Vorbeugender Brandschutz: Rosenbauer Tochterunternehmen entwickelte modernste Rohrvorfertigungsanlage

Rosenbauer hat in den vergangenen Jahren den Bereich Vorbeugender Brandschutz beständig ausgebaut – nicht zuletzt durch die Übernahme der G&S Brandschutztechnik AG mit Sitz in Mogendorf im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz im Jahr 2016. Dort wurde vor kurzem eine hochmoderne, vollautomatische Rohrvorfertigungs-Anlage in Betrieb genommen.

Sie ist vollständig automatisiert, vereint Roboter- mit Schneide- und Schweißtechnik, ist extrem flexibel und arbeitet äußerst effizient und damit umweltschonend. Kurz gesagt: Die neue Rohrvorfertigungsanlage ist ein technisches Meisterwerk. Und davon profitieren vor allem die Kunden von Rosenbauer, sagt Ansgar Schmidt, Vorstand der G&S Brandschutztechnik AG: „Wir sind durch die neue Anlage in der Lage, schneller in Auftrag gegebene Anlagen zu fertigen und somit unsere Kunden noch flexibler zu bedienen.“

 

Entwicklung mit eigenem Know-how

Die Anlage wurde mit eigenem Know-how direkt im Unternehmen entwickelt. Damit wurde sichergestellt, dass man die eigenen, hohen Qualitätsansprüche erfüllen kann und den Produktionsablauf stationärer Brandschutzanlagen optimiert.  „Wir können jetzt flexibel und punktgenau je nach Bedarf unsere eigenen Rohre vorfertigen“, freut sich Ansgar Schmidt.

Im Detail funktioniert die Rohrvorfertigung so: Das Ausgangsmaterial –Rohre zwischen 1“ und 10“ Durchmesser – werden als Bündel in die Anlage eingelegt. Im ersten Arbeitsschritt werden die Rohre vereinzelt und kugelgestrahlt. Dann folgt der Weitertransport zur nächsten Station: Dem Endlos-Schweißen. Hier werden die Rohre mittels MAG Schweißverfahren verbunden, anschließend exakt vermessen und auf die benötigte Länge abgeschnitten. „Dadurch haben wir fast keinen Verschnitt und kaum Abfall, was sehr ressourcen- und umweltschonend ist“, sagt Ansgar Schmidt.

Nach dem Schweißen erfolgt die Rohrendbearbeitung. Hier wird eine Riefe hydraulisch und exakt eingerollt, was der späteren Rohrverbindung bei der Montage dient. Im nächsten Arbeitsschritt wird die jeweilige Muffe (zwischen ½“ und 4“) aufgesetzt und verschweißt. Zu guter Letzt versieht die Anlage die Rohre auch noch mit einer Identifikationsnummer, die der eindeutigen Zuordnung bei der Montage dient, bevor sie zum Ausgangsspeicher gebracht werden. Nach der Verarbeitung in der Anlage werden die Rohre je nach Farbwunsch des Kunden in Handarbeit pulverbeschichtet, kontrolliert und der Montagereihenfolge entsprechend verpackt.

 

Enorme Flexibilität

Die enorme Flexibilität der Anlage ist ein großer Vorteil, um die individuellen Kundenwünsche rasch erfüllen zu können. Denn nahezu alle notwendigen Umstellungen (z.B. auf den jeweiligen Rohrdurchmesser) vollzieht die Maschine rasch und vollautomatisch. Und auch die Kapazität der Anlage ist bemerkenswert: Pro Tag können bis zu 500 Muffen aufgeschweißt werden.

Mit der Entwicklung und Inbetriebnahme der hochmodernen Rohrvorfertigungsanlage sorgt Rosenbauer nicht nur dafür, die bekannt hohen Produktstandards noch weiter hinaufzusetzen. „Mit dieser Investition in Mogendorf bzw. den Produktbereich vorbeugenden Brandschutz bekräftigen wir auch unser Engagement für diesen Standort und dieses wichtige Segment im Unternehmen“, betont Hubert Heissl, Geschäftsführer von Rosenbauer Brandschutz.