Wenn heutzutage von Sicherheit gesprochen wird, können mehrere Arten davon unterschieden werden: einerseits die Abwesenheit von Gewalt und Unruhen, andererseits die Sicherheit der eigenen Privatsphäre aber auch die Sicherheit von Daten –  von Privatpersonen oder Unternehmen.

Unternehmen setzen sich vermehrt selbst mit dem Thema der Sicherheit – speziell mit dem Thema Datensicherheit – auseinander. Die prominenten Schlagworte unserer Zeit – Big Data oder Industrie 4.0 – bringen Nutzen und Risiken zugleich. Auf der einen Seite ermöglichen sie eine Vereinfachung von Abläufen und verhelfen zu mehr Überblick und Möglichkeiten der technisierten Prozess- und Ablaufüberwachung. Auf der anderen Seite eröffnen sie genau dadurch eine Vielzahl an potentiellen Angriffsflächen für Hacker oder ermöglichen Datenspionage.

Diese neue Ausprägung von Sicherheit stellt den Menschen selbst als Sicherheitsfaktor und nicht nur als Risikoträger dar. Somit bekommt das Sicherheitsbewusstsein auch bei der Feuerwehr einen immer höheren Stellenwert. Gerade das Einsatzpersonal steht häufig im Fokus der Öffentlichkeit. Digitale und soziale Medien erleichtern es heutzutage, die persönlichen Daten jeder Einsatzkraft in kürzester Zeit zu ermitteln und diese dadurch angreifbar zu machen. Zusätzlich werden immer häufiger Taktik und Vorgehensweise im Einsatz durch Videomitschnitte online verfügbar gemacht und bieten auf diese Weise ungeahnte Angriffsflächen für die Bewertung des richtig oder falsch empfundenen Vorgehens des Einzelnen oder der gesamten Mannschaft. Gleiches gilt auch für den Schutz der Privatsphäre der betroffenen Personen – der Opfer bzw. Verletzten –  damit keine Videomitschnitte des Unfallgeschehens wahllos im Internet zur Verfügung gestellt werden.

Beim Schutz der Einsatzmannschaft spielt Sicherheit in einer anderen Form ebenfalls eine wichtige Rolle. Intelligente Bekleidung unterstützt und erleichtert die Gesundheitsüberwachung – vorrangig Vitaldaten der Einsatzkräfte können so laufend überwacht und kontrolliert werden. Durch intelligente Bedienung wird der Mannschaft zusätzlich Unterstützung und somit mehr Sicherheit im Hinblick auf konzentriertes Arbeiten geboten. Dies kann beispielsweise mittels personalisierten Anwendungsprofilen bei Gerätschaften oder einer Ein-Mann-Bedienung, in Ermangelung an vorhandenen Einsatzkräften, erzielt werden.

Zukünftig könnte es auch Dank vorausschauender Analysen möglich sein, entstehende Brände, potentielle Unfallhäufungsstellen aber auch Naturkatastrophen besser einzuschätzen und dadurch schneller handeln zu können. Denkbar wäre etwa zum Beispiel, wenn bei starkem Regen die Einsatzplanung der verfügbaren Kräfte automatisch angepasst wird, da die Gefahr von Hochwasser steigt. Realistisch könnte auch eine intelligente Routenführung für Einsatzfahrten sein, welche automatisch Ausweichrouten während Stoßzeiten berechnet.

Wo würden Sie zukünftige Entwicklungsfelder bei der Feuerwehr im Bezug zum Thema Sicherheit sehen?
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