4. Mai 2022

Presseaussendung

Rosenbauer freut sich über Staatspreis Mobilität

Neuerliche Auszeichnung für den RT, das elektrische Feuerwehrfahrzeug der Zukunft

 

Nach dem Österreichischen Staatspreis Innovation hat Rosenbauer für sein elektrisches Feuerwehrfahrzeug „Revolutionary Technology“ (RT) auch den Österreichischen Staatspreis Mobilität 2021 erhalten. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie holt mit diesem Preis Mobilitätsinnovationen vor den Vorhang, die zukunftsorientierte Beiträge für mehr Klimaschutz leisten und Österreichs Weg zur Klimaneutralität 2040 ebnen. Es ist die höchste Auszeichnung, die Bundesministerin Leonore Gewessler verleiht.

 

Der Rosenbauer RT erhielt den Staatspreis Mobilität in der Kategorie „Klimafreundliche Technologien - nachhaltige Wertschöpfung“. Diese Kategorie prämiert Innovationen, die die industrielle Trendwende zur Klimaneutralität in den Schlüsselbranchen der Mobilität begünstigen und neue klimaschonende Wege für eine zukunftsfähige Mobilität aufzeigen. In ihrer Begründung hob die Jury insbesondere die Weitsicht und die Konsequenz hervor, mit der Rosenbauer beim RT einen revolutionären und ganzheitlichen Ansatz verfolgt und in ein hoch-innovatives, zukunftsweisendes Konzept für Einsatzfahrzeuge gegossen hat. „Wir sind sehr stolz auf diesen Preis, denn er bestätigt den von uns vor Jahren eingeschlagenen Weg, die Feuerwehren ins Zeitalter der Elektromobilität zu führen“, sagt Markus Schachner, Leiter des Product Developments bei Rosenbauer. „Wir haben mit dem RT nicht nur ein neues Antriebs- und Energiekonzept realisiert, sondern das ganze System Feuerwehrfahrzeug neu gedacht und umgesetzt.“

 

Emissionsfreie Einsatzfahrten

 

Mit dem RT fahren Feuerwehren elektrisch und damit lokal emissionsfrei in den Einsatz. Das bringt vor allem im urbanen Raum mit vielen Alarmfahrten und hohem Verkehrsaufkommen Erleichterungen für Mensch und Umwelt. An der Einsatzstelle werden Abgasemissionen und Lärmpegel gesenkt, weil die Energie für sämtliche Verbraucher, von der Einbaupumpe bis zur Einsatzstellenbeleuchtung, aus den Hochvolt-Energiespeichern kommt. Das wiederum verbessert die Arbeitsbedingungen um das Fahrzeug, reduziert den Stresslevel der Einsatzkräfte und kommt nicht zuletzt auch den Anwohnern zugute. Die Berliner Feuerwehr, die den RT in den letzten 13 Monaten im Regelbetrieb getestet hat, geht beispielsweise davon aus, dass die Substitution ihres dieselbetriebenen Haupteinsatzfahrzeuges LHF (Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug) durch ein eLHF pro Jahr bis zu 14,7 Tonnen CO2-Äquivalente sparen hilft.

 

Ein, respektive zwei Hochvolt-Batteriespeicher mit einer Kapazität von jeweils 66 kWh sind im RT verbaut. Mit zwei Akkus an Bord können ca. 95 % aller typischen Feuerwehreinsätze im kommunalen Bereich rein elektrisch abgearbeitet werden, auch kurze Brandeinsätze. Für einen längeren Pumpenbetrieb hat der RT einen Range Extender (PKW-Dieselmotor und Stromgenerator) an Bord, der die Akkus automatisch wieder auflädt, wenn mehr Energie verbraucht wird, als darin gespeichert ist.

 

Die Aufladung der Batteriespeicher kann sowohl mit Wechselstrom aus industrieüblichen Starkstromdosen oder an geeigneten Gleichstromladestationen durchgeführt werden. Bei voller Ladeleistung von 150 kW reicht bereits eine Viertelstunde aus, um den Ladezustand beider Hochvolt-Akkus (132 kWh) von 50 % auf 80 % zu heben.

 

 

Exzellente Fahrdynamik

 

Der RT ist darüber hinaus für ein 16 bis 18 Tonnen schweres Einsatzfahrzeug extrem agil und wendig. Zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 360 kW (490 PS) sowie ein permanenter Allradantrieb sorgen für eine, in dieser Fahrzeugkategorie noch nicht gekannte Fahrdynamik. Selbst bei schnellen Lastwechseln liegt der RT aufgrund seines niedrigen Schwerpunkts – eine der beiden Hochvolt-Batterien ist im Kernrohrrahmen zwischen den Achsen verbaut – sicher auf der Straße. Zudem lässt sich das luftgefederte Fahrwerk absenken bzw. heben und dadurch die Bodenfreiheit an unterschiedliche Terrains (Straße, unbefestigtes Gelände, Wasserdurchfahrten ...) anpassen. Eine Fahrzeugbreite von 2,35 m (Standard: 2,50 m) macht es leichter, mit dem RT durch schmale Gassen und Kurven zu fahren, die Hinterachslenkung erlaubt das Rangieren auf engstem Raum (min. Wendekreis 12,5 m).

 

Neues Zeitalter

 

Mit dem RT beginnt aus Sicht von Rosenbauer eine neue Ära des Feuerwehrfahrzeuges. Vor allem Einsatzorganisationen in Städten und Metropolen sowie Betreiber von Industrieparks und große Betriebsfeuerwehren bekunden Interesse an der Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten. In Berlin, Amsterdam und Dubai ist der RT bereits bei Feuerwehren im Einsatz, in Los Angeles, Vancouver oder Canberra wird er demnächst zu Testzwecken in Dienst gestellt. In der Schweiz hat die Stadt Basel mit vier Fahrzeugen die erste Kleinflotte geordert und auch für Werkfeuerwehren (Tesla, Porsche, VW, BMW etc.) ist der RT interessant. Rosenbauer schätzt, dass 2030 knapp die Hälfte aller Fahrzeuge aus eigener Produktion elektrifiziert sein werden und arbeitet bereits intensiv an weiteren E-Modellen für Feuerwehr- und Einsatzorganisationen.

 

Technische Daten RT

 

- Hochvoltbatterien: 2 x 66 kWh (650 V)

- E-Motoren: 2 x 180 kW (peak), 2 x 130 kW (cont)

- Range Extender: PKW-Dieselmotor mit 225 kW

- Abmessungen: ca. 7.600 x 2.350 x 2.900 mm

- zulässiges Gesamtgewicht: 18.000 kg

- Besatzung: 1 + 8

- Einbaupumpe: N35 (FPN 10-3000 nach EN 1028)

- Druckzumischsystem: RFC Admix Variomatic

- Löschmittel: 2.000 l Wasser + 125 l Schaummittel

Zu dieser Presseinformation steht folgendes Mediamaterial für Sie zur Verfügung:
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