Die stetig steigende Lebenserwartung ist auch für den Feuerwehrbereich eine spannende Entwicklung. Durch die immer schwierigeren Bedingungen, neue, freiwillige Kräfte zu gewinnen, müssen erfahrene Kameraden länger als Erfahrungsträger – sei es im aktiven Dienst, bei handwerklichen Kenntnissen oder auch bei der Einschulung – zur Seite stehen.

Ein gesteigertes Gesundheitsbewusstsein, welches in der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung festgestellt werden kann, trägt positiv zu einer höheren und länger andauernden Leistungsfähigkeit bei. Durch die steigenden Anforderungen an die Einsatzkräfte werden auch ältere Feuerwehr-Mitglieder im Feuerwehr-Alltag mehr gefordert. Dies kann durch eine bessere Fitness und Leistungsfähigkeit in der neuen Altersgeneration teilweise kompensiert werden.

Wie kann aber sichergestellt werden, dass jede Altersgruppe im aktiven Dienst seinen bestmöglichen Beitrag leisten kann? Am effektivsten ist eine entsprechend angepasste Ausrüstung. Punkte wie Gewichtsreduktion, Ergonomie oder Einfachheit rücken hierbei immer mehr in den Fokus.

Was bedeutet dies nun für die Gerätschaften und Fahrzeuge? Es muss darauf geachtet werden, dass diese Generationenvielfalt auch bei der Bedienung und Handhabung der Gerätschaften beachtet wird. Während die Jugend heutzutage mit Smart Objects und Touch-Bedienung vertraut ist, bevorzugen ältere Generationen lieber eine mechanische Steuerung, um Herr der Lage zu sein, falls Elektronik und Technik versagen. Hier ist also ein sicherer Mittelweg zu finden, um allen Generationen entsprechend gerecht zu werden.
Zusätzlich ist in Punkto Bedienung darauf zu achten, dass alle Altersgruppen die benötigten Funktionen ausführen können. Es ist auch vorstellbar, dass kraftunterstützende Hilfsmittel zum Einsatz kommen, um beispielsweise körperliche Schwächen zu kompensieren, um einen reibungslosen Ablauf weiterhin zu ermöglichen.

Das Stichwort Gesundheitsüberwachung – Big Data im weitesten Sinn – ist an dieser Stelle ebenso zentraler Bestandteil. Das Aufzeichnen von Gesundheitsdaten bei Einsätzen und Übungen und somit eine ständige Leistungsüberprüfung zu haben, ist gerade bei unterschiedlich vertretenen Altersgruppen von Vorteil. Auf diese Weise lässt sich während eines Einsatzes mittels intelligenter Bekleidung zumindest die Gefahr für die eigene Mannschaft etwas verringern, wenn etwa die Ausrüstung bei kritischen Messergebnissen eine Warnung an den Einsatzleiter oder den Retter selbst meldet.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt wird durch die Generation X (zwischen 1965 und 1980 Geborene) in Form von handwerklichen Fähigkeiten eingebracht. Diese Generation wuchs noch verstärkt mit der Reparatur- und Selfmade-Mentalität sowie der großen Wertschätzung handwerklicher Berufe auf. So prägt sie nach wie vor die immens wichtige Fähigkeit im Feuerwehrdienst, Einsätze mit handwerklichem Geschick effizient und zielsicher meistern zu können.

Nun würde mich interessieren, welche Ansätze Sie kennen und als sinnvoll erachten, um die Fähigkeiten der jungen Generation mit der Erfahrung der älteren Generation zu verschmelzen?