14. August 2020

Presseaussendung

Halbjahresergebnisse 2020

  • Geschäftsvolumen steigt im Periodenvergleich um 16 % auf 458,0 Mio €
  • EBIT mit 5,4 Mio € trotz COVID-19 Pandemie über dem Vorjahr
  • Belastung aus Corona-Krise beläuft sich auf 9 Mio €
  • Auftragseingang liegt mit 455,3 Mio € auf dem Niveau des aktuellen Umsatzes
  • Management erwartet für 2020 basierend auf einem soliden Auftragsbestand ein leichtes Umsatzplus, die EBIT-Marge wird zwischen 4 % und 5 % liegen
     
KONZERNKENNZAHLEN 1-6/20191-6/2020
UmsatzerlöseMio €394,6458.0
EBITMio €5,25,4
PeriodenergebnisMio €1,62,2
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-115,7-34,0
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 25,1 %25,2 %1
Gewinn je Aktie-0,4-0,5
Mitarbeiterstand zum 30. Juni 3.6833.967
Auftragsbestand zum 30. JuniMio €1.229,41.118,2
    
 

Der Rosenbauer Konzern ist im ersten Halbjahr 2020 trotz der Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie weiter stark gewachsen. So stieg der Umsatz der Gruppe im Periodenvergleich um plus 16 % von 394,6 Mio € auf 458,0 Mio €, der damit bezogen auf den Berichtszeitraum einen neuen historischen Höchststand markiert. Das Umsatzwachstum kam aus allen Vertriebsregionen, insbesondere der Area NISA, der Area MENA und der Area NOMA. Die neuen Aufträge lagen hingegen mit 455,3 Mio € unter dem Vorjahr (1-6/2019: 571,1 Mio €). Das EBIT verbesserte sich trotz der Corona-Krise auf 5,4 Mio € (1-6/2019: 5,2 Mio €). Diese belastet das Ergebnis mit ca. 9 Mio €. Vor dem Hintergrund eines unverändert soliden Auftragsbestandes rechnet der Rosenbauer-Vorstand für das Gesamtjahr mit einem leichten Umsatzanstieg. Die EBIT-Marge wird zwischen 4 % und 5 % liegen. 

 

Umsatz- und Ertragslage
Die negativen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die weltweite wirtschaftliche Aktivität sind in den ersten sechs Monaten 2020 stärker ausgefallen als erwartet. Gleichzeitig setzt die Konjunkturerholung langsamer ein. Darum hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Ausblick im Juni angepasst und den Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung von -3,0 % auf -4,9 % heuer angehoben. Dieser Rückgang wird dabei mit Ausnahme Chinas erstmals alle Regionen betreffen. Die globale Feuerwehrbranche ist ein typischer „Nachläufer“ und folgt der allgemeinen Konjunktur erfahrungsgemäß mit einem mehrmonatigen Abstand. Obwohl sich die Nachfrage im 2. Quartal verlangsamt hat, sollte sich der Sektor dank voller Auftragsbücher im aktuell rückläufigen, wirtschaftlichen Umfeld behaupten können. 

 

Der Rosenbauer Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2020 einen Konzernumsatz von 458,0 Mio € (1–6/2019: 394,6 Mio €). Die Gründe dafür sind das solide Orderbuch und die somit weiter starke Produktionsleistung aller Standorte. Der Konzernumsatz verteilt sich aktuell wie folgt auf die verschiedenen Vertriebsregionen2: 30 % Area CEEU, 12 % Area NISA, 8% Area MENA, 13 % Area APAC, 34 % Area NOMA sowie 3 % auf das Segment Stationärer Brandschutz.

 

Das EBIT lag in den ersten sechs Monaten 2020 entgegen nachteiliger Effekte der COVID-19 Pandemie mit 5,4 Mio € über dem Wert der entsprechenden Vorjahresperiode (1–6/2019: 5,2 Mio €). Das Konzern-EBT in der Berichtsperiode betrug folglich 2,5 Mio € (1–6/2019: 2 Mio €). 

Der Auftragseingang lag mit 455,3 Mio € von Jänner bis Juni dieses Jahres unter dem entsprechenden Vorjahreswert (1–6/2019: 571,1 Mio €), was vor allem auf eine rückläufige Entwicklung in der Area APAC zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand ist weiter solide und betrug 1.118,2 Mio € (1-6/2019: 1.229,4 Mio €).

 

Finanz- und Vermögenslage
Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der starken Auslastung weist die Bilanzstruktur zum Ende des Halbjahres ein hohes Trade Working Capital aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Periodenvergleich auf 989,5 Mio € (30. Juni 2019: 900,8 Mio €), was insbesondere auf das gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2019 höhere kurzfristige Vermögen zurückzuführen ist. 

 

Im Vorjahresvergleich weisen die Vorräte und die kurzfristigen Forderungen die größten Veränderungen aus: Die Vorräte sind auf 478,3 Mio € (30. Juni 2019: 466,1 Mio €) gestiegen. Die kurzfristigen Forderungen lagen mit 252,0 Mio € (30. Juni 2019: 207,3 Mio €) über dem Vorjahr. Aufgrund der Bemühungen zur Reduktion des Trade Working Capitals konnte die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) trotz höherem Umsatz auf dem Niveau der Vorjahresperiode bei 393,4 Mio € (30. Juni 2019: 396,8 Mio €) gehalten werden.

 

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr stark verbessert werden und liegt bei –34,0 Mio € (1–6/2019: –115,7 Mio €). Zum Jahresende wird von einer weiteren Verbesserung des Cashflows aus der operativen Tätigkeit ausgegangen.

 

Ausblick
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie sind ohne Vergleich und die Konjunktur wird sich nur langsam von ihren Folgen erholen. Die Gegenmaßnahmen der Politik haben jedoch laut IWF geholfen, weltweit die Schäden zu begrenzen und das Sentiment an den Kapitalmärkten zu verbessern. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit unverändert hoch. Nächstes Jahr könnte die globale Wirtschaftsleistung nach Ansicht der Experten um 5,4 % wachsen und damit wieder das Niveau von 2019 erreichen.
 
Die Feuerwehrbranche folgt der allgemeinen Konjunktur erfahrungsgemäß mit einem mehrmonatigen Abstand. Obwohl sich die Nachfrage im 2. Quartal verlangsamt hat, sollte sich der Sektor dank voller Auftragsbücher im aktuell rückläufigen, wirtschaftlichen Umfeld behaupten können.
 


1  Ohne IFRS 16: 26,0 %
2  CEEU: Zentral- und Osteuropa; NISA: Nordeuropa, Iberien, Südamerika, Afrika; MENA: Mittlerer Osten und Nordafrika; APAC: Asia-Pazifik, Australien, China; NOMA: Nord- und Mittelamerika
Zu dieser Presseinformation steht folgendes Mediamaterial für Sie zur Verfügung:
Presseartikel pdf pdf
Pressekonferenz Präsentation [3 MB] pdf