Presseaussendung, 19. Juni 2022

Interschutz 2022: Rosenbauer präsentiert den ersten AT electric

  • Zuverlässige und bewährte AT-Technologie auf voll-elektrischem Serienfahrgestell
  • Range Extender zur Sicherung des normkonformen Pumpenbetriebs
  • Aufbaukonzept offen für elektrische Chassis verschiedener Hersteller

 

Hochwertige Technologie, tausendfach bewährt, so kennt man den Rosenbauer AT in der Feuerwehrwelt. Bisher konventionell angetrieben, steht das Flaggschiff der kommunalen Rosenbauer Fahrzeugflotte künftig auch auf elektrischen Serienchassis zur Verfügung. Auf der Interschutz wird ein erstes Vorserienfahrzeug in Anlehnung an ein HLF 20 präsentiert. Geplanter Verkaufsstart für diesen AT electric ist Ende 2022.

 

Das Messefahrzeug ist dabei auf ein Fahrgestell von Volvo Trucks aufgebaut. Der schwedische LKW-Hersteller hat 2019 mit der Serienfertigung von elektrischen Chassis begonnen und stellt mit dem Volvo FL Electric, auf den Rosenbauer bereits einen Gerätewagen Logistik realisiert hat, und dem Volvo FE Electric, der für den AT electric verwendet wird, bereits zwei Produkte zur Verfügung. Rosenbauer ist der erste Aufbauhersteller, der auf diesen Chassis voll-elektrische Feuerwehrfahrzeuge realisiert hat und wird in Zukunft den AT electric auch auf weiteren Serienchassis anbieten, sobald diese zur Verfügung stehen.

 

Alle Vorzüge des „Klassikers“

 

Keine Kompromisse, keine Abstriche bei den gewohnten AT-Qualitäten – das war der Entwicklungsansatz beim AT electric. Das Fahrzeug basiert auf der gleichen Aufbautechnologie, bietet denselben Funktionsumfang und die gewohnte Bedienumgebung wie ein „klassischer“ AT. Bewährte Aufbauelemente wie die integrierte Doppelkabine mit Drehtreppe oder das Rosenbauer Halterungssystem COMFORT finden sich 1:1 im AT electric wieder. Lediglich die Auftritte im Bereich der Geräteräume 1 und 2 sind nicht als Klappen ausgeführt sondern mechanisch ausfahrbar, weil sich dahinter die beiden Batteriepakete befinden.

 

Die Normbeladung eines HLF 20 passt trotzdem in das Messefahrzeug, weil im Heck (Geräteraum 7) durch den Unterflureinbau der Feuerlöschpumpe zusätzlicher Platz geschaffen werden konnte. Rosenbauer hat für den AT electric mit der N10 und der N20 (verbaut im Messefahrzeug) gleich zwei Pumpen gemäß EN1028 im Programm. Wesentlich zur Normerfüllung trägt der im Aufbau verbaute Range Extender bei, der den nach EN1846 geforderten, vierstündigen Dauerbetrieb der Pumpe sicherstellt. Der von einem Dieselmotor angetriebene Generator stellt dafür eine elektrische Leistung von ca. 50 kW dauerhaft zur Verfügung. Darüber hinaus sind in dem Messefahrzeug ein Wassertank mit 2.000 l, ein Schaumtank mit 120 l, das Rosenbauer Schaum-Druckzumischsystem RFC Admix Variomatic sowie eine Schnellangriffshaspel verbaut.

 

Mit dem Rosenbauer Fahrzeugmanagementsystem Connected Fleet und dem Einsatzmanagementsystem Connected Command ist der AT electric bereit für den digitalisierten Feuerwehralltag. Außerdem werden mit dem Messefahrzeug zwei brandneue Features gezeigt: das Tablet als „dritte“ Bedienstelle und ein Umluftfilter für den Mannschaftsraum, der feinste Partikel (Rauch, Schmutz, aber auch Viren) aus der Kabinenluft filtern kann.

 

Neues Antriebs- und Energiekonzept

 

Sowohl der Antriebsstrang als auch die Feuerlöschpumpe werden im AT electric vollelektrisch betrieben. Die Pumpe wird im Brandeinsatz über einen serienmäßig mit dem Chassis mitgelieferten E-Motor (einem elektrischen Nebenabtrieb) angetrieben und aus dem Hochvoltsystem des Chassis gespeist. Für ausreichend Energie im länger andauernden Einsatz sorgt ein Range Extender.

 

Zwei Lithium-Ionen-Akkumulatoren mit einer Nominalkapazität von jeweils 66 kWh versorgen das Gesamtsystem mit Energie. Die Aufladung der Akkus erfolgt entweder über ein Ladekabel mit einer maximalen Leistung von 150 kW Gleichstrom bzw. 22 kW Wechselstrom oder bei Bedarf, wenn beispielsweise ein längerer Pumpenbetrieb erforderlich ist, an der Einsatzstelle über den Range Extender. Die Fahrstrecke mit einer Batterieladung reicht je nach Topologie für bis zu 100 km.

 

Advanced Technology, der Name ist beim AT Programm und steht für innovative und qualitativ hochwertige, zuverlässige und langlebige Feuerwehrtechnik, welche die Feuerwehren in Kürze auch auf voll-elektrischem Chassis in gewohnter Weise nutzen können.

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