18. Mai 2021

Presseaussendung

Zwischenmitteilung Q1/2021

  • Volumen weiter auf einem hohen Niveau, aber hinter dem Rekordwert des Vorjahres
  • Auswirkungen der COVID-19 Pandemie belasten EBIT, das bei 0,4 Mio € liegt
  • Starker Auftragseingang mit 277,6 Mio € 
  • Management bestätigt Umsatz- und Ergebniserwartung für das laufende Jahr
KONZERNKENNZAHLEN 1-3/20201-3/2021
UmsatzerlöseMio €232,9206,2
EBITMio €4,30,4
PeriodenergebnisMio €2,2-0,9
Cashflow aus der operativen TätigkeitMio €-45,7-48,1
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 25,3 %28,4 %
Gewinn je Aktie-0,1-0,5
Mitarbeiterstand zum 31. März 3.9863.976
Auftragsbestand zum 31. MärzMio €1.184,51.122,0


Der Rosenbauer Konzern hat in den ersten drei Monaten 2021 einen Umsatz von 206,2 Mio € erzielt. Dieser lag damit im historischen Vergleich weiter auf einem hohen Niveau, aber hinter der Rekordmarke der entsprechenden Vorjahresperiode (1-3/2020: 232,9 Mio €). Die Gründe für diese Entwicklung sind verzögerte Fahrzeugübernahmen und eine teilweise angespannte Teileversorgung in der Produktion als Ausläufer der COVID-19 Pandemie. Beide zusammen haben zu einer deutlichen Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen geführt. Die Area CEEU und das Segment Vorbeugender Brandschutz konnten entgegen dem rückläufigen Konzernumsatz ihr Geschäftsvolumen seit dem Jahreswechsel ausweiten. Das EBIT belief sich in der Folge auf 0,4 Mio € (1-3/2020: 4,3 Mio €). Der Auftragseingang überstieg gleichzeitig mit 277,6 Mio € den Umsatz des ersten Quartales deutlich. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die entstandenen Verzögerungen im Jahresverlauf aufgeholt und die bestehenden Engpässe überwunden werden können, und rechnet für 2021 weiter mit einem stabilen Umsatz sowie einer EBIT-Marge im Bereich von 5 %.

Umsatz- und Ertragslage
Dank unvergleichlicher politischer Gegenmaßnahmen könnten die globalen Folgeschäden durch die COVID-19 Rezession geringer ausfallen als die der Weltfinanzkrise 2008. So geht der Internationale Währungsfonds (IWF) aktuell von einem Rückgang der Weltwirtschaft um -3,3 % in 2020 aus und prognostiziert für das laufende Jahr ein Wachstum von 6 %. Beide Werte liegen um 1,1 bzw. 0,8 Prozentpunkte besser als noch in der Prognose vom letzten Oktober. Die Feuerwehrbranche ist ein typischer „Nachläufer“ des allgemeinen Konjunkturzyklus und so besteht die Chance, dass sie sich der COVID-19 Rezession zum Trotz stabil entwickelt. Im ersten Quartal 2021 wurde die Nachfrage insbesondere von den entwickelten Märkten in Europa getragen, die Erholung Asiens hat sich gleichzeitig fortgesetzt.

Der Rosenbauer Konzern erwirtschaftete im ersten Quartal 2021 einen Umsatz von insgesamt 206,2 Mio € (1-3/2020: 232,9 Mio €). Dieser verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Vertriebsregionen : 37 % Area CEEU, 9 % Area NISA, 7 % Area MENA, 13 % Area APAC, 31 % Area NOMA sowie 3 % auf das Segment Vorbeugender Brandschutz.

Das EBIT belief sich als Folge der Corona-bedingt niedrigeren Betriebsleistung nach den ersten drei Monaten auf 0,4 Mio € (1-3/2020: 4,3 Mio €). Das Konzern-EBT betrug -1,0 Mio € (1-3/2020: 2,7 Mio €).

Der Auftragseingang erreichte von Jänner bis März 2021 mit 277,6 Mio € wieder das Niveau des starken Vorjahresquartals (1–3/2020: 282,3 Mio €). Dabei konnten alle Vertriebsregionen mit Ausnahme der Area MENA und der Area NOMA mehr neue Aufträge verbuchen. Das zuletzt schwierige Asien-Geschäft verzeichnete einen Anstieg um 10 %. Der Auftragsbestand ist weiter solide und betrug zum Ende des ersten Quartals 1.122,0 Mio € (31. März 2020: 1.184,5 Mio €).

Finanz- und Vermögenslage
Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der starken Auslastung weist die Bilanzstruktur zum Quartalsende ein hohes Trade Working Capital aus.

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Periodenvergleich auf 995,1 Mio € (31. März 2020: 1.015,9 Mio €), was insbesondere auf das gegenüber dem Vorjahreszeitraum niedrigere kurzfristige Vermögen zurückzuführen ist. Die größten Veränderungen weisen dabei die Vorräte und die kurzfristigen Forderungen aus: Die Vorräte sind auf 457,4 Mio € (31. März 2020: 484,5 Mio €) gesunken. Die kurzfristigen Forderungen lagen mit 266,8 Mio € (31. März 2020: 256,8 Mio €) über dem Vorjahr.

Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) reduzierte sich im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode auf 376,5 Mio € (31. März 2020: 433,2 Mio €).

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit lag am Ende des ersten Quartals 2021 wegen der geringeren Auslieferungen und des deutlichen Bestandsaufbaus seit Jahreswechsel bei -48,1 Mio € (1-3/2020: -45,7 Mio €). Die Maßnahmen zur Reduktion des Trade Working Capital werden indes konsequent fortgesetzt. Zum Jahresende wird von einer weiteren Verbesserung des Cashflows aus der operativen Tätigkeit ausgegangen.

Ausblick
Der IWF hat jüngst seine Konjunkturprognose für 2021 und 2022 nachgebessert. Demnach soll die Weltwirtschaft heuer 6 % und im kommenden Jahr 4,4 % wachsen, das entspricht einer Erhöhung um 0,8 bzw. 0,2 Prozentpunkte. Damit trägt der IWF der zusätzlichen fiskalen Unterstützung in einigen großen Volkswirtschaften und den weltweiten Impfkampagnen Rechnung, die die Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2021 beschleunigen sollten. Das Tempo der Erholung wird schlussendlich von der Wirksamkeit der politischen Maßnahmen, der Entwicklung der Finanzkonditionen und Rohstoffpreise sowie der Anpassungsfähigkeit der Volkswirtschaften abhängen.

Die globale Feuerwehrbranche folgt der allgemeinen Konjunktur erfahrungsgemäß mit einem mehrmonatigen Abstand und sollte heuer eine Seitwärtsbewegung zeigen. Die Ausschreibungstätigkeit im ersten Quartal war sehr rege, wobei auch wieder größere Beschaffungen zur Vergabe anstehen.

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