Was hat die RFID-Technologie mit der Produktion von Rosenbauer HEROS Helmen und der Steigerung der Qualität zu tun? Und was genau versteht man überhaupt darunter?

RFID (englisch radio-fequency identification) ist eine Technologie zum berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Gegenständen mit Radiowellen. Da es sich beim Feuerwehrhelm mitunter um den wichtigsten Teil der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) handelt, ist es daher unumgänglich die Qualitätssicherung während des gesamten Produktionsprozesses lückenlos sicher zu stellen und den „Lebenslauf“ eines Feuerwehrhelmes zu dokumentieren.

Aber wie genau verläuft die Produktion nun?

Die Basis der RFID-Dokumentation ist, als ersten Arbeitsschritt in jeden Helm ein Normetikett zu kleben, worauf sich auch der RFID-Chip befindet. Dieser RFID-Chip bietet Vorteile in der Produktion, als auch für den Endkunden.

Vorteile in der Produktion

Rosenbauer Helmproduktion mittels RFID_Detail ProduktionAuf den RFID-Chip werden alle für die Produktion relevanten Informationen gespeichert, die in weiterer Folge die Produktionsmitarbeiter quasi durch den Produktionsprozess führen. Bei jedem Arbeitsplatz wird der Chip gelesen und dem Mitarbeiter werden auf einem Monitor alle Arbeitsschritte angezeigt, die an diesem Montageplatz durchgeführt werden müssen. Bevor zum nächsten Arbeitsplatz gewechselt werden kann, müssen die bisher durchgeführten Arbeitsschritte bestätigt werden.

Der Mitarbeiter wird sozusagen interaktiv durch den Produktionsprozess begleitet, dies ermöglicht auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Helmvarianten in angemessener Zeit und in höchster Qualität zu fertigen. Am Ende der Montagelinie erfolgt nochmals ein gesamtheitlicher Qualitätscheck, der vom Mitarbeiter mit seinem persönlichen Chip unterschrieben werden muss.

Vorteil für den Endkunden

Gerade bei der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) wird es in Bezug auf Pflege, Wartung und Service immer wichtiger zu dokumentieren, was, wann und wie z. B. am Helm gemacht wurde.

Viele Feuerwehren besitzen bereits Bewirtschaftungssysteme, mit denen die PSA erfasst und einem Träger (Feuerwehrmann/-frau) zugewiesen werden kann. Meist erfolgt das noch manuell mittels feuerwehrinternen Aufklebern und Listen. Der im Helm verbaute RFID-Chip bietet die Möglichkeit, ganz einfach mittels Lesegerät und einer Software, den Helm zu erfassen und sozusagen zu personalisieren und einen „Lebenslauf“ zu hinterlegen.
Nur ein lückenloser „Lebenslauf“ ermöglicht es, die jeweilige Schutzausrüstung zu bewerten als auch zu  entscheiden, ob die PSA die ursprünglichen Anforderungen noch erfüllt und für den weiteren Einsatz geeignet ist.