Der Megatrend Urbanisierung stellt Feuerwehren vor neue Herausforderungen. Städte verdichten sich mehr und mehr, sie entwickeln sich zusehends zu Smart Citys. Auch wird die Zahl der Mega Citys, also Großstädte mit über 10 Mio. Einwohnern, zunehmen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Bis zum Jahr 2050 wird prognostiziert, dass mehr als 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben werden.

Dies führt unweigerlich zu infrastrukturellen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen und bringt entsprechende  Gefahrenpotenziale mit sich, mit der auch die Feuerwehren konfrontiert sein werden.  Durch das zunehmende Verkehrsaufkommen wird es beispielsweise für Einsatzkräfte schwieriger, in der Rush Hour zum Einsatzort zu navigieren. Intelligente Routenführung – z.B. unter Zuhilfenahme vorhandener Informations- und Kommunikationstechnologien, Zugriff auf Verkehrskameras, etc. – sowie kompakte und wendige Einsatzfahrzeuge könnten den Einsatzkräften hier entscheidende Vorteile bringen.

Auf der gesellschaftlichen Ebene werden Freiwilligkeit und Ehrenamt in der anonymisierten, urbanen Welt an Bedeutung verlieren. Während in den Großstädten – wie bereits heute schon üblich – Berufsfeuerwehren für die Sicherheit der Stadtbewohner sowie der Infrastruktur sorgen, werden viele ländliche freiwillige Feuerwehren durch die anhaltende Landflucht mit zunehmenden Personalengpässen zu kämpfen haben. Somit können viele Gemeinden die Einsatzalarmbereitschaft nicht mehr aufrechterhalten. Ein Weg der daher bereits heute immer öfters eingeschlagen wird, ist die Zusammenlegung von Feuerwehren.

Falls Ihnen weitere Aspekte der Urbanisierung und ihre direkten oder indirekten Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen einfallen, oder Sie bereits konkrete Ideen und Vorschläge haben, wie man diesen zukünftigen Problemen begegnen könnte, so können sie mir jederzeit schreiben.
Ich freue mich auf Ihre Kommentare!