CFT unterwegs in Deutschland

Der CFT auf Frühjahrstour

Damit Feuerwehren den CFT hautnah erleben können, tourte Rosenbauer im März durch Teile von Deutschland.

Angreifen und ausprobieren, wie sich das Fahrzeug bedienen und lenken lässt. Erleben, was es in diversen Fahrsituationen macht, wie es beschleunigt, abbremst und was dabei genau die Rekuperation bewirkt. Erfahren, welches Fahrverhalten der CFT in schnellen Kurven oder auf Schnee und Eis an den Tag legt, wie er sich dabei für die Crew in der Kabine anfühlt, welche Assistenzsysteme auf Einsatzfahrten Sinn machen usw.

Zeigen statt reden

Zeigen statt nur darüber reden! Nach dieser Devise präsentiert Rosenbauer den Concept Fire Truck (CFT) überall in Europa, wo man sich für das Feuerwehrfahrzeug der Zukunft interessiert. Anfang des Jahres war man in Dänemark, Norwegen und Schweden, im März ging es nach Deutschland, schließlich ist die Berliner Feuerwehr beim Thema Elektromobilität ganz vorne mit dabei: Sie wird als erste Feuerwehr der Welt ein elektrisches Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (eLHF) auf Basis des CFT im Regeleinsatzdienst erproben. Das eLHF ist ein durch das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördertes Vorhaben (BENE-Förderkennzeichen 1213-B4-N), welches aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert wird. Naheliegend also, dass auch die jüngste Deutschlandtour, die sicher nicht die letzte gewesen sein wird, in Berlin, respektive bei Rosenbauer Deutschland in Luckenwalde ihren Anfang nahm.

Trendsetter Berlin

Beim CFT-Auftritt in Luckenwalde und Berlin konnten sich Repräsentanten der Berliner und umgebenden Feuerwehren selbst ein Bild vom CFT machen und diesen im Fahrbetrieb live erleben. Station machte das Konzeptfahrzeug dabei unter anderem auf der Feuerwache Schöneberg – sie ist eine der drei Wachen, die auch für den Probebetrieb vorgesehen sind – sowie in der Direktion West am Nikolaus-Groß Weg 2 in Berlin-Charlottenburg, von wo man dann zu Fahrten durch die Stadt aufbrach. Das Interesse am CFT blieb dabei nicht nur auf die Feuerwehren beschränkt, auch andere Organisationen wie das Technische Hilfswerk und die geladenen Pressevertreter zeigte sich angetan.

Auf der anderen Seite ging es beim ersten Halt der CFT-Deutschlandtour um die weitere Intensivierung der Innovationspartnerschaft mit der Berliner Feuerwehr, beispielsweise die Entwicklung einer gemeinsamen IT- und Kommunikationstechnik für das eLHF. Bis Ende 2020 werden sowohl Testfahrzeug als auch Ladeinfrastruktur zur Verfügung stehen, um wie geplant ab 2021 in einen einjährigen Erprobungsbetrieb gehen zu können.

Begeisterung in Viersen

Die zweite Station auf der Deutschlandtour war Hannover, wo das Fahrzeug auf der Feuer- und Rettungswache 2 Halt machte. Hier konnte sich die Berufsfeuerwehr einen Tag lang mit dem CFT beschäftigen und standen neben Präsentation und Vorführfahrten auch ein Praxis-Workshop auf dem Programm.

Anschließend ging die CFT-Tour weiter nach Viersen ins Rosenbauer Kundencenter Nordrhein-Westfalen. Auch hier waren die Feuerwehren aus der Umgebung eingeladen, das E-Fahrzeug näher kennenzulernen und hautnah zu „erfahren“. Besonders erfreulich fiel das Feedback von den Vertretern der Werkfeuerwehren aus, die sich unisono begeistert vom Fahrzeugkonzept zeigten.

Schlusspunkt in Frankfurt

In der dritten Tourwoche standen ein Kunden-Workshop für die Arbeitsgemeischaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBV NRW) in Olpe, Nordrhein-Westfalen auf dem Programm, bevor der Schlusspunkt bei der Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main gesetzt wurde. Die letzten beiden Tage verbrachte der CFT auf der Feuer- und Rettungswache. Die Testfahrten fanden im Feuerwehr- und Rettungstrainingscenter statt, die Teilnehmer kamen so wie bei allen anderen Events aus den unterschiedlichsten Feuerwehrorganisationen der näheren Umgebung.

Fazit nach den ersten CFT-Touren in diesem Jahr durch Europa: Die Akzeptanz steigt, die Skepsis sinkt. Aber es ist noch viel zu tun, um der Zukunftstechnik zum Durchbruch zu verhelfen.