Presseaussendung, 14. September 2020

Doppelte Premiere

Rosenbauer präsentiert eine neue Drehleiter mit XS-Technologie und ein neues System zur Absturzsicherung und Höhenrettung

  • Erweiterung der erfolgreichen XS-Baureihe um eine Drehleiter mit 27 Meter Arbeitshöhe
  • Maximale Performance durch großen Aktionsradius und modernste Steuerungstechnik
  • Neue, einfach anzuwendende Ausrüstung für sicheres Arbeiten in Höhen und Tiefen

Die L27A-XS 3.0 ist das neueste Produkt der erfolgreichen Rosenbauer XS-Baureihe und rundet mit einer Arbeitshöhe von exakt 27,6 m das Angebot an Gelenkdrehleitern aus Karlsruhe weiter ab. Das Kürzel XS (für „extra small“) verweist auf die besondere Bauweise dieser Drehleitern mit abneigbarem Korbarm und nach innen versetztem Drehgelenk, wodurch sie auch unter sehr beengten Platzverhältnissen in vollem Umfang eingesetzt werden können. Darüber hinaus steht die XS-Technologie in der Generation 3.0 für maximale Leistung, Sicherheit und Konnektivität.

Unerreichter Aktionsradius
Der große Aktionsradius ist einer der vielen Vorteile der L27A-XS. Sie lässt sich bis auf 5,90 m an ein Anleiterobjekt heranstellen und bietet dabei immer noch die volle Performance bei maximaler Zuladung (fünf Personen im Korb). Dadurch kann beispielsweise ein Aufstellfehler bei niedriger Rettungshöhe oder bei der Horizontal-Flucht leichter kompensiert und der geringere Abstand auch taktisch genutzt werden, um den Einsatzerfolg unter eingeschränkten Platzverhältnissen sicherzustellen. Zudem deckt die L27A-XS mit ihrer Ausladung weite Gebäudefronten ab. Das erleichtert das Aufstellen und Positionieren, weil sie nicht umgestellt bzw. neu positioniert werden muss, wenn mehrere Einsatzstellen in unterschiedlichen Höhen anzufahren sind.

Modernste Steuerungstechnik
So wie alle Rosenbauer Drehleitern der XS-Baureihe ist auch die neue L27A-XS mit einer Steuerung der Generation 3.0 ausgestattet. Diese stellt eine rund zehn Mal höhere Rechnerleistung als die Vorgängervariante zur Verfügung und erfüllt sowohl den Sicherheits-Integritätslevel „SIL 2, Kategorie 3, Performance Level D“ gemäß IEC 61508 (funktionale Sicherheit von programmierbaren, elektronischen Systemen) als auch die Maschinenrichtlinie EN 13849. Außerdem bietet die neue Steuerung mit bis zu fünf CAN-Bussen ausreichend Konnektivität, um XS-Leitern mit modernsten Scheinwerfer- und Kamerasystemen, zusätzlichen Assistenzsystemen und umfangreichen Automatikfunktionen ausstatten zu können.

Fahrzeug mit Kompaktdrehgestell
Aufgebaut ist die L27A-XS auf ein 2-Achs-Chassis von Mercedes Benz (Atego 1527 F) mit 15 t zulässigem Gesamtgewicht. Der Leitersatz besteht aus einem fünfteiligen Hauptarm mit abneigbarem Korbarm (4,35 m), für soliden Stand sorgt eine Waagrecht-Senkrecht-Abstützung mit einer Breite von bis zu 4,80 m. Mit fest montiertem Aluminiumrohr in der Oberleiter, einer in die Korbstruktur integrierten Wasserführung, Mannschutzdüsen im Korbboden und zwei Werfern, die in den Geräteräumen gehaltert und bei Bedarf auf die Korbwasserführung aufgesteckt werden, verfügt sie über eine löschtechnische Basisausstattung für die Brandbekämpfung. 

Das erste Fahrzeug geht an die Feuerwehr La Rochelle in Frankreich und hat ein Kompaktdrehgestell. Dieses ragt auch bei einer 360°-Drehung nicht über die Fahrzeugkontur hinaus, wodurch die Drehleiter sehr nahe an ein Gebäude oder ein anderes Hindernis herangestellt werden kann. Damit vereint die L27A-XS 3.0 eine Vielzahl von Funktionalitäten und einsatztaktischen Vorteilen in einem Gerät.

Neues System zum Sichern und Retten
Zusammen mit der L27A-XS präsentiert Rosenbauer ein neues System zur Absturzsicherung und Höhenrettung. Sämtliche Komponenten kommen dabei aus einer Hand und sind optimal aufeinander abgestimmt. Es besteht aus bis zu 18 Anschlagpunkten nach EN 795, die im Korb, an dessen Unterseite, an der Leiterspitze, am Knickgelenk des Leitersatzes und am Drehgestell angebracht sind. Die Ösen am Leitersatz und am Drehgestell können auch bei älteren Fahrzeugen nachgerüstet werden. Auch ein eigenes Höhensicherungsgerät gehört dazu, bei dem sich der Aufrollmechanismus des Sicherheitsgurtes am Mann und nicht, wie üblich, am Anschlagpunkt befindet. Das hat den Vorteil, dass der Fanggurt nicht über Kanten gezogen wird, sondern auch bei Bewegung nur darüber liegt, weil er direkt an der Person abgespult wird. Dadurch sind Einsatzkräfte außerhalb des Korbes optimal gesichert, zum Beispiel wenn sie auf einen Balkon steigen, um einer verletzten Person in den Korb zu helfen, oder wenn sie mehrere Schritte hinaus auf ein Dach machen müssen.

Darüber hinaus steht ein modulares Komplettpaket für Höhenrettungseinsätze zur Verfügung, dessen einzelne Komponenten je nach Bedarf kombiniert werden können. Dieses umfasst unter anderem eine manuelle Seilwinde (Modul Winch) und einen Flaschenzug (Modul Pulley) zur Unterstützung beim Auf- und Abseilen, ein Backup-Modul für die Hintersicherung des Flaschenzuges, das Modul Bridle, bestehend aus Rettungsdreieck und Verbindungsmittel, um eine Korbtrage bzw. eine darin befindliche Person zusätzlich zu sichern, sowie das Modul Static Line (zwei gebündelte Stahlseile mit festen Längen und Karabinern), wenn die Personenrettung nicht durch Abseilen, sondern durch Verfahren des Leitersatzes oder des Teleskoparmes erfolgen soll. Das Seilsystem (Hauptseil und Backup mit Seilbremse) kann selbstverständlich auch zur Höhensicherung verwendet werden, zum Beispiel wenn sich Einsatzkräfte auf einem Dach weiter als zwei Meter vom Rettungskorb entfernen müssen. Außerdem ist das System so konzipiert, dass es von jedem Feuerwehrangehörigen, der über die Ausbildung „Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen“ verfügt, sofort und intuitiv richtig eingesetzt und angewendet werden kann.

Zur neuen Drehleiter L27A-XS

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