11. August 2017

Pressemitteilung

Ergebnisse erstes Halbjahr 2017

  • Konzernumsatz auslieferbedingt mit 393,6 Mio € leicht gestiegen
  • Geringere Auslastung und Einmaleffekte belasten EBIT 
  • Für 2017 bei gleichbleibendem Konzernumsatz eine EBIT-Marge von rund 3 % erwartet
KONZERNKENNZAHLEN1-6/2016 1-6/2017
UmsatzerlöseMio €383,4393,6
EBITMio €18,82,7
PeriodenergebnisMio €13,43,4
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-31,2-51,7
Eigenkapital in % der Bilanzsumme32,1 %33,6 %
Gewinn je Aktie1,2-0,3
Mitarbeiterstand zum 30. Juni3.2613.315
Auftragsbestand zum 30. JuniMio €812,9812,0

Umsatz- und Ertragslage
Der Rosenbauer Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen leicht gestiegenen Konzernumsatz von 393,6 Mio € (1-6/2016: 383,4 Mio €). Während in einigen Ländern des Nahen Ostens ein rückläufiges Auslieferprogramm zu verzeichnen war, konnten die Lieferungen in Europa, wie beispielsweise in die Niederlande gesteigert werden.

Im ersten Halbjahr lag das EBIT mit 2,7 Mio € (1–6/2016: 18,8 Mio €) unter dem Vorjahreswert. Die schwache Auslastung infolge der politischen Lage in den Golfstaaten und die daraus resultierende geringere Fixkostendeckung in den Werken in Leonding sowie deutlich erhöhte Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Rovereto belasten das Halbjahrergebnis. Zudem verursachten Einmalkosten für die Neuausrichtung der Personalstruktur in Österreich, außerplanmäßige Abschreibungen immaterieller Wirtschaftsgüter sowie Wechselkurseffekte eine ungeplante Abweichung des Halbjahresergebnisses.  

Das Konzern-EBT in der Berichtsperiode betrug 3,7 Mio € (1-6/2016: 17,1 Mio €).

Auftragslage
Der Rosenbauer Konzern verzeichnete in den ersten sechs Monaten eine sehr zufriedenstellende Auftragsentwicklung und erzielte einen Auftragseingang von 458,3 Mio € (1–6/2016: 376,5 Mio €). Während die Auftragseingänge in jenen Ländern, die von Öl- und Rohstoffpreisen abhängig sind oder aufgrund von Konflikten Umschichtungen der Budgets vornehmen mussten, deutlich zurückgingen, stieg der Auftragseingang in Nordamerika sowie in Teilen Europas an. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2017 liegt mit 812,0 Mio € (30. Juni 2016: 812,9 Mio €) auf dem Niveau des Vorjahres.

Finanz- und Vermögenslage
Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur unterjährig durch ein hohes Working Capital geprägt. Dieses resultiert aus einer mehrmonatigen Durchlaufzeit der in Fertigung befindlichen Fahrzeuge. Die Bilanzsumme mit 685,4 Mio € (30. Juni 2016: 695,0 Mio €) ist daher unterjährig vergleichsweise hoch. Wegen des Auslieferungsvolumens im zweiten Halbjahr erhöhten sich in der Berichtsperiode die Vorräte auf 224,7 Mio € (30. Juni 2016: 208,4 Mio €), die Fertigungsaufträge blieben mit 98,5 Mio € (30. Juni 2016: 101,8 Mio €) auslieferbedingt leicht unter dem Vorjahreswert. Die kurzfristigen Forderungen konnten auf 165,2 Mio € (30. Juni 2016: 181,3 Mio €) reduziert werden. Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) reduzierte sich im Vergleich zur Vorjahres-Berichtsperiode auf 247,9 Mio € (30. Juni 2016: 261,6 Mio €).

Aufgrund des hohen Working Capitals, vor allem bei den Beständen, ist im Vergleich zum Jahresende 2016 der Cashflow aus der operativen Tätigkeit unterjährig mit -51,7 Mio € (1–6/2016: -31,2 Mio €) noch negativ. Zum Jahresende wird von einer Verbesserung des Cashflows aus der operativen Tätigkeit ausgegangen.

Ausblick
In 2017 ist auf den weltweiten Feuerwehrmärkten mit einer ähnlichen Entwicklung wie im Vorjahr zu rechnen. Die Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Feuerwehrmärkte haben in den letzten Monaten spürbar zugenommen. Politische Spannungen und der niedrige Ölpreis könnten auch 2017 das Wachstum in bestimmten Märkten beeinträchtigen. Insgesamt darf aber mit einer stabilen Entwicklung der globalen Nachfrage nach Feuerwehrtechnik gerechnet werden.

Damit sich das angestrebte Wachstum auf einer soliden finanziellen Basis vollzieht, stehen im Konzern Effizienzsteigerung und Kostenreduktion weiter im Mittelpunkt. Zudem sind weitreichende Änderungen in der Führungs- und Organisationsstruktur von Rosenbauer vorgenommen worden, die Einmalbelastungen mit sich brachten.

Aufgrund der projektbedingt geringeren Auslastung und des veränderten Produktionsprogramms, der angeführten Einmaleffekte sowie der eingeschränkten Visibilität hinsichtlich der Währungsentwicklung sieht sich der Vorstand veranlasst, den Ausblick für 2017 anzupassen und erwartet bei gleichbleibendem Konzernumsatz eine EBIT-Marge nach Sondereffekten von rund 3 %.

Zu dieser Presseinformation steht folgendes Mediamaterial für Sie zur Verfügung:
Presseartikel pdf pdf