Der Begriff Hackathon ist schon ein wenig irreführend – obwohl man eigentlich glauben möchte, dass es hierbei ums „hacken“, also um das illegale Beschaffen von Daten und Informationen geht, ist ein Hackathon eine mehrtägige Entwicklungsveranstaltung, bei welcher mit Hochdruck an Problemlösungen gearbeitet wird. „Hack“ steht dabei für extrem ergebnisorientiertes Programmieren (oder allgemeiner: extrem ergebnisorientiertes Arbeiten), wobei der zweite Wortteil auf den Begriff „Marathon“ anspielt.[1]

 

Hackathon im Detail

Bei einem Hackathon bilden Start-Ups oder innovative KMUs, welche Experten in ihrem jeweiligen Bereich sind, gemeinsam mit Fachspezialisten interdisziplinäre Teams. Diese rund 5-köpfigen Teams arbeiten für 48 Stunden an einer vorher definierten Problemstellung. Konkret werden beim Hackathon im April fünf verschieden Themenbereiche von fünf Teams bearbeitet. Nach diesen 48 Stunden wird dann für gewöhnlich ein funktionsfähiger Hard- oder Softwareprototyp oder ein ausgearbeitetes Geschäftsmodell in einer 3-minütigen Präsentation vor einer hochkarätigen Jury vorgestellt.

 

Wie kam’s dazu & warum Multi-Corporate?

Im Rahmen der Initiative „Connected Mobility“, welche von der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur „Business Upper Austria GmbH“ ausgeht, soll Innovation bei oberösterreichischen Unternehmen forciert und vorangetrieben werden. Als konkrete Ausprägung dieser Initiative hat man das Vorhaben Multi-Corporate Hackathon ins Leben gerufen. Da neben Rosenbauer International auch KTM und die Raiffeisenlandesbank OÖ als Organisatoren des Hackathons fungieren, wird so aus einem (Single-Corporate) Hackathon ein Multi-Corporate Hackathon. Am Format selbst ändert sich dadurch nichts. Vorteile bietet ein Multi-Corporate Hackathon allerdings deutlich mehr. So kommt es nämlich zu zusätzlichem Wissensaustausch hinsichtlich laufender Projekte, aktueller Problemstellungen und möglicher Kooperationspotentiale.

 

Und was bringt’s?

Durch den Zeitdruck und der dadurch erforderlichen extrem zielorientierten Arbeitsweise, werden in drei Tagen die Grundsteine für verschiedene Projektkooperationen mit externen Know-How-Trägern gelegt. Auf herkömmliche Art und Weise kann dieser Prozess mehrere Monate dauern, bis Machbarkeitskonzepte in derartiger Tiefe ausgearbeitet sind. Neben dem schnellen Ausarbeiten von Konzepten gibt es weitere Vorteile wie z.B. den Einblick in effiziente Start-Up-Arbeitsweisen, den Gewinn neuer, externer Sichtweisen und Blickwinkel oder aber fachspezifischen Know-How-Zuwachs.

 

Wann?

24. April – 26. April 2019

Wo?

In der bis dahin eröffneten KTM Motohall in Mattighofen

Da beim Hackathon 2019 die Grundsteine für die eine oder andere Innovation von morgen gelegt werden, findet die 3-tägige Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Aber keine Sorge, natürlich werden wir einige Impressionen der Veranstaltung in einem Nachbericht mit euch teilen.
Weitere Informationen auf www.connected-mobility-hackathon.eu

 

 

[1] Vgl. Schroll, Willi. Kollaborative Innovationsprozesse – Hackathons in Theorie und Praxis. In: Knoll, Thorsten (Hrsg.). Veranstaltungen 4.0. 1.Aufl. Wiesbaden: Springer Fachverlag Wiesbaden GmbH. 2017. S. 135-154.

 

Dieser Blog-Beitrag entstand ins Zusammenarbeit mit Sebastian Kaiser-Mühlecker (Praktikant Innovationsmanagement).