16. Januar 2019

Presseaussendung

Rundes Standortjubiläum

  • Neubau ab 1967, Inbetriebnahme und Produktionsstart mit Ende 1968
  • Seither kontinuierlicher Ausbau und Verfünffachung der Fertigungskapazitäten
  • Heute internationales Headquarter und größte Produktionsstätte im Konzern

Es war eine der wichtigsten Weichenstellungen in der mehr als 150-jährigen Geschichte des Hauses Rosenbauer. Mitte der 1960er-Jahre entschieden die damaligen Geschäftsführer Fritz Heiserer und Hansjörg Rosenbauer, den Stammsitz des Unternehmens vom Linzer Zentrum vor die Tore der Stadt zu verlegen. Die Fabrik in der Raimundstraße, wo Rosenbauer seit 1906 Feuer- und Motorspritzen herstellte, litt schon länger unter Platzmangel. An einen weiteren Ausbau des im dicht verbauten Stadtkern gelegenen Stammwerkes war nicht zu denken.

Ein passendes Grundstück für den kompletten Neuanfang auf grüner Wiese fanden Heiserer und Rosenbauer in Leonding bei Linz. 1967/68 wurde gebaut, im November 1968 das Werk feierlich eröffnet. Es bestand aus einem zweigeschossigen Bürotrakt, einem Schau- und Verkaufsraum sowie einer Produktionshalle (107 m lang, 75 m breit) samt neuer Werksküche und modernen Sozialräumen.

Kontinuierlicher Ausbau
Bereits Mitte der 1970er-Jahre machte die gute Unternehmensentwicklung einen ersten, kräftigen Ausbau des Standortes erforderlich: Es kamen zwei Produktionshallen dazu, wodurch die Fertigungskapazität mit einem Schlag verdoppelt werden konnte. In den Jahren darauf folgten der Bau eines sechsstöckigen Büroturms, einer neuen Großlackieranlage, eines geräumigen Logistikzentrums und eines modernen Kundenzentrums. Laufend erweitert wurden auch die Fertigungskapazitäten. Die Produktionsfläche wuchs von rd. 8.000 m2 im Jahr 1968 auf rd. 28.800 m2 heute, die Betriebsfläche vergrößerte sich im selben Zeitraum von 2,75 auf 8,5 Hektar.

Modernstes Fahrzeugwerk
Im Jahr 2014 setzte Rosenbauer bei der Standortentwicklung einen weiteren Meilenstein. Unweit der Konzernzentrale wurde ein komplett neues Fahrzeugwerk eingerichtet und die Produktion auf eine Zwei-Werke-Strategie umgestellt. Die Fertigungsfläche in Leonding erhöhte sich dadurch um weitere 15.500 m2 (+ 60%), die Betriebsfläche wuchs auf 13,7 Hektar.

Mit Werk II betreibt Rosenbauer das zurzeit modernste Fahrzeugwerk der Feuerwehrbranche. Die Fahrzeuge werden auf synchronisierten Linien hergestellt, die Montagen erfolgen nach dem Fluss-, die Materialversorgung nach dem Kanban- bzw. Pull-Prinzip. Im Werk II in Leonding werden die Flughafenlöschfahrzeuge der PANTHER-Baureihe sowie die kommunalen Löschfahrzeuge der Baureihen AT (Advanced Technology) und ET (Efficient Technology) produziert, während im Werk I in Leonding die Mechanische Vorfertigung, die Löschsystemmontage und die Aufbaulinien für Sonderfahrzeuge untergebracht sind.

Erfolgreicher Leitbetrieb
Heute, 50 Jahre nach dem erfolgreichen Start in Leonding, ist Rosenbauer der größte Feuerwehrausstatter der Welt, Technologie- und Innovationsführer und einer der Leitbetriebe der oberösterreichischen Wirtschaft. Das Unternehmen produziert in zwölf Werken auf drei Kontinenten (Europa, Nordamerika und Asien), ist der vertriebsstärkste Konzern der Branche und wächst kontinuierlich: Allein in den letzten zehn Jahren (2008 bis 2017) konnte der Umsatz um 70% von rd. 500 auf 847,6 Mio € gesteigert werden, der Mitarbeiterstand im Konzern stieg von 1.795 auf 3.405 (+ 90%). Insgesamt 207,6 Mio € wurden im selben Zeitraum investiert, der größten Anteil davon floss in das neue Fahrzeugwerk.

Familiengeführtes Unternehmen
Geführt wird das Unternehmen in der sechsten Generation von einem Familienmitglied: Dieter Siegel ist der Enkel von Fritz Heiserer, der zusammen mit Hansjörg Rosenbauer den Schritt nach Leonding wagte. Dieter Siegel, CEO von Rosenbauer International: „Im Rückspiegel der Zeit erscheint vieles logisch und klar, doch im Leben blickt man nach vorne. Deshalb bewundere ich den Pioniergeist von Fritz Heiserer und Hansjörg Rosenbauer, die mit dem mutigen Schritt nach Leonding großen Weitblick bewiesen und damit den Weg in unsere erfolgreiche Zukunft geebnet haben. In der Folge entstanden die ersten Produkte in neuer Designsprache, kamen bahnbrechende Innovationen auf den Markt und wurde durch den Börsengang eine moderne Organisationsform implementiert. Darüber hinaus erfolgte die Expansion in alle wichtigen Märkte, was Rosenbauer zum größten Feuerwehrkonzern der Welt gemacht hat.“

Zu dieser Presseinformation steht folgendes Mediamaterial für Sie zur Verfügung:
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