15. Mai 2018, 07:30 Uhr

Presseaussendung

Quartalsergebnisse 1/2018

  • Umsatz mit 162,4 Mio € im ersten Quartal 2018 rückläufig, weniger Auslieferungen in Zentral- und Osteuropa sowie Asien
  • EBIT verbessert sich dank stärkerer Produktionsleistung im Periodenvergleich deutlich
  • Dynamisches Wachstum beim Auftragseingang, Management rechnet für 2018 mit Umsatz und Ergebnis über dem Vorjahr
KONZERNKENNZAHLEN 1/20171/2018
UmsatzerlöseMio €181,9162,4
EBITMio €-3,11,1
PeriodenergebnisMio €-2,60,8
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-49,7-19,9
Eigenkaptial in % der Bilanzsumme 35,1 %33,5 %
Gewinn je Aktie-0,7-0,3
Mitarbeiterstand zum 31. März 3.3603.490
Auftragsbestand zum 31. MärzMio €790,6933,8

 

Die Weltwirtschaft hat ihren Schwung wie erwartet in das neue Jahr mitgenommen. Dementsprechend stabil hat sich auch die globale Feuerwehrbranche in den ersten drei Monaten 2018 entwickelt. Es sind vor allem die Länder mit kontinuierlichem Beschaffungswesen und/ oder erhöhtem Sicherheitsbedürfnis nach Natur- oder Terrorkatastrophen, die die Nachfrage tragen.

Umsatz- und Ertragslage
Der Rosenbauer Konzern erzielte im ersten Quartal 2018 einen Konzernumsatz von 162,4 Mio € (1–3/2017: 181,9 Mio €). Während die Auslieferungen in einigen Ländern Zentral- und Osteuropas sowie Asiens rückläufig waren, verzeichneten insbesondere Westeuropa sowie der Nahe und Mittlere Osten höhere Volumina als im Vorjahr. Aktuell verteilt sich der Konzernumsatz wie folgt auf die verschiedenen Absatzregionen: 28% Area CEEU, 12% Area NISA, 11% Area MENA, 15% Area APAC, 31% Area NOMA sowie 3% auf das Segment Stationärer Brandschutz.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres zeigte sich erneut, dass das erste Quartal immer deutlich umsatz- und ertragsschwächer ist. Dies liegt unter anderem daran, dass der überwiegende Teil der Auslieferungen üblicherweise in der zweiten Jahreshälfte erfolgt.

Entgegen dem rückläufigen Konzernumsatz lag das EBIT im ersten Quartal mit 1,1 Mio € (1–3/2017: –3,1 Mio €) klar über dem Vorjahreswert. Dazu hat vor allem eine gestiegene Produktionsleistung mit einem höheren Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und eine folglich bessere Fixkostenabdeckung beigetragen. Das Konzern-EBT in der Berichtsperiode betrug 0,9 Mio € (1–3/2017: –2,8 Mio €).

Der Auftragseingang ist indes mit 236,2 Mio € (1-3 2017: 207,9 Mio €) in den ersten drei Monaten weiter dynamisch gewachsen. Während die neuen Order in jenen Ländern, die von Öl- und Rohstoffpreisen abhängig sind bzw. die aufgrund von Konflikten Umschichtungen der Budgets vornehmen mussten, weiter rückläufig waren, konnten sie in den anderen Absatzregionen teils stark zulegen.

Finanz- und Vermögenslage
Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur unterjährig durch ein hohes Working Capital geprägt. Dieses resultiert aus einer mehrmonatigen Durchlaufzeit der in Fertigung befindlichen Fahrzeuge. Die unterjährig hohe Bilanzsumme von 673,0 Mio € (31. März 2017: 678,5 Mio €) ist insbesondere auf das gegenüber dem Stichtag 31.12.2017 höhere kurzfristige Vermögen zurückzuführen. Dieses belief sich auf 486,5 Mio € (31. März 2017: 489,0 Mio €).

Die kurzfristigen Forderungen lagen mit 173,9 Mio € (31. März 2017: 183,7 Mio €) unter dem Niveau des Vorjahres. Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) reduzierte sich im Vergleich zur Vorjahres-Berichtsperiode auf 211,3 Mio € (31. März 2017: 227,4 Mio €).

Aufgrund des hohen Working Capitals – bedingt durch die hohen Kundenforderungen – ist der Cashflow aus der operativen Tätigkeit unterjährig mit -19,9 Mio € (1-3/2017: -49,7 Mio €) noch negativ.

Ausblick
Der IWF hat jüngst seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft mit plus 3,9 Prozent 2018 und 2019 bestätigt. Die größten Unsicherheiten sind dabei der wachsende Protektionismus und der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China, die das Marktvertrauen erschüttern könnten. Der größte stimulierende Effekt für die Weltwirtschaft ist gleichzeitig die US-Steuerreform.

Die Feuerwehrbranche folgt erfahrungsgemäß der allgemeinen Konjunktur mit einem mehrmonatigen Abstand und sollte sich weiter stabil entwickeln. Rosenbauer verfolgt die Entwicklung in den verschiedenen Feuerwehrmärkten sehr genau, um Absatzchancen frühzeitig nutzen zu können. Abhängig davon, welche Länder oder Regionen ein erhöhtes Beschaffungsvolumen erkennen lassen, werden die Vertriebsaktivitäten intensiviert. Damit die angestrebte Geschäftsentwicklung eine solide finanzielle Basis hat, bleiben Effizienzsteigerung und Kostenreduktion unverändert im Fokus. Trotz des anhaltenden Margendrucks in den entwickelten Märkten strebt das Management von Rosenbauer einen Umsatz und ein Ergebnis über den Werten des Vorjahres an.

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