Die Möglichkeit eines Blackouts ist nicht mehr auszuschließen. Durch die zunehmende Anzahl und die steigende Bedeutung von elektronischen Geräten und Hilfsmitteln, werden die Auswirkungen bei einem totalen Stromausfall ohne Zweifel auch immer drastischer. Insbesondere bei Einsatz- und Katastrophenschutzorganisationen wie der Feuerwehr ist daher eine Notstromversorgung der Einsatzzentrale unumgänglich. Dabei gibt es aber entscheidende Details zu beachten.

Wie funktioniert die Einspeisefunktion?

Voraussetzung ist die dafür notwendige Infrastruktur am Gebäude (Netztrenner und Einspeiseschnittstelle). Theoretisch könnte man mit jedem Stromerzeuger der entsprechenden Leistungsklasse ein Gebäude mit Strom versorgen, aber Achtung:

Stromerzeuger für die Feuerwehr (DIN 14685, DIN 14686, DIN 14687) sind in Schutztrennung ausgeführt. Dieses System ist zweifelsfrei eines der sichersten Systeme. Es funktioniert aber anders als unsere Hausnetze, was bei Hauseinspeisung mit diesen Generatorsystemen zu unterschiedlichen negativen Effekten führen kann. Je nach Ausführung der Hausinstallation und der gewählten Option am Notstrom-Generatorsystem kann es zu Fehlermeldungen am Generator (Isolationsfehler), zu Abschaltung des Generatorsystems und auch zur Außerkraftsetzung des im Haus verbauten FIs kommen.

Die Lösung

Die neue Option zur Einspeisung in Gebäuden bietet hierzu die folgende Lösung. Mittels zusätzlichem Umschalter wird die Generatornetzform von Schutztrennung (Betriebsart 1) auf TN-Netz (Betriebsart 2 – Einspeisebetrieb) umgeschaltet, sodass der FI-Schalter im Gebäude gesichert funktionsfähig bleibt und keine Isolationsfehler am Generator auftreten. Um auszuschließen, dass es zu einer Fehlbedienung kommt, ist eine Steckdose mit spezieller Kodierung (1-Uhr) am Heck des Stromerzeugers verbaut. An dieser Steckdose darf und kann kein normaler Verbraucher angesteckt werden, sie ist ausschließlich für die Hauseinspeisung ausgelegt. Auch an der Schnittstelle am Gebäude sollte eine 1-Uhr-Steckdose verbaut sein.

Was ist dazu notwendig?

Der Stromerzeuger muss mit der beschriebenen Einspeisefunktion, sowie mit der dafür notwendigen Steckdose inklusive 1-Uhr-Kodierung ausgestattet sein. Zusätzlich muss natürlich die Infrastruktur am Haus durch eine elektrotechnische Fachfirma entsprechend sichergestellt werden.

Das notwendige Verbindungskabel ist ebenfalls klar definiert und verfügt über entsprechende Adapter, um an unterschiedliche Steckergrößen angeschlossen zu werden. Das Kabel ist Umfang des einzuspeisenden Gebäudes und daher vom Hausbesitzer bereit zu stellen.

Damit Stromerzeuger und Hausanlagen kompatibel sind, gibt es in der neuen Norm DIN 14684 (Generatoren mit Einspeisefunktion) klare Vorgaben für die verantwortlichen Elektrounternehmen.

Fazit

Notstromversorgung mit Rosenbauer StromerzeugerMit der neuen Einspeisefunktion am Stromerzeuger RS14 können Sie sehr komfortabel, mit wenigen Handgriffen, den Feuerwehrstromerzeuger als Energiequelle für ein Gebäude einsetzen. Das spart nicht nur Zeit in Einsatzsituationen wo jede Minute zählt, sondern gibt in Ihnen auch die Gewissheit, dass im Falle eines Falles alle Sicherheitseinrichtungen im Gebäude funktionieren und das Generatorsystem durch die angeschlossene Hausinstallation keinen Isolationsfehler detektiert.

Empfehlung: Sparen sie nicht bei der Sicherheit! Zumindest ein Stromerzeuger mit der Zusatzfunktion zur Einspeisung von Gebäuden sollte zur guten Grundausstattung einer jeden Feuerwehr gehören – die Infrastruktur am Gebäude ist natürlich Voraussetzung.