Der PANTHER unterwegs mit der Schweizer Luftwaffe


Egal, ob am Militärflughafen, am Flugfeld oder im Gelände: Wenn die Schweizer Luftwaffe ihre Einsatzübungen und aktiven Einsätze durchführt, sorgen die PANTHER von Rosenbauer für entsprechende Sicherheit.

Dass der PANTHER als Flugfeldlöschfahrzeug auf Militärflughäfen eingesetzt wird, das gibt es in vielen Ländern. Dass das Flaggschiff von Rosenbauer aber auch als „Begleitschutz“ bei mobilen Einsätzen zum Tross gehört, ist wohl ein Schweizer Spezifikum. Unter anderem für diesen Zweck hat die „armasuisse“ – das Bundesamt für Rüstung – gleich 19 PANTHER 6x6 S bei Rosenbauer in Auftrag gegeben, die herkömmliche Löschfahrzeuge auf LKW-Fahrgestellen ersetzen.

Schon bisher hat man auf den Schweizer Militärflughäfen auf den PANTHER gesetzt, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen. Insgesamt sieben PANTHER 8x8 wurden bis 2017 für den stationären Einsatz angeschafft. Jetzt wird die Flotte an Flugfeldlöschfahrzeugen erweitert: 19 PANTHER 6x6 S werden auf Stützpunkte in der gesamten Schweiz verteilt, um die Luftwaffe bei Übungen und Einsätzen zu begleiten.

Für Straßenverkehr zugelassen

Die kleinere und schmälere S-Version des PANTHER wurde ausgewählt, damit die Fahrzeuge für den Straßenverkehr zugelassen werden können. Mit einer Breite von 2,5 Metern und einem Gewicht von unter 25 Tonnen erfüllt man die entsprechenden Anforderungen. In punkto Löschtechnik gibt es aber keine Kompromisse: Dachwerfer, Wärmebildkamera, 4500-Liter-Wassertank und 500 Liter Schaumextrakt gehören genauso zur Ausstattung wie ein CO2-Löschabgang inkl. Haspel an der Fahrzeugfront. Selbstverständlich erfüllen die PANTHER 6x6 S auch alle Normen für Flughafenlöschfahrzeuge der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO.

Besonderes Augenmerk hat man auf die Sicherheit gelegt: Denn die PANTHER 6x6 S werden nicht nur vom Berufspersonal der Luftwaffe bewegt, sondern auch von Angehörigen der Miliz bei den jährlichen Übungen. Vor allem das ESC-System – kurz für Electronic Stability Control – ist hier zu erwähnen: Es sorgt dafür, dass in extremen Fahrsituationen jedes einzelne Rad automatisch abgebremst werden kann, um Schleudern oder sogar das Umkippen des PANTHER zu verhindern. Sehr gute Geländegängigkeit ist dank Allrad-Antrieb und der entsprechenden Bereifung ebenfalls gegeben.

Eine weitere Besonderheit der PANTHER 6x6 S für die Schweizer Luftwaffe ist die Möglichkeit, die Fahrzeuge mit einem sogenannten Fahrschulpedal auszustatten. Das zusätzliche Bremspedal kann auf der Beifahrerseite angebracht werden, um die Flugfeldlöschfahrzeuge auch im Ausbildungs- und Fahrschulbetrieb verwenden zu können.

Übungen am Simulator

Apropos Ausbildung: In Payerne in der französischsprachigen Schweiz hat die Luftwaffe ein eigenes Ausbildungszentrum namens „CFR Campus Phénix“ geschaffen. Dort sind nicht nur mehrere PANTHER in den verschiedenen Ausführungen stationiert, sondern auch zwei Simulatoren mit den Original-Cockpits des PANTHER 8x8 bzw. PANTHER 6x6 S. Die PANTHER-Besatzungen können damit unterschiedlichste Übungsszenarien effizient trainieren – und das zu jeder Zeit und ohne Treibstoff oder Löschmittel zu verbrauchen. Für noch realitätsgetreuere Übungen gibt es zudem einen Brandübungsplatz mit verschiedenen Flugzeugsimulatoren und einem Hangar. Das gesamte Trainingsgelände ist zudem mit einer fast 100%igen Wasseraufbereitung ausgestattet.

Der Einsatz verschiedener Fahrzeuge mit dem gleichen Bedienkonzept bietet viele Synergien: Eine einfachere Personalschulung, eine unkomplizierte Wartung der fast baugleichen Fahrzeuge und dank eigenem Übungszentrum mit Simulatoren die signifikante Anhebung des Ausbildungsniveaus der Besatzungen. Für noch mehr Sicherheit bei Einsätzen und Übungen.