Im Feuerwehreinsatz werden naturgemäß Geräte und persönliche Schutzausrüstung benötigt, die unter außergewöhnlichen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Auch gegen extreme Einflüsse wie Hitze- und Flammeinwirkung, Kälte und Dauerregen, aber auch Treibstoffe, Hydrauliköl und – je nach Schutzklasse – sogar gegen Viren und Bakterien müssen sie schützen.

Nun könnte man meinen, dass Schutz unter extremen Bedingungen und ein ökologischer Fußabdruck im Widerspruch stehen und man nur das eine oder das andere erreichen kann. Doch ungeachtet der allgemein verstärkten Diskussion in den letzten Jahren haben wir uns bei Rosenbauer schon immer der Gesellschaft und somit auch der Umwelt gegenüber verpflichtet gefühlt.

 

Sorgsamer Umgang mit Ressourcen

Rosenbauer hat es sich zum Ziel gesetzt, im Bereich Feuerwehr-Ausrüstung ein Vorreiter nicht nur bei Sicherheit, Innovation und Technik zu sein, sondern auch den bestmöglichen Standard bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Branche vorzugeben.

So haben wir z.B. in Zusammenarbeit mit dem Motorenhersteller unsere Stromerzeuger bereits vor Jahren auf moderne Einspritzmotoren umgestellt – bis dato in dieser Klasse ein Novum. Mit dem neuen Motor wird Treibstoff gespart und die Abgaswerte wurden spürbar reduziert.

Eine durchdachte Schaltung beim Stromerzeuger am Fahrzeug macht es möglich, dass der Fahrzeug-Hauptmotor bei vielen Anwendungen automatisch abgestellt wird und die elektrischen Verbraucher durch den umweltfreundlicheren Stromerzeuger versorgt werden. Damit wird eine deutliche Einsparung bei Treibstoffverbrauch und Schadstoffemission erreicht, zusätzlich werden die Serviceintervalle beim Fahrzeugmotor verbessert.

Bei Schaummitteln unterstützt Rosenbauer massiv die Verwendung von fluorfreien Qualitäten. Wir wollen auch hier unseren Beitrag leisten, potenziell umweltgefährdende Stoffe deutlich zu reduzieren. Auch wenn Rosenbauer hier nicht in der Herstellerfunktion ist, bringen wir uns aktiv ein, um umweltfreundliche Anwendungen zu forcieren.

Modernste Zumischsysteme und Löschtechnik reduzieren sowohl den Verbrauch von Löschmittelzusätzen als auch den Verbrauch von wertvollem Wasser, ohne bei Schutz und Sicherheit Kompromisse einzugehen.

 

Wiederverwertbare und umweltschonende Materialien von Kopf bis Fuß

1992 wurden die ersten eigenen Feuerwehrhelme entwickelt und produziert. Schon bei der Materialauswahl wurde auf Nachhaltigkeit besonders geachtet und dabei auf hochtemperaturbeständige, aber recycelbare Polyamid-Thermoplaste statt problematischer Duroplaste gesetzt.

Dieses Grundprinzip wird bis heute konsequent beibehalten. Auch die Feuerwehrhelme der neuesten Generation werden mit stetig verbesserten Materialien gefertigt, jedoch immer auf Thermoplast-Basis und damit bestmöglich umweltschonend.

Annähernd 1 Mio. Helme von Rosenbauer wurden weltweit bisher verkauft, allein bei der Helmschale wurden durch die Verwendung von umweltfreundlichem Material mehr als 500.000 kg an problematischen Duroplasten von Haus aus nicht eingesetzt und damit die Umwelt geschont.

Das gleiche Prinzip findet auch bei der Entwicklung und Produktion von Schutzbekleidung und Feuerwehr-Stiefeln Anwendung. Trotz der Anforderung, dass Materialien für Schutzbekleidung außergewöhnlich widerstandsfähig sein müssen, wird auch hier größter Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Die verwendeten Lederqualitäten der aktuellen Stiefelmodelle TWISTER, TORNADO etc. stammen ausschließlich aus deutscher Produktion unter Einhaltung der höchstmöglichen Standards. Die Hauptmaterialien für Schutzanzüge wie Oberstoffe, Gewebe, Vliesmaterialien etc. kommen zur Gänze aus Mitteleuropa (vorwiegend Deutschland) und werden unter bestmöglichen Umweltbedingungen produziert.

 

Kurze Transportwege und hohe Standards durch europäische Produktionsstandorte

Großes Augenmerk wird generell auch auf allgemein eher versteckte „Umweltsünden“ gelegt, z.B. durch Vermeidung von unnötigen Transporten. So achten wir darauf, dass Regionalität stets Vorrang hat, wenn dies möglich ist. Rohmaterialien und auch fertige Produkte werden möglichst im europäischen Zentralraum produziert und Transportwege auf ein Minimum reduziert.

Feuerwehrhelme werden in Österreich hergestellt, Stiefel in Kroatien und Schutzbekleidung in der Slowakei. Wahrscheinlich könnte man am anderen Ende der Welt etwas billiger produzieren, eine Verlagerung in tausende Kilometer entfernte Regionen haben wir aber aus Gründen der Nachhaltigkeit konsequent vermieden.

Alle Produktionsstandorte werden regelmäßig überprüft und auditiert. Schutzausrüstung von Rosenbauer wird stets unter besten Arbeitsbedingungen hergestellt, daher sind die Mitarbeiter großteils bereits seit vielen Jahren in diesen Betrieben für uns tätig.

 

Reduktion von Verpackungsmüll

Besonderes Augenmerk wird derzeit auch gelegt auf die Vermeidung von Plastik-Verpackung. So wurde die bisher verwendete Einweg-Plastikfolienverpackung im Prozess der Helmfertigung vor kurzem gegen eine Umlauf-Mehrwegverpackung ersetzt. Allein mit dieser Maßnahme wird mehr als 100.000 Quadratmeter Folienmüll pro Jahr vermieden.

Weitere Maßnahmen sind bereits geplant, erklärtes Ziel ist es, Plastikverpackungen möglichst generell zu eliminieren bzw. auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

 

Nachhaltiges Serviceangebot rund um Rosenbauer Schutzbekleidung

Kontaminierte Schutzausrüstung stellt ein bekanntes Gesundheitsrisiko dar und zählt nach unserem Verständnis natürlich auch zur Nachhaltigkeit in Verantwortung gegenüber den Einsatzkräften.

Neue Konzepte, wo nach Brandeinsätzen die Schutzbekleidung in getrennten Fahrzeugfächern abgelegt wird, um eine Verschleppung von Schadstoffen zu vermeiden, werden ebenso angeboten und ständig verbessert wie auch ein durchdachtes Konzept für die hygienische Reinigung der Schutzausrüstung sowie die Bereitstellung von sauberer Leihbekleidung während der Reinigung.

 

Verantwortung gegenüber Gesellschaft, Menschen und Umwelt sind für Rosenbauer kein kurzfristiges Schlagwort, sondern ein in der Gruppe verankertes Bewusstsein. Vieles wurde schon erreicht. Lasst uns daran arbeiten, Schutz und Sicherheit für die Einsatzkräfte künftig noch besser mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in Einklang zu bringen.