Eine Schisprungschanze hinaufzulaufen klingt vielleicht ein wenig irre, stellt aber nachträglich eine spannende Herausforderung dar. Die Menschheit versucht ja immer, nach mehr zu streben – so suchen wir auch nach Möglichkeiten die persönlichen Grenzen auszuloten.

Eine großartige Möglichkeit hierzu fand im vergangenen August statt – die Weltmeisterschaft der Red Bull 400-Serie im österreichischen Bischofshofen auf der Paul-Außerleitner-Schanze. Als größte Schisprungschanze in der Vierschanzentournee stellt sie immer den Abschluss dieser im Rahmen des Dreikönigsspringens dar.

Annäherung an die persönlichen Grenzen

Ein Team von 4 Athleten muss je hundert Meter bei Steigungen von bis zu 79 Prozent – teils im Laufschritt, teils geklettert – die Schisprungschanze bergauf bewältigen. Bei strömendem Regen stellen sich dieser Herausforderung nicht nur bekannte Athleten, sondern auch hartgesottene Feuerwehrmitglieder. Körperliche Fitness und Kenntnis seiner persönlichen Grenzen stellen für das Individuum im Feuerwehrdienst eine essentielle und im Falle des Falles sogar überlebenswichtige Basis dar.

Teamspirit an oberster Stelle

Ganz besonders an diesem Feuerwehrbewerb ist die Atmosphäre, wo sich nicht nur jeder einzelne der vier Athleten selbst an seine persönlichen Grenzen heranführen möchte, nein, vielmehr gilt es als Kamerad im Team auch seinen höchstmöglichen Anteil zu einer Top-Platzierung beizusteuern. Die Motivation im Kollektiv führt dabei zu außergewöhnlichen Höchstleistungen.

Der Startschuss ist gefallen

Angefeuert vom Folgetonhorn des refurbishten Unimog Löschfahrzeugs der FF Bischofshofen, durch die Sirene eines Rosenbauer PANTHER sowie durch eine Alarmsirene kommt ein wahrlich besonderes Feuerwehrflair auf. Die ersten Staffel-Übergaben sind rasch geschafft, die schwierigen Passagen folgen. Jeder ist fokussiert auf seine Leistung, man will an sein Limit gehen. Schließlich am Schanzentisch angekommen, gilt es die letzte Prüfung – den schmalen Anlauf – zu absolvieren, wo noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert werden, um noch den einen oder anderen Rang gutzumachen.

Glückliche Feuerwehrkameraden und eine Medaille

Daniel Hofstätter @ Red Bull 400Den Siegern möchte ich zu den unglaublichen Leistungen, die selbst namhaften Spitzenathleten um nichts nachstanden, herzlichst gratulieren!
Mit der Bewältigung dieser Herausforderung und dann mit der Medaille um den Hals stellt sich erst das ultimative Glücksgefühl ein.

Zahlreiche Rosenbauer Kollegen waren mit am Start und schlugen sich sehr gut – wie auch das gesamte Vorstandsteam, das eine tolle Performance zeigte. Ich selbst war begeistert, kann die Herausforderung nur empfehlen und werde 2019 auf alle Fälle wieder mit dabei sein in Bischofshofen!