Presseaussendung, 20. Dezember 2022

Berliner Feuerwehr bestellt weitere E-Fahrzeuge

Nach erfolgreichem Probebetrieb wurden vier weitere RT in Auftrag gegeben

•    Nach erfolgreichem Probebetrieb wurden vier weitere RT in Auftrag gegeben
•    Aktuelle Order umfasst zudem erstmals einen Gerätewagen mit elektrischem Antrieb sowie drei Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge mit konventionellem Antrieb

 

Die Berliner Feuerwehr will den CO2-Ausstoss ihres Fuhrparks konsequent weiter reduzieren und beschafft die nächsten elektrischen Einsatzfahrzeuge. Der Auftrag umfasst unter anderem vier Fahrzeuge des Modells „Revolutionary Technology“ (RT) in der Berliner Konfiguration als eLHF, die die Feuerwehr mitentwickelt und gemeinsam mit Rosenbauer im Rahmen einer mehrjährigen Innovationspartnerschaft realisiert hat. Nach erfolgreichem Probebetrieb über dreizehn Monate verteilt auf drei Feuerwachen, bei dem 90 % der knapp 1.400 Einsätze rein elektrisch abgearbeitet werden konnten, stand für die Berliner Feuerwehr die Entscheidung fest: Mit diesem Fahrzeug will man in die Zukunft gehen. Rund zehn Tonnen CO2-Äquivalente konnten im Testbetrieb gegenüber einem dieselbetriebenen Löschfahrzeug eingespart werden und sogar Einsparungspotenziale von über 16 t CO2-Äquivalente je Betriebsjahr und Fahrzeug erscheinen realistisch.

 

Allrounder mit hochwertiger Löschtechnik

 

Einsatztaktisch stützt sich das Fahrzeugkonzept des Berliner RT zum einen auf eine hochwertige, den Anforderungen einer Großstadtfeuerwehr entsprechende Löschtechnik bestehend aus Feuerlöschpumpe N25 gemäß FPN 10-2000 und Schaumzumischsystem RFC Admix Variomatic sowie einer CAFS-Löschanlage gemäß DLS 800. Zum anderen hat das Fahrzeug nicht nur brandtechnische Ausrüstung an Bord, sondern auch jene für die Vielzahl an technischen Kleineinsätzen. An Löschmittel transportiert es 1.200 l Wasser und 100 l Schaummittel, die Besatzung besteht aus 7 Feuerwehrleuten. 

 

Die Konfiguration leitet sich vom klassischen Berliner LHF ab, das die Feuerwehr seit mehr als 15 Jahren bei ihren Allroundern nutzt und ebenfalls selbst spezifiziert hat. Rund 190 dieser Fahrzeuge befinden sich aktuell im Fuhrpark, alle aufgebaut auf MAN-Chassis mit 15 t Gesamtgewicht. Sukzessive sollen sie in den kommenden Jahren durch E-Fahrzeuge ergänzt werden. 

 

Elektrischer Gerätewagen Hygiene für Schwarz-/Weiß-Trennung

 

Neben den vier RT baut Rosenbauer auch einen elektrisch betriebenen Gerätewagen (GW) für die Berliner Feuerwehr. Die Spezifikation und Anschaffung dieses Fahrzeugtyps zeigt, dass Einsatzhygiene insbesondere die Schwarz-Weiß-Trennung unmittelbar nach einem Brandeinsatz immer wichtiger werden. Der Gerätewagen Hygiene bringt Reinigungs- und Umkleidemöglichkeiten an die Einsatzstelle, verfügt über einen zweigeteilten, aufrecht begehbaren Aufbau für verunreinigte bzw. saubere Kleidung und wird auf einem elektrischen Serienchassis von Volvo realisiert. 

 

Der Antriebsstrang des GW Hygiene besteht aus einem kompakten Elektromotor mit 165 kW Dauer- und 200 kW Höchstleistung samt 2-Gang-Getriebe, welches das Anfahren im ersten Gang mit maximalem Drehmoment erlaubt. Die Batteriekapazität beträgt 200 kWh (4 x 50 kWh), der Motor fungiert auch als Generator, der die kinetische Energie, die normalerweise beim Bremsen verloren geht, in elektrische Energie umwandelt und in die Traktionsbatterien zurückspeist.

 

Berliner Nachhaltigkeitsziele

 

Mit der Bestellung fünf neuer E-Fahrzeuge zeigt die Berliner Feuerwehr einmal mehr, dass sie einer der Trendsetter der Feuerwehrwelt ist. Sie sieht sich als öffentliche Einrichtung in einer Vorbildrolle, unterstützt aktiv das Nachhaltigkeitsmanagement der deutschen Hauptstadtregierung und will selbst einen signifikanten Beitrag zur Erfüllung der Klimaschutzziele leisten. Diese sehen unter anderem vor, dass Berlin bis spätestens 2045 Klimaneutralität erreicht und die Landesverwaltung, zu der auch die Feuerwehren gehören, schon 2030 weitgehend klimaneutral organisiert sein sollen. Die Umstellung der öffentlichen Fuhrparks auf alternative Antriebe und Antriebsenergien ist dabei eine der wichtigsten Maßnahmen. Allein die Feuerwehr (Berufs- und Freiwillige Feuerwehren) betreibt rund 1.000 Fahrzeuge.

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