Wie bereits in einigen Blogartikeln angesprochen, handelt es sich bei der Rettungstreppe um eine technische Spezialentwicklung von Rosenbauer, die in erster Linie den Zugang von Lösch- und Rettungstrupps in ein Flugzeug und die kontrollierte Evakuierung von Passagieren unterstützt.

Eine Rosenbauer Rettungstreppe kann daher auch nicht mit einem Bodenunterstützungsgerät (GSE) am Flughafen verglichen werden. Im Notfall zählt jede Sekunde, jeder Handgriff muss sitzen, die Rüstzeit von Personal und Gerätschaft muss auf ein Minimum reduziert werden. Die Rettungstreppenfahrzeuge E5000 und E8000 wurden kompromisslos als Rettungsgerät und für die Anwendung bei einer Flughafenfeuerwehr konzipiert.

Die konstruktiven Maßnahmen unterstreichen diese Auslegung als Rettungsfahrzeug, durch modernste Sensorik kann der Bediener auch in heiklen Situationen unterstützt werden. Die Verwendung von geeigneten und angepassten Fahrgestellkonzepten machen das Fahrzeug robust und flexibel in den verschiedensten Einsatzsituationen. Sicherheit ist dabei immer an oberster Stelle und zieht sich durch das ganze Konzept von der Auswahl von Materialien, speziellen Sicherheitsvorrichtungen oder dem Bedienkonzept.

 

Wer rastet, der rostet

Rosenbauer Rettungstreppe Abu DhabiBereits im vergangenen Jahrzehnt trafen die obenstehenden Punkte auf die Rosenbauer Rettungstreppe zu. Doch auch der Erfolg der letzten Jahre bedeutet keinen Stillstand, bekanntlich dem Sprichwort wer rastet der rostet war dieser Erfolg der Motivator die Rettungstreppe weiter zu verbessern. In diesem Blogbeitrag möchte ich näher auf die konsequente Weiterentwicklung der Rettungstreppe eingehen.

Begonnen hat der Verbesserungsprozess im Rahmen von Kundengesprächen zum Thema Feedback zu unseren Produkten. Rasch wurden diese Gespräche mit einigen Kunden in Form von Workshops ausgeweitet um somit ein ganzheitliches Stimmungsbild zu bekommen. Das erhaltene Feedback stellte damit die Basis für die weitere Entwicklung. Ein weiterer Punkt war die Vereinheitlichungsstrategie des Bedienkonzeptes der Rosenbauer Fahrzeuge mit dem RBC Logic Control System.

 

Maßgebendes Bedienkonzept

Rettungstreppe BedienungEinfacher, intuitiver, ergonomischer und noch mehr Rosenbauer: So würde ich das neue Bedienkonzept der Rettungstreppe in wenigen Worten beschreiben. Im Zentrum des neuen Bedienkonzeptes steht das RBC LCS 10 Zoll Display das ebenfalls den verschiedenen Fahrzeugtypen wie z.B. dem PANTHER vorkommt. Dadurch soll der Wechsel zwischen Rosenbauer Fahrzeugen erleichtert und der Schulungsaufwand reduziert werden. Das Display ist in der Kabine ist auf einem Schwenkarm positioniert. Dies ermöglicht eine neue Form der Bedienung der Rettungstreppe. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer können somit das Display nahe am Körper bedienen. Durch die Touch-Funktionalität kann der Bediener alle Funktionen wie auf einem Tablet managen. Die Betonung liegt auf kann, selbstverständlich lassen sich sämtliche Funktionen auch per Tastendruck auswählen. Durch den Schwenkarm kann der Blick während der Bedienung auch auf das Andockszenario gerichtet werden. Das RBC LCS 10 Zoll Display ist nicht nur in der Kabine, sondern auf der Rettungsplattform verbaut. Dadurch kann Bediengleichheit zwischen den beiden Bedienständen garantiert werden.

Ein weiterer wesentlicher Teil der Bedienung ist das HLCS (Height Level Control System), das durch das neue Bediensystem einfacher und individualisierter zu bedienen ist. Mit wenigen Befehlseingaben kann eine Flugzeug- und Türauswahl getroffen werden und damit rasch und exakt die richtige Rettungshöhe ausgewählt werden.

 

Zukunftsweisende Steuerungsarchitektur

Der neuen Bedienung der Rettungstreppe liegt eine komplett neue Steuerungsarchitektur zu Grunde. Die Steuerung konnte durch die Verwendung von sicherheitszertifizierten Steuergeräten vereinfacht und reduziert werden. Weniger ist in diesem Fall mehr und komplexe Redundanzen konnten eliminiert werden. Nicht nur bei den Steuergeräten, sondern auch bei der Programmierung bestritten die zuständigen Techniker neue Wege. Durch die sogenannte Modellbasierte Programmierung konnte die Software weitgehend ohne die eigentliche Hardware entwickelt werden. Dadurch konnte nicht nur die Anwesenheit am Produkt, sondern auch die Entwicklungszeit reduziert werden.

Steuerung und Bedienung entsprechen jedoch trotz aller Änderungen weiterhin der EN 13849 und konnten auch die entsprechende Überprüfung durch eine technische Prüforganisation bestehen. In der Norm EN13849 ist die Sicherheit der Steuerung beschrieben, die bewährte 2-Hand Bedienung der Rettungstreppe bildet dabei weiterhin einen wichtigen Baustein.

 

Feinschliff beim Beleuchtungskonzept

Neben der Bedienung wurde auch das Lichtkonzept der Rettungstreppe überarbeitet. Modernste Hochleistungs-LED-Streifen kommen dabei am Treppenkörper außen und innen zum Einsatz. Die optimale Ausleuchtung der Trittstufen sorgt auch bei Dunkelheit für perfekte Trittsicherheit. Das Umfeld kann durch die neue Beleuchtung noch besser ausgeleuchtet werden und schafft dadurch auch die perfekte Sichtbarkeit am Einsatzort. Eine nicht zu unterschätzende Funktion zum Beispiel im Falle einer Evakuierung von großen Menschenmengen.

Neben der Umfeldbeleuchtung wurde auch die Heckbeleuchtung der Rettungstreppe überabeitet und gliedert sich dadurch auch vom Erscheinungsbild noch besser in die Rosenbauer Flotte ein. Sie sorgt gemeinsam mit dem Bedienkonzept für noch mehr Rosenbauer Identität.