Reibungslose Kommunikation und perfekte Koordination dank EMEREC

Die Donauleiten am nördlichen Ufer der Donau im oberen Mühlviertel ist nicht nur dicht bewaldet, unwirtlich und steil, sondern wartet auch mit vielen Funklöchern auf. Oder anders gesagt: Sie ist perfekt geeignet, um das Einsatzmanagementsystem EMEREC auf Herz und Nieren zu testen.

 

Die Übungsannahme, mit der die Feuerwehrleute der Feuerwehr Hofkirchen im Mühlkreis (Abschnitt Lembach) im oberösterreichischen Mühlviertel bei ihrer Frühjahrsübung konfrontiert waren, war keinesfalls utopisch: Von drei Wanderern, die im Bereich der Donauleiten vermutet wurden, fehlte jede Spur. Die örtlichen Feuerwehren, das Rote Kreuz, die Polizei und eine Hundestaffel wurden alarmiert, um nach den drei Vermissten zu suchen.

 

Reibungslose Kommunikation

Nach der Einteilung der Suchabschnitte durch die Einsatzleitung, die bei Suchaktionen bei der Polizei liegt, begann man mit der Suche. Zur Lageführung und auch als Kommunikationsmittel griff man auf das Einsatzmanagementsystem EMEREC von Rosenbauer zurück. „Im Suchbereich, der sogenannten Donauleiten, ist die Funkverbindung selten brauchbar. Deshalb griffen wir auf die Messenger-Funktion der mobilen Version von EMEREC zurück, was eine reibungslose Kommunikation ermöglicht hat“, schildert der Zugskommandant der FF Hofkirchen im Mühlkreis, Andreas Höglinger.

 

Perfekte Koordination

Gerade bei Suchaktionen in schwierigem Gelände ist eine perfekt koordinierte Vorgehensweise wichtig, um das Areal auch wirklich lückenlos abzusuchen. Mit EMEREC kann man rasch und unkompliziert darstellen, welche Bereiche man bereits abgesucht hat bzw. wo die Einsatzkräfte noch nicht gewesen sind. Bei der Suchübung im oberen Mühlviertel hat die Koordination und Umsetzung allem Anschein nach sehr gut funktioniert: Denn die drei vermissten Wanderer konnten rasch gefunden werden. Eine Person, die im Bereich einer Ruine entdeckt wurde, hatte sich allerdings (laut Übungsannahme) verletzt. Nach der Rettung und dem Abtransport über schwieriges Gelände wurde die Person an das Rote Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben. Nach dem Auffinden aller Personen und erfolgreichen Abarbeitung aller Übungsaufgaben konnte man zur Nachbesprechung abrücken.

 

Übung für den Ernstfall

Feuerwehrkommandant Christian Hintringer und seine Kollegen von Polizei und Rotem Kreuz konnten nach dabei ein positives Resümee ziehen: Das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen hat gut funktioniert und alle Aufgaben konnten relativ rasch gelöst werden. Dass solche Übungen enorm wichtig sind, um für den Ernstfall gerüstet zu sein, das zeigt ein Rückblick auf die knapp 80 Einsätze, zu denen die Feuerwehr Hofkirchen 2018 gerufen wurde: Bei einem davon musste man etwa einen Paragleiter retten, der im Bereich der Donauleiten abgestürzt und auf einem Baum hängengeblieben war.

 

Ein weiterer, wichtiger Schluss, den man nach der gelungenen Übung ziehen konnte: Das Einsatzmanagementsystem EMEREC ist ein praktisches Hilfsmittel, das bei der Bewältigung solcher Szenarien eine große Unterstützung darstellt.