,2 Mio €) in den ersten drei Monaten äußerst dynamisch entwickelt. Das stärkste Plus im Periodenvergleich wies mit Abstand der Nahe und Mittlere Osten aus, der damit seine Erholung fortsetzt. Der Auftragsbestand belief sich auf 1.219,2 Mio € (1-3/2019: 933,8 Mio €).

Finanz- und Vermögenslage
Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der starken Auslastung weist die Bilanzstruktur zum Quartalsende ein hohes Trade Working Capital aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Periodenvergleich auf 849,4 Mio € (31. März 2018: 673,0 Mio €), was insbesondere auf das gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2018 höhere kurzfristige Vermögen zurückzuführen ist.

Die größten Veränderungen weisen dabei die Vorräte und die kurzfristigen Forderungen aus: Die Vorräte sind auf 430,0 Mio € (31. März 2018: 281,8 Mio €) gestiegen. Die kurzfristigen Forderungen lagen mit 213,9 Mio € (31. März 2018: 173,9 Mio €) über dem Vorjahr.

Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahres-Berichtsperiode auf 293,3 Mio € (31. März 2018: 211,3 Mio €). Aufgrund des hohen Trade Working Capitals – bedingt durch den starken Aufbau von Vorräten – ist der Cashflow aus der operativen Tätigkeit unterjährig mit –56,6 Mio € (1–3/2018: –19,9 Mio €) noch negativ.

Ausblick
Der IWF hat jüngst seine globale Wachstumsprognose noch einmal gesenkt. Internationale Handelskonflikte, der Brexit und eine schwächelnde Eurozone dämpfen den Warenaustausch. Nächstes Jahr sollte sich das Wachstum demnach stabilisieren und wieder das Niveau von 2018 erreichen, als die Weltwirtschaft um 3,6 % zulegen konnte.

Die Feuerwehrbranche folgt erfahrungsgemäß der allgemeinen Konjunktur mit einem mehrmonatigen Abstand. Die Nachfrage ist robust und der Sektor trotzt nicht zuletzt dank voller Auftragsbücher dem sich verlangsamenden Wirtschaftswachstum. Eine nach wie vor vitale internationale Projektlandschaft sollte das weitere Marktwachstum unterstützen und die erfolgreiche Branchenentwicklung prolongieren. Vor allem der Nahe und Mittlere Osten, Europa und Asien sollten ihr Volumen ausweiten.


1 CEEU: Zentral- und Osteuropa; NISA: Nordeuropa, Iberien, Südamerika, Afrika; MENA: Mittlerer Osten und Nordafrika; APAC: Asien, Pazifik, Australien, China; NOMA: Nord- und Mittelamerika

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