Presseaussendung, 16. Juli 2020

Highend-Gerät für die BF Freiburg

Feierliche Übergabe der ersten Rosenbauer Hubrettungsbühne B45FA 2.0 in Deutschland

Gestern hat Rosenbauer auf der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr Freiburg eine brandneue Hubrettungsbühne übergeben. Die Auslieferung des Highend-Gerätes ist ein weiterer Meilenstein im mehrjährigen, vom Land Baden-Württemberg geförderten Beschaffungsprogramm, im Zuge dessen Rosenbauer Karlsruhe insgesamt vier hochwertige Hubrettungsgeräte – drei davon mit über 40 m Arbeitshöhe – für Feuerwehren in den Regierungsbezirken Tübingen, Karlsruhe und Freiburg gefertigt hat. Michael Kristeller, Geschäftsführer der Rosenbauer Karlsruhe GmbH: „Wir sind sehr stolz darauf, dass uns die Feuerwehren in Baden-Württemberg gerade bei diesen technisch anspruchsvollen Fahrzeugen das Vertrauen geschenkt haben.“

Weltweit im Einsatz
Rosenbauer Hubrettungsgeräte sind weltweit im Einsatz, Fahrzeuge wie die neue Freiburger Hubrettungsbühne wurden unter anderem für Feuerwehren in Norwegen und Australien produziert. Sie verfügen über ein komplett neu entwickeltes Teleskop mit vierteiligem Haupt- und einteiligem Korbarm, welches gegenüber herkömmlichen Geräten der 40m-Klasse einen größeren Arbeitsbereich bietet. Zudem sind sie mit einer neu entwickelten Abstützungs- und Ausladungssteuerung ausgestatten, die neben mehr Ausladung auch mehr Flexibilität mit sich bringt und zum Beispiel bei Schräglagen ein rüstzeit-optimiertes Abstützen erlaubt. Das HLM-Podium, wie es auch bei Rosenbauer Drehleitern verbaut wird, sorgt mit LED-Aufstiegs-, Deckflächen- und Umfeldbeleuchtung für hohe Sicherheit im Einsatz.

First-Attack-Fahrzeug
Bei der B45FA 2.0 für die Berufsfeuerwehr Freiburg handelt es sich um ein vollwertiges Ersteinsatzgerät (FA) mit eingebauter Feuerlöschpumpe. Das Fahrzeug ist auf ein 26t-Chassis von MAN aufgebaut, verfügt über eine Waagrecht-Senkrecht-Abstützung mit bis zu 6,30 m Breite und erreicht eine Arbeitshöhe von 45 m. Mit der midship verbauten Pumpe N55 sowie dem Industrie-Schaumzumischsystem HYDROMATIC kann die Hubrettungsbühne nach Anschluss an ein Tanklöschfahrzeug oder an einen Hydranten sofort zu Löscharbeiten eingesetzt werden. Das Löschwasser wird dabei über eine teleskopierbare Wasserhochführung entlang des Hubrettungssatzes bis zum Korb geführt und kann entweder über einen Druckabgang oder über einen elektrisch bedien- bzw. fernsteuerbaren Korbwerfer ausgebracht werden. Pumpendrehzahl und Zumischrate des Werfers lassen sich nicht nur über den zentralen Bedienstand, sondern auch über ein zusätzliches Bedienteil im Korb verstellen. Die Systemleistung der Löschtechnik beträgt 5.000 l/min, der an der Korbfront montierte Werfer liefert in 40 m Höhe eine Leistung von 4.000 l/min.

Für jeden Einsatz gerüstet
Die Freiburger Hubrettungsbühne ist komplett ausgestattet für jede Art von Höheneinsatz. Der geräumige Rettungskorb hat eine Nutzlast von 600 kg und an der Vorderseite eine abklappbare Plattform mit 300 kg Nutzlast. Er verfügt über einen drehbaren Adapter zur Aufnahme der Krankentragenlagerung an der Korbreling und einen Adapterrahmen für Schwerlasttragen. Zoom- und Infrarotkamera befinden sich im Korb auf einem Schwenk-/Neigekopf und können sowohl vom Korb- aus auch vom Hauptsteuerstand bedient werden. Im Geräteraum 4 ist ein 17“-Bildschirm verbaut, der die Bilder der Korbkameras zeigt. Zusätzlich befindet sich ein mit WLAN-Modul ausgestatteter Videorekorder an Bord, über den die Bilder zum Beispiel an einen Einsatzleitwagen geschickt werden können. Die Atemschutzgeräte sind auf einem Auszug im Geräteraum 3 gehaltert, die Atemluft wird in einem Schlauch innerhalb des Teleskops nach oben in den Rettungskorb geführt.

Automatikfunktionen wie das Target Memory System (TMS) zur Wiederholung von einmal abgefahrenen Bahnen oder die Automatische Rückholung des Rettungskorbes (ARF) aus nicht einsehbaren Korbpositionen erleichtern die Steuerung der B45FA 2.0, ein Vertikal-Rettungssystem (VRS) hält den Armsatz automatisch senkrecht über einen Punkt. Um die Hubrettungsbühne als Kran einsetzen zu können, befinden sich Lastösen am Korbarmgelenk (2.000 kg) und am Korb (500 kg).

Spitzengerät im Fuhrpark
"Wir freuen uns über das neue technische Einsatzgerät", so Ralf-Jörg Hohloch, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz und Kommandant der Feuerwehr Freiburg. Er steht der Berufsfeuerwehr und den 18 Einsatzabteilungen der freiwilligen Feuerwehr mit über 1.200 Mitgliedern und mehr als 650 aktiven Kräften vor, die im Jahr durchschnittlich 2.800 Einsätze absolvieren. „Diese überregionale Beschaffungsmaßnahme ist nicht nur für Freiburg wichtig, sondern auch für Waldshut-Tiengen, Lörrach, Emmendingen, Ortenau und den gesamten Kreis Breisgau-Hochschwarzwald. Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Bezirksbrandmeister Adrian Wibel, unterstützt diese Maßnahme finanziell.“

Porträt der B45FA 2.0 Freiburg

  • Fahrgestell: MAN TGS 26.480 6x2-4
  • Hubrettungssatz: vierteiliger Haupt- und einteiliger Korbarm
  • Arbeitshöhe: 45 m
  • Rettungskorb Typ: 600 kg 
  • Abstützung: Waagrecht-Senkrecht mit bis zu 6.30 m
  • Podium: HLM mit 6 Geräteräumen
  • Einbaupumpe: N55 gemäß FPN 10-4000 mit bis zu 5.000 l/min bei 10 bar
  • Schaumzumischsystem: HYDROMATIC G8 mit bis zu 800 l/min bei 17 bar ist
     
  • Korbwerfer mit 4.000 l/min in 40 m Höhe
  • Telescopic Waterway System
  • 2 Kamerasysteme mit Zusatzbildschirm und Videorekorder
  • Kranfunktion
  • TMS (Target Memory System)
  • VRS (Vertikal-Rettungssystem)
  • ARF (Automatische Rückholfunktion) 
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