Interview mit DI Markus Schachner

Leitung Entwicklung und Konstruktion

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Interview mit DI Markus Schachner

Leitung Entwicklung und Konstruktion

Herr Schachner, Sie als Chefentwickler sind bei Rosenbauer verantwortlich für das Engineering des neuen PANTHER. Wie viele Stunden und wie viele Tassen Kaffee stecken in seiner Entwicklung?

Der neue PANTHER ist mit seinen zahlreichen Funktionen gewiss eines der komplexesten Feuerwehrfahrzeuge und basiert im Unterschied zu europäischen Kommunallöschfahrzeugen auch auf einem eigens für die Anwendung als Flughafenlöschfahrzeug bei Rosenbauer entwickelten Fahrgestells. Die Entwicklung eines derartig umfassenden Gesamtfahrzeuges erfordert daher ein kompetentes und interdisziplinäres Entwicklungsteam, welches bei diesem Fahrzeug aus mehr als 50 Entwicklungs-ingenieuren, Prototypenbauern und Versuchsingenieuren bestand. Was die Anzahl der Tassen Kaffee während der Entwicklung des neuen PANTHER angeht, so bin ich mir sicher, dass die Menge aller Tassen dieser 50 Personen zusammen einen Wassertank des neuen PANTHER 4×4 vollständig füllen würden.

„Das Schwierigste war, die Innovationen und das Aussehen des neuen PANTHER bis zur Veröffentlichung geheim zu halten.“

Wie lange hat es gedauert, bis Sie sich für das Design des neuen PANTHER entschieden haben?

Der Designentwicklungsprozess ist Teil eines Gesamtentwicklungsprozesses und hat bereits sehr frühzeitig mit der Fragestellung „Wie will ich das Fahrzeug am Markt positionieren und welche Fahrzeugeigenschaften wollen wir besonders ausprägen“ gestartet. Dabei hat der PANTHER bereits in der letzten Generation den Erfolg der Marke Rosenbauer stark geprägt und sich zur Speerspitze unserer Produktpalette entwickelt. Diese Eigenschaften mit dem neuen PANTHER weiterzuentwickeln und mit noch mehr Innovationen aufzuladen, hat einen wichtigen und zeitintensiven Raum von mehreren Monaten in der Entwicklung des neuen Fahrzeuges in Anspruch genommen.

 

An welchem Teil, haben Sie beim neuen PANTHER am längsten gearbeitet?

Ich möchte das nicht ausschließlich an einem Bauteil festmachen, sondern vielmehr auf eine Fahrzeugkomponente ausweiten. Die Kabine des neuen PANTHER als zentraler Fahrerarbeitsplatz, Bedieneinrichtung und Mannschaftsraum zugleich hat eine Menge an Aufgaben zu erfüllen. Dabei gilt es, gesetzliche Anforderungen, wie Insassensicherheit, normative Reglements aus den internationalen Anwendungsnormen wie beispielsweise jene der NFPA (National Fire Protection Association) aber auch Kriterien aus der Ergonomie, Licht und Sicht zu berücksichtigen. Das alles unter einen Hut zu bringen und mit den Ansprüchen der Exterieur- sowie Interieur-Designvorgabe zu einem funktionsfähigen Gesamtsystem zu verbinden war sicherlich die zeitintensivste Aufgabenstellung in der Entwicklung des neuen PANTHER.