Pressemitteilung, 28. Juni 2016

Stolzes Jubiläum

Mehr als 5.000 Fahrzeuge der AT Baureihe weltweit im Einsatz.

  • Flexibles Aufbaukonzept für alle Arten von Feuerwehrfahrzeugen
  • Selbsttragende Leichtbaukonstruktion mit maximaler Beladekapazität
  • Premiumqualität nach europäischen und internationalen Normen

Advanced Technology oder kurz AT, die Rosenbauer Premiumklasse steht bei Feuerwehren auf der ganzen Welt hoch im Kurs. Das liegt in erster Linie am hervorragenden Leistungsvermögen und Nutzwert sowie der hohen Qualität, in der der AT gefertigt wird. Aber auch an seiner großen Flexibilität und Variabilität, die es erlauben, Fahrzeuge exakt nach Kundenwunsch zu realisieren.

In rund 50 Ländern ist der AT im Einsatz, Hauptabsatzregion ist der europäische Normfahrzeugmarkt. Insgesamt wurden in den letzten 22 Jahren mehr als 5.000 AT produziert und ausgeliefert, was das Fahrzeugkonzept zu einem der erfolgreichsten in der gesamten Feuerwehrbranche macht. 

Innovativer Trendsetter

Seit 1994 wird der AT gebaut und permanent weiterentwickelt, mit jeder Entwicklungsstufe setzte er neue Maßstäbe. Der AT war eines der ersten Feuerwehrfahrzeuge mit Aluminium-Leichtaufbau und integrierter Mannschaftskabine (1994), mit CAN-Elektronik und Display-Bedienung (2002), mit Full-LED-Beleuchtung (2010) bzw. mit Euro-6-Motoren (2015). Er überzeugte die Feuerwehren mit Innovationen wie der patentierten Rosenbauer Drehtreppe, einer vollintegrierten Löschtechnik sowie modernster Sicherheitstechnik.

Darüber hinaus wurde der AT als eines der ersten Feuerwehrfahrzeuge der Welt mehrfach mit internationalen Designpreisen (red dot, iF product design, „Gute Gestaltung“ etc.) ausgezeichnet.

Industrielle Fertigung

Eines der Markenzeichen des AT ist seine industrielle Fertigung. Sie sichert zuverlässig hohe Produktqualität bei effizienter Produktion. Die Baureihe umfasst Feuerwehrfahrzeuge zwischen zehn und 20 t Gesamtgewicht und reicht von länderspezifischen Normfahrzeugen wie beispielsweise HLF, TLF oder RLF über individuell konfigurierte Rüstfahrzeuge und Gerätewägen bis zu den unterschiedlichsten Sonderfahrzeugen, beispielsweise für den Gefahrguteinsatz. Zum Einsatz kommt der AT sowohl bei kommunalen Feuerwehren als auch bei Werk-, Industrie- und Flughafenfeuerwehren.

Revolutionäres Aufbaukonzept

Mit dem AT hat Rosenbauer Anfang der 1990er-Jahre die Aufbauphilosophie für Feuerwehrfahrzeuge revolutioniert. Wurden Feuerwehraufbauten bis dahin als geschweißte Stahl-Gerippeaufbauten gefertigt, setzte Rosenbauer beim AT konsequent auf Aluminium und Verbundwerkstoffe in moderner Spanten- bzw. Systemprofilbauweise. Damit begann die Ära des Leichtaufbaus und hatte man das Thema Korrosion bei Feuerwehrfahrzeugen in den Griff bekommen. 

Das Konzept des selbsttragenden Aufbaus aus verschraubten und verklebten, lasergeschnittenen und gekanteten Alu-Sandwichpaneelen ist bis heute Stand der Technik, weil es unverzichtbare Vorteile mit sich bringt: Zum einen erlaubt es eine optimale Ausnutzung der Aufbaukubatur. Zum anderen ermöglicht das geringere Gewicht gegenüber Stahl-/Gerippeaufbauten eine höhere Nutzlast und damit den Einbau großvolumiger Wasser-/Schaumtanks, komplexer Pumpenanlagen und die Halterung von möglichst viel Ausrüstung. Auch die Aufbauöffnungen sind beim AT großflächig ausgeführt, wodurch die Geräteentnahme erleichtert wird.

Ausgewogenes Fahrverhalten


Ein weiterer Vorzug des selbsttragenden und mit Leichtbaumaterialien verstärkten Aufbaus ist seine hohe Festigkeit und Verwindungssteifigkeit. In Verbindung mit dem tiefen Schwerpunkt des AT resultiert daraus ein sehr ausgewogenes Fahrverhalten und eine sichere Straßenlage, insbesondere bei raschen Ausweichmanövern und Fahrten in unwegsamem Gelände. Auch die in den Aufbau integrierte Mannschaftskabine und deren spezielle Verbindung zum Original-Fahrerhaus trägt zum ausgezeichneten Fahrverhalten des AT bei.

Für den Fahrer ist darüber hinaus mit DWD (Driver Warning Device) ein Warnsystem erhältlich, welches die axialen Quer- und Längskräfte misst, die auf das Fahrzeug wirken, und sowohl visuell als auch akustisch anzeigt, wann die Fahrzeugneigung kritische Werte erreicht.

Sicherheit zuerst


Die Sicherheit der Mannschaft stand bei der Weiterentwicklung des AT immer an erster Stelle. Ein Beispiel dafür ist die Drehtreppe, die bei Belastung in jeder Türstellung stoppt und so ein sicheres Ein- und Aussteigen in die Mannschaftskabine gewährleistet. Ein anderes Beispiel ist die ebene Dachfläche, die sich durch die Integration der Kabine in den Aufbau ergibt und ein sicheres Begehen des Aufbaudaches ermöglicht.

Auch die LED-Beleuchtung dient mit der Sicherheit. Mannschafts- und Geräteräume werden absolut blendfrei ausgeleuchtet, Hochleistungs-LEDs bei Umfeldbeleuchtung und Lichtmast sorgen auch bei schlechter Sicht für farbechte Lichtverhältnisse rund ums Fahrzeug. Vom Frontblitzer bis zur Griffstange, der Bodenkonturbeleuchtung bis zur Tankfüllanzeige ist die Fahrzeugbeleuchtung des AT in LED-Technik realisiert, die aufgrund ihres geringen Stromverbrauches und der Langlebigkeit eine optimale Energiebilanz ausweist.

Für die Sicherheit der Mannschaft auf der Anfahrt sorgt einerseits die Kombination aus hochfester Kabine und Crashtest-geprüftem Fahrerhaus (nach ECE R29). Weiters befinden sich auf allen Sitzen 3-Punkt-Sicherheitsgurte und können die äußeren im Mannschaftsraum zusätzlich mit einem Rollover-Airbagsystem samt Gurtstraffern ausgestattet werden.

Hoher Bedienkomfort

Ein Knopfdruck genügt, und der AT ist einsatzbereit. Über den Einsatzstellentaster wird die Warnblinkanlage, die Verkehrsleiteinrichtung, die Umfeldbeleuchtung sowie die Pumpe mit vordefinierter Drehzahl eingeschaltet und der Generator gestartet.

Komfortabel ist auch die zentrale Wasserachse. Alles Wasser zum Fahrzeug läuft über sie, egal ob es aus einem Löschteich angesaugt wird oder aus einem Hydranten mit Druck ansteht. Die zentrale Wasserachse verteilt das Wasser im Fahrzeug automatisch dorthin, wo es gerade benötigt wird: zum Tank, zur Pumpe oder zu beiden gleichzeitig. Der Maschinist kann sich auf die Druckseite bzw. die Schaumzumischung konzentrieren.

Praktisch alle Funktionen eines AT werden über Displays und das Rosenbauer Logic Control System LCS 2.0 gestartet, gesteuert und überwacht: angefangen bei den Rundumkennleuchten und der Umfeldbeleuchtung über die Pumpenanlage (Druckzustände, Kavitation) und die verbauten Schaumzumischsysteme bis zum tragbaren Stromgenerator, den Tankinhalten und den diversen Motordaten.

Bis ins Detail durchdacht

Letztlich sind es unzählige kleine Details, die zeigen, dass hinter dem AT Entwickler und Konstrukteure mit praktischer Feuerwehrerfahrung stehen und das Feedback der Anwender immer wieder eingeflossen ist. Das sieht man am intelligenten Halterungssystem COMFORT, welches millimetergenau verschoben werden kann und individuelle Beladekonfigurationen erlaubt; am Spannfedernsystem und den Einfinger-Sicherheitsriegeln, die eine ergonomische und sichere Entnahme der Ausrüstung ermöglichen; an der durchgängigen Farblogik (Orange) für Haltegriffe und alle bedienbaren Elemente oder am Rollladenband, bei dem ein kräftiger Zug genügt, um den Geräteraum zu verschließen.

Zu den cleveren Detaillösungen gehören auch die vielen zusätzlichen Stauräume von der Kabine bis zur Hinterachse, Lösungen wie das vertikale Schlauchmagazin, die Schnellangriffshaspel mit Schlauchfenster und Aufwicklung per Fußtaster, einzeln hydraulisch absenkbare Aufprotzhaspeln, eine gedämpfte Einspeiseklappe oder Einbaugeneratoren, die sowohl direkt vom Motor (bis 9 kVA) als auch über Nebenabtrieb (bis 80 kVA) angetrieben werden können.

Größtmögliche Variabilität

Der AT ist auf allen gängigen Fahrgestellen (Mercedes-Benz, MAN, Scania, Volvo, Renault, Kamaz, Rosenbauer Commander) realisiert. Es gibt ihn mit oder ohne Allradantrieb, mit Original- oder in den Aufbau integrierter Rosenbauer Mannschaftskabine und mit Tankvolumina bis zu 5.500 l. 

Bei den Einbaupumpen stehen Aggregate mit bis zu 5.500 l/min Leistung bei 10 bar bzw. kombiniert mit Hochdruckpumpen mit bis zu 400 l/min bei 40 bar zur Verfügung. Die Pumpen können um diverse Schaumzumischsysteme wie DIGIMATIC oder AQUAMATIC bzw. Druckluftschaumsysteme wie SKY CAFS erweitert werden. Auch Front- und Dachwerfer (1.500 bzw. 2.500 l/min) sind für den AT erhältlich. Für Feuerwehren im hohen Norden wird der AT zusätzlich mit Polar-Paket, für Feuerwehren in der Wüste mit Heißland-Paket ausgestattet.

Die Jubiläumsauswahl

Der 4.999. AT wurde für das Guangzhou City Public Security Fire Department gebaut und unterstreicht das hohe Ansehen, das der AT in China genießt. Rund 200 Fahrzeuge konnten in den letzten Jahren geliefert werden und sind überwiegend bei Feuerwehren in chinesischen Millionenmetropolen im Einsatz.

Der 5.000. AT ging an die freiwillige Feuerwehr Aldersbach in Bayern und somit in den größten Feuerwehrmarkt Europas. Mit dem AT deckt Rosenbauer sämtliche deutschen Normfahrzeuge ab und setzt  hier auch die technische Benchmark.

Der 5.001. AT ist Teil einer Sammelausschreibung der niederländischen Feuerwehrverbände Limburg-Noord/Brabant-Noord und wird bei der Brandweer Heesch in Dienst gestellt.

TLF 4.000 Guangzhou City Public Security Fire Department

  • Fahrgestell: MAN TGM 18.290, 4x2, 18 t
  • Besatzung: 2+3+4
  • Kabine: Rosenbauer Mannschaftsraum, in Aufbau integriert
  • Löschmittel: 3.600 l Wasser, 400 l Schaummittel
  • Einbaupumpe: NH35 mit bis zu 3.000 l/min bei 10 bar bzw. 400 l/min bei 40 bar
  • Schaumzumischsystem: FIXMIX, 2-stufig
  • Werfer: RM25C Wasser-/Schaumwerfer
  • Lichtmast: FLEXILIGHT LED

HLF 20 Feuerwehr Aldersbach

  • Fahrgestell: MAN TGM 15.290, 4x4, 15 t
  • Besatzung: 2+3+4
  • Kabine: Rosenbauer Mannschaftsraum, in Aufbau integriert
  • Löschmittel: 1.600 l Wasser, 200 l Schaummittel
  • Einbaupumpe: N35 mit bis zu 3.000 l/min bei 10 bar 
  • Druckzumischsystem: DIGIMATIC 42
  • Werfer: RM24M Wasser-/Schaumwerfer (gehaltert)
  • Lichtmast: FLEXILIGHT LED

TLF 2.500 Brandweer Heesch

  • Fahrgestell: Mercedes-Benz 1530 AF Atego, 4x2, 16 t
  • Besatzung: 2+3+3
  • Kabine: Rosenbauer Mannschaftsraum, in Aufbau integriert
  • Löschmittel: 2.500 l Wasser
  • Einbaupumpe: NH35 mit bis zu 3.000 l/min bei 10 bar bzw. 400 l/min bei 40 bar
  • Pump&Roll
  • 7 kW Einbaugenerator
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